Französische Köche ziehen gegen den anhaltenden #foodporn-Trend „in den Krieg“

Jürgen Kroder

Katzen, Kinder, Fingernägel oder die neuen Schuhe – es gibt’s nichts, was heutzutage nicht fotografiert wird. Keine Banalität ist zu klein, um sofort auf Instagram, Facebook, Twitter & Co. zu landen, am besten aus allen Blickwinkeln fotografiert. Einer dieser Schnappschuss-Trends ist „Foodporn“, also das Ablichten und Teilen seiner Mahlzeit über soziale Netzwerke. 

foodporn

Wie immer fing alles vor ein paar Jahren mit ein paar Leuten an, die Bilder von ihrem üppigen und kalorienreichen Essen posteten und den zunächst skurril-ironisch anmutenden Hashtag #foodporn vergaben. Mittlerweile ist nacktes Fleisch auf dem Teller bei Instagram und Co. aber ein so beliebtes Motiv, dass mancher Restaurant-Betreiber „Fotografieren verboten“-Schilder aufhängt. Und auch viele Köche finden die Pasta-Paparazzis längst nicht mehr witzig und sehen sich in ihrer Ehre gekränkt oder fürchten Nachahmer ihrer Kreationen.

Umso trifft dies in einem Land zu, das mit der „Haute cuisine“ seit jeher einen besonderen Anspruch an die Zubereitung von Nahrungsmitteln stellt. So erklärt der französische 3-Sterne-Koch Gilles Goujon allen Gästen den „Krieg“, die seine Gerichte mit dem Smartphone fotografieren. Andere verwenden weniger dramatische Worte, sind aber auch nicht wirklich amüsiert über den Trend. So wird der ebenfalls entnervte Chefkoch Alexandre Gaithier von „Midi Libre“ mit den Worten zitiert:

Smarter als dein Feed

Lass dich mit unserem Tech-Briefing UPDATE bei KI und den Tech-News von morgen nicht abhängen – kostenlos täglich in der Inbox von über 13.000 Lesern.

Mehrere PDFs Mockup

Gratis zur Anmeldung:
Zugriff auf alle PDF-Guides

Mit deiner Anmeldung akzeptierst du unsere Datenschutzerklärung.

Früher haben sie Fotos ihrer Familie gemacht, oder von der Großmutter – jetzt fotografieren sie unentwegt ihre Teller.

Also verbieten und fertig?! Auch das könnte nach hinten losgehen, wenn der hübsch arrangierte Teller dann eben heimlich im Dämmerlicht aufgenommen wird und als unscharfer Wackelpudding um die Welt geht. Manch Restaurantbesitzer setzt daher längst ganz pragmatisch auf #foodporn-Regeln. Und tatsächlich ist es für den Durchschnittsgastronomen recht müßig, Fotografierverbote auszusprechen und zu kontrollieren. Will man wirklich jeden Gast sofort des Hauses verweisen, nur weil er seinen Salat geknipst hat? Wohl kaum. Wie üblich zählt auch hier das richtige Maß.

Unser Zins-Tipp

Eröffne jetzt dein kostenloses Myntro Festgeld und erhalte 3,43 Prozent Zinsen auf dein Geld – und das garantiert für 12 Monate!


Jetzt Zinsen sichern

Anzeige

Bild: Jürgen Kroder / BASIC thinking

Google lässt dich jetzt selbst bestimmen, welche Quellen du in der Suche häufiger siehst. Mit zwei schnellen Klicks kannst du BASIC thinking kostenlos als bevorzugte Quelle hinzufügen und damit unabhängigen Tech-Journalismus unterstützen. Vielen Dank!

STELLENANZEIGEN
Head of Digital Marketing (m/w/d)
cbs Corporate Business Solutions ... in Heidelberg, ...
Social Media Content Creator (m/w/d)
Hacienda San Nicolàs GmbH in Hamburg
Robotics AI Expert / Technical Product Owner ...
Bosch Gruppe in Renningen
(Junior) Social Media Manager (m/w/d)
Eduard Gerlach GmbH in Lübbecke
Manager Influencer Marketing (Aldiana) &#8211...
DERTOUR Hotels & Resorts GmbH in Frankfurt am Main
Social Media Manager B2B (m/w/d)
Hays – Interne Karriere bei Uns in Mannheim (68163),...
Social Media & Content Marketing Manager:...
SCS Sophisticated Computertomograph... in Aschaffenburg
IT Sales & Online Marketing Manager (m/w/...
Instaffo GmbH in Karlsruhe
Teile diesen Artikel
Jürgen bezeichnet sich als Blogger, Gamer, Tech-Nerd, Autor, Hobby-Fotograf, Medien-Junkie, Kreativer und Mensch. Er hat seine unzähligen Hobbies zum Beruf gemacht. Und seinen Beruf zum Hobby. Obwohl er in Mainz wohnt, isst er weiterhin gerne die Maultaschen aus seiner Heimat.