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Camcorder-Smartphone und ein Tablet, das leichter als das iPad Air ist – Sonys neue Xperia-Z2-Geräte können punkten

Der Mobile World Congress 2014 ist im vollen Gange und die Hersteller geben sich mit ihren Pressekonferenzen die Klinke in die Hand. Aber wie soll man die reizüberfluteten Journalisten und Leser überraschen können? Indem man sich von der Masse abhebt. Sony setzt beispielsweise mit seinen zwei neuen Xperia-Z2-Modellen – Smartphone und Tablet – auf semiprofessionelle Filmer und unterbietet durch Leichtigkeit den Konkurrenten Apple.

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Das beste Smartphone von Sony

Dass Sony neue Z2-Modelle vorstellen würde, war keine Überraschung. Eher schon, mit welchen Daten und Features man auftrumpfen würde. Mit dem Slogan „Our best ever smartphone“ wurde zuerst das Xperia Z2 in Barcelona vorgestellt. Es ist 5,2 Zoll groß, bietet einen 2,3 GHz getakteten Quad-Core-Prozessor und ein Full-HD-Display. Soweit die nüchternen Daten, die wohl kaum einen potentiellen Käufer hinter dem Ofen hervorlocken.

Deutlich interessanter ist da schon der nächste Werbe-Slogan von Sony: „The world’s best camera and camcorder in a waterproof smartphone“. Um seinem neuen Hochglanz-Handy ein Verkaufsargument mitzugeben, wird das Gerät mit einer 20,7-Megapixel-Kamera ausgestattet, die auch 4K-Videos aufzeichnet. Bisher mangelt es noch immer an Videoquellen für 4K-Fernseher – womöglich versucht man daher auch durch Smartphones mit derartigen Video-Funktionen den Markt in Schwung zu bringen.

Um dem Begriff „Camcorder“ gerecht zu werden, packt Sony noch ein paar nette Schmankerl in sein Flaggschiff. So kann das Z2 Zeitlupenaufnahmen mit 120 fps aufnehmen, Effekte wie beispielsweise Farbverschiebungen lassen sich in Echtzeit in die Video integrieren. Auch AR-Spielereien, bei denen man Dinosaurier und andere lustige Dinge ins Bild integrieren kann, sind möglich. Sony schielt mit diesen Features auf die Zielgruppe der typischen Camcorder-Käufer – meist Familien und junge Hobby-Filmer. Diese erstellen ihre Videos im Urlaub, an Strand und Meer, wo die Geräte teilweise Dreck und Wasser ausgesetzt sind. Damit das Sony-Handy in solchen Situationen nichts passiert, ist es wieder Staub- und Wasser-resistent. Letzteres bis 1,5 Meter Wassertiefe.

„Entertainment without interruption“

Ein weiteres Schlagwort von Sony bezüglich des Z2. Das heißt unter anderem: Die beigelegten Kopfhörer sind mit der „Active Noise Reduction“-Technologie versehen. Damit soll man unterwegs seine Musik laut Sony deutlich angenehmer genießen können.

Apropos Musik: Sony teaserte sein Premium-Modell unter anderem mit Michael-Jackson-Musik an. Was es damit auf sich hat, soll man in den kommenden Wochen erfahren.

Etwas klarer wurde man beim Thema Entertainment im Allgemeinen: Neben einem 30-tägigen Probe-Abo des Music-Unlimited-Dienstes legen die Japaner diverse Playstation-Mobile-Spiele (wie viele ist bislang nicht bekannt) und sechs Filme von Sony Pictures bei.

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Dünner und leichter als das iPad Air

Neben dem Z2-Smartphone enthüllte Sony auch das Z2-Tablet. Dessen Gegner ist ganz klar das iPad Air. Gegen das tritt Sony – sichtlich stolz – mit schmaleren Maßen an. Mit einer Dicke von nur 6,4 Millimeter ist das Z2-Tablet nicht nur einen Millimeter dünner als das iPad Air, sondern mit seinem Gewicht von 426 Gramm auch noch 43 Gramm leichter. Punktsieg für die Japaner.

Mit seinem auf 2,3 GHz-getakteten Snapdragon-801-Prozessor mit vier Kernen und einem 6.000-mAh-Akku soll das 10,1 Zoll große Gerät laut Sony rund 10 Stunden Multimedia- oder 100 Stunden Musik-Dauerwiedergabe durchhalten. Ob das so stimmt, wird ein Test zeigen müssen.

Die restlichen Daten lesen sich analog zum Smartphone, beispielsweise: 20,7 Megapixel-Kamera, Android 4.4 und staub- sowie wassergeschütztes Gehäuse. Beide Geräte sollen im März 2014 erscheinen. Während das Z2-Smartphone 599 Euro kosten wird, schlägt das Tablet mit 649 Euro zu Buche.

Hat Sony überzeugt?

Camcorder-Feature und schmale Maße – meine Aufmerksamkeit ist Sony gewiss. Der richtig große Wow-Effekt blieb bei mir aber noch aus. Vielleicht kommt der, wenn noch ein paar ungeklärte Fragen beantwortet werden. Zum Beispiel, was es mit der ominösen Michael-Jackson-Nummer auf sich hat.

Bilder: Sony


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Über den Autor

Jürgen Kroder

Jürgen bezeichnet sich als Blogger, Gamer, Tech-Nerd, Autor, Hobby-Fotograf, Medien-Junkie, Kreativer und Mensch. Er hat seine unzähligen Hobbies zum Beruf gemacht. Und seinen Beruf zum Hobby. Obwohl er in Mainz wohnt, isst er weiterhin gerne die Maultaschen aus seiner Heimat.

1 Kommentar

  • sie teasern mal wieder schon mit unterwasseraufnahmen.
    mal sehen ob auch diesmal der häufigste reperaturfall ein wasserschaden sein wird^^

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