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7.000 US-Dollar pro Monat für ein Praktikum? Twitter macht’s möglich!

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geschrieben von Tobias Gillen

Beim Praktikum sortiert der Praktikant nur die Unterlagen für den Chef und holt Kaffee für die ganze Belegschaft – natürlich für einen Hungerlohn (wenn überhaupt). Soweit das Klischee. In den USA sieht das bei einigen Tech-Riesen allerdings ein klein wenig anders aus.

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Tech-Riesen dominieren Liste

Zumindest lässt die Bezahlung bei Facebook, Twitter oder eBay diesen Schluss zu. Glassdoor hat die 25 für Praktika am meisten bezahlenden Unternehmen in den USA rausgesucht. Allein unter den Top 10 befinden sich neun Tech-Unternehmen – viele, wie Yahoo oder Intel, findet man aber auch noch weiter hinten in der Liste.

Satte 6.791 US-Dollar, also knapp 5.000 Euro, bezahlt Twitter seinen Praktikanten – pro Monat. Damit liegt der Kurznachrichtendienst auf Rang Drei der Glassdoor-Liste. Davor liegen nur Software-Hersteller Palantir mit knapp über 7.000 US-Dollar und Cloud-Dienst VMWare mit 6.966 US-Dollar. Facebook liegt mit 6.200 US-Dollar knapp hinter LinkedIn auf Rang Fünf, Microsoft und ebay knapp dahinter. Aber auch Google, Amazon und Apple können sich mit über 5.500 US-Dollar pro Monat sehen lassen.

Andere Welt

Das Geld liegt also offenbar im Internet. Schließlich wären hierzulande Praktikanten-Gehälter von über 4.000 Euro undenkbar. Wenn Praktikanten überhaupt bezahlt werden, dann mit meist mit unwürdiger Bezahlung von – wenn man Glück hat – 600 bis 800 Euro pro Monat. Sascha Lobo twittert aus diesem Grund zurecht:

Natürlich: 4.000 Euro für ein Praktikum sind definitiv zu viel – das liegt weit über dem Durchschnittslohn. Aber an der damit transportierten Unternehmenskultur dürften sich viele Firmen ruhig eine Scheibe abschneiden: Flache Hierarchien, lockeres Arbeitsklima, ruhig auch mal was für die Angestellten tun – und eine faire Bezahlung für Aushilfen und Praktikanten.

Dennoch sollte bei der Glassdoor-Liste eines nicht vergessen werden: Gezeigt werden ausgewählte Unternehmen, bei denen es in dem Bereich besonders gut läuft. Die Regel ist das aber ganz sicher nicht, so viel ist sicher.

Bild: Hands with packs of dollars over black / Shutterstock


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Über den Autor

Tobias Gillen

Tobias Gillen ist seit August 2014 Chefredakteur und seit Mai 2015 Geschäftsführer von BASIC thinking. Erreichen kann man ihn immer per E-Mail oder in den Netzwerken.

3 Kommentare

  • Ich vermute fasst, dass das keine normalen Praktika sind, sondern solche als Bestandteil des MBAs. Normale Praktikas sind in den USA nicht selten unvergütet. MBA-Praktikas haben damit aber nicht viel zu tun – hier soll der „Praktikant“ als Mitarbeiter gewonnen werden. Die Technologieunternehmen zahlen hier sogar vergleichsweise schlecht – im Consulting wird das Meiste bezahlt, für 11 Wochen Praktikum gibt es da schon mal 25.000 USD (Quelle: http://poetsandquants.com/2011/11/23/what-mba-interns-are-paid/)

  • Ich bin momentan selbst als Praktikant in der USA und bekomme ungefähr 4000 USD im Monat. Man muss aber wissen, dass man hier Praktikanten eher als Zeitarbeiter sieht, d.h. man hat dann einen ähnlichen Tagesablauf wie alle anderen Angestellten auch.
    Die im Beitrag erwähnten Firmen sind allesamt im Silicon Valley zu finden, wo es einen Mangel an Fachkräften gibt. Google, Apple und Facebook müssen hier um die Arbeitnehmer werden und stehen als Arbeitgeber in Konkurrenz zueinander. Das treibt dann auch die Löhne in die Höhe. Dementsprechend hoch sind auch die Lebenskosten. San Francisco hat die höchsten Mieten in der USA (Durchschnittlich 3000USD/Monat für ein 20qm Apartment)

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