Ab Mitte 2015: Smartphone-Hersteller wollen Diebstahlschutz einbauen

Tobias Gillen

Smartphone-Hersteller und Netzbetreiber wollen es Dieben künftig schwerer machen. Laut einer aktuellen Vereinbarung zwischen unter anderem Apple, Google, HTC sowie einigen Netzanbietern in den USA, wollen die Firmen einen Diebstahlschutz in ihre Smartphones einbauen.

Auch Recovery muss möglich gemacht werden

Die Vereinbarung besagt, dass dieses System den Kunden nichts kosten dürfe und entweder bereits auf dem Gerät vorinstalliert sein muss oder zum Download bereit stehen sollte. Sie gilt für alle Geräte ab Juli 2015 und besteht aus folgenden vier Punkten, die das Anti-Diebstahl-System können muss:

1. Löschen aller Dateien von überall: Sollte das Smartphone verloren gehen, muss es dem Kunden möglich sein, das Gerät von wo auch immer er gerade ist, komplett löschen zu können.

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2. Unautorisiertes Nutzen verbieten: Sollte das Smartphone verloren gehen, darf es nicht mehr von einem nicht autorisierten Nutzer benutzt werden, sondern muss zuerst per PIN oder Code reaktiviert werden. Das betrifft natürlich nicht die Notrufnummern, die auf jedem Handy stets wählbar sein müssen, selbst ohne PIN.

3. Unautorisiertes Nutzen nach Reset untersagen: Selbst bei einem kompletten Reset des Gerätes darf es danach nicht mehr für einen nicht autorisierten Nutzer möglich sein, das Gerät zu benutzen.

4. Recover für den Besitzer ermöglichen: Wenn das geklaute oder verlorene Smartphone wieder auftaucht, sollte der Besitzer in der Lage sein, Punkt 1 (siehe oben) wieder rückgängig zu machen und gelöschte Daten wieder herzustellen. Dazu müssten die Hersteller dann auch Cloud-Dienste bereitstellen, wie man sie etwa schon von Apples iCloud kennt.

Die Vereinbarung unterschrieben haben bislang Apple, Asurion, AT&T, Google, HTC, Huawei, Motorola, Microsoft, Nokia, Samsung, Sprint, T-Mobile USA, U.S. Cellular und Verizon. Ob und wann das System dann auch hierzulande nutzbar sein wird, ist unklar. Die Frage ist aber, warum ein solches System nur in den USA funktionieren sollte. Mit wenig Aufwand könnte man selbiges auch in anderen Ländern anbieten.

Was sagt ihr zu den Plänen der Hersteller? Sinnvoll oder überflüssig?

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Bild: Hacker using laptop. Lots of digits on the computer screen / Shutterstock

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Tobias Gillen ist Geschäftsführer der BASIC thinking GmbH und damit verantwortlich für BASIC thinking und BASIC thinking International. Seit 2017 leitet er zudem die Medienmarke FINANZENTDECKER.de.