„Lens Blur“: Googles neue Kamera-App macht euch dort scharf, wo ihr es am liebsten habt

Jürgen Kroder

Canon, Nikon, Panasonic & Co. haben ein Problem: Die Verkäufe von Digitalkameras gehen seit Jahren in den Keller. Kein Wunder, immerhin besitzt gefühlt jeder Mensch ein Smartphone mit integrierter Foto-Funktion. So nett die Kamera-Apps auch sind, bislang können diese höchstens ansatzweise mit professionellen und teuren Spiegel-Reflex-Kameras (SLR) mithalten. Doch (nicht nur) Google arbeitet daran, dass auch SLRs weiter mächtig unter Druck geraten.

Freier Fokus

SLRs bieten viele Vorteile gegenüber den Handy-Knipsen. Da wären zum Beispiel hohe Auflösungen und das Einstellen der Schärfentiefe (im Volksmund meist „Tiefenschärfe“ genannt). An Ersterem kratzen die Smartphone-Hersteller schon lange, ganz vorne mit dabei ist Nokia mit seinen Lumia-Spitzenmodellen mit bis zu 41 Megapixeln.

Zweiteres, die Schärfentiefe, eine Domäne von „großen“ Kameras, bröckelt dank diverser Apps, welche die Effekte mehr oder weniger gut imitieren, auch schon seit einiger Zeit. Nun holt Google den Vorschlaghammer raus und hat seiner kostenlosen Kamera-App einen neuen Algorithmus verpasst, welcher den „Lens Blur“ in Echtzeit imitiert. Und das, nachdem man ein Foto geschossen hat.

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Das geht wohl ganz einfach vonstatten: Man nimmt ein Foto auf und wählt dann, welcher Bereich scharf oder unscharf dargestellt werden soll. Wie das dann aussieht, zeigen folgende zwei offiziellen Bilder von Google.

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Nur für Android 4.4

Nachträglich die Schärfe zu setzen – das erinnert an die Lytro-Kamera. Die konnte uns aber damals in einem Test nicht wirklich überzeugen. Wie sich dagegen Googles neue Kamera-Funktion im Alltagstest schlägt, kann ich leider nicht selbst ausprobieren. Denn die App ist nur für Smartphones und Tablets mit Android 4.4 („KitKat“) verfügbar. Schade, denn genau das habe ich auf meinem S4 noch nicht installiert. Aber vielleicht kann mir ja jemand von euch sagen, wie sich das Feature schlägt?

Sicher ist aber auch ohne Test: Googles Kamera-App kann keine SLR ersetzen – das hat auch (hoffentlich) niemand ernsthaft erwartet. Aber für Hobby- und semiprofessionelle Android-Knipser ist die neue Schärfentiefe-Funktion bestimmt eine tolle Funktion, mit der man interessante Effekte erzielen kann.

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Jürgen bezeichnet sich als Blogger, Gamer, Tech-Nerd, Autor, Hobby-Fotograf, Medien-Junkie, Kreativer und Mensch. Er hat seine unzähligen Hobbies zum Beruf gemacht. Und seinen Beruf zum Hobby. Obwohl er in Mainz wohnt, isst er weiterhin gerne die Maultaschen aus seiner Heimat.