Apple vs. Swatch: Streit um die Namensrechte für die neue iSmartwatch

Tobias Gillen

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Jüngst machte die Meldung die Runde, dass Amazon nun von einem Porno-Streaming-Anbieter wegen der Namensrechte an „Fire TV“ verklagt wird. Der Anbieter hatte bereits eine TV-Box herausgebracht, die „FyreTV“ heißt und sieht nun seine Marke gefährdet – oder will einfach nur ein bisschen Kohle aus einer nützlichen Situation schlagen. Auch Apple wird sich künftig mit einer kleineren Marke herumschlagen müssen.

iWatch vs. iSwatch

In dem Fall wäre der Vergleich zwischen David und Goliath fast schon unangebracht. Während Goliath mit einem milliardenschweren Umsatz erfolgreich Smartphones und Computer herstellt, ist David der Marktführer in der Uhrenindustrie, war in den 90ern so richtig populär, als jeder eine Swatch hatte. Es geht um den Streit zwischen Apple und dem Schweizer Uhrenkonzern Swatch.

iSwatchDas Problem: Swatch hat bereits seit längerem eine Uhr im Sortiment, die sich iSwatch nennt. Das dürfte mit den bereits letztes Jahr von Apple direkt oder über Briefkastenfirmen beantragten Namensrechten an der iWatch kolidieren – und genau da sieht Swatch nun seine Chance. Laut dem Schweizer Portal „watson.ch“ hat der Konzern „die Marke iSwatch in mehr als 80 Ländern rund um den Globus ins Register eintragen lassen.“ In Grossbritannien, Japan, Südkorea, Singapur und den USA liege eine „endgültige Entscheidung“ der Behörden zugunsten von Swatch vor.

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Offenbar keine iWatch auf der WWDC

In den USA hat Swatch bereits Schritte gegen die Eintragung der iWatch eingeleitet, nähere Details zu dem Vorgehen wolle der Konzern aus taktischen Gründen nicht näher erläutern, schreiben die Kollegen von „watson.ch“. Bereits in der Vergangenheit hatte Apple solche Angelegenheiten mit enormen finanziellen Mitteln aus der Welt geschafft. Etwa bei den Marken „iOS“ und „iPhone“, die ursprünglich CISCO gehörten, wie „heise“ berichtet.

Das US-Tech-Blog „Re/Code“ berichtet unterdessen unter Berufung auf gut informierte Quellen, dass sich alle Ungeduldigen nicht schon auf der Word Wide Developer Conference (WWDC) im Sommer auf die iWatch-Vorstellung freuen sollen. Auch nicht auf eine neue Apple TV-Version. Man vermutet aber nach wie vor, dass Apple noch in diesem Jahr mit einer iWatch auf den Markt kommen möchte, ob dann unter dem Namen – unklar.

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Beitragsbild: Bild: Flickr / deerkoski (CC BY-2.0); Artikelbild (oben): 1000 Words / Shutterstock.com; Uhr: Screenshot iSwatch

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Tobias Gillen ist Geschäftsführer der BASIC thinking GmbH und damit verantwortlich für BASIC thinking und BASIC thinking International. Seit 2017 leitet er zudem die Medienmarke FINANZENTDECKER.de.