Klassengesellschaft? Facebook startet die „VIP only“-App „Mentions“

Tobias Gillen

Mentions

Ein komisches Geschmäckle hat „Mentions“ schon. „Mentions“, das ist Facebooks App für Promis. Exklusiver Zugang für die Menschen mit großen Filmrollen, wichtigen Führungspositionen oder einfach nur dicken Fanzahlen. Facebook versucht damit, prominente Persönlichkeiten zur stärkeren Interaktion zu bewegen.

Mehr Funktionen zur Interaktion

Schon im August vergangenen Jahres wurde bekannt, dass Facebook an einer „VIP only“-App arbeitet und diese mit einer kleinen Gruppe von Prominenten testet. Schon damals war von einer möglichen „Klassengesellschaft“ im Netzwerk die Rede. Nun gibt es erste Ergebnisse der Testphase: Laut Facebook habe sich die Anzahl der Postings von den Promis, die die App nutzen, im Testzeitraum verdoppelt.

Das liegt wohl unter anderem an der Suchfunktion, mit der man Medien und Nutzer mit vielen Likes gezielt suchen kann, die etwas über einen geschrieben haben. Zudem gibt es bessere Möglichkeiten zur Kommunikation. So sollen Fragerunden mit Fans möglich gemacht werden – selbst bei zig tausend Kommentaren.

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Promi vs. „Normalo“?

Wer die App aus dem App Store heruntergeladen hat, kann über eine spezielle Anmeldeseite Zugriff zu ihr anfordern. Zugelassen werden nur Betreiber von verifizierten Seiten, aktuell nur in den USA. Bald soll die App aber auf weitere Bereiche bei Facebook und Länder ausgeweitet werden.

Übrigens teilt Facebook die Nutzerschaft nicht nur in Promi und „Normalo“, sondern die Promis unter sich auch noch mal in iPhone-Nutzer und Nicht-iPhone-Nutzer. „Mentions“ ist aktuell nur für iOS erhältlich. Ob das so bleibt, ist unklar.

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Dass sich Promi-Engagement auf Facebook lohnen kann, zeigt jüngst WM-Song-Sängerin Shakira, die auf ihrer Facebook-Seite als erster Mensch überhaupt die Marke von 100 Millionen Likes geknackt hat. Ob sie die „Mentions“-App nutzt?

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Tobias Gillen ist Geschäftsführer der BASIC thinking GmbH und damit verantwortlich für BASIC thinking und BASIC thinking International. Seit 2017 leitet er zudem die Medienmarke FINANZENTDECKER.de.