Simplocker 2.0: Android Malware verlangt nun 300 Dollar und droht mit dem FBI

Tobias Gillen

Neue Version

Erinnert ihr euch an den Simplocker? Eine Android-Malware, die die Dateieindungen .jpeg, .jpg, .png, .bmp, .gif, .pdf, .doc, .docx, .txt, .avi, .mkv, .3gp und .mp4 auf dem Smartphone aufspürt und verschlüsselt – und für die Entschlüsselung dann umgerechnet 16 Euro in ukrainischen Hrywnja über MoneX verlangt.

Wie üblich bei solchen Trojanern, wurde man mehr oder minder erpresst mit der Bezahlung. Schließlich drohte der Trojaner damit, dass man kinderpornografisches Material auf dem Gerät habe. Völliger Unsinn natürlich, aber wohl effektiv. Der Antivir-Hersteller ESET hatte Simplocker damals entdeckt – und warnt nun vor einer neuen Version.

android-simplocker_i

Vorsicht bei Drittprogrammen

Diese soll nun nicht mehr nur noch auf russisch angezeigt werden, sondern habe sich inzwischen auch auf englisch an Nutzer in anderen Ländern erweitert. Zudem werden künftig auch die Archivformate ZIP, 7z und RAR erkannt und verschlüsselt. Die wohl wichtigste Neuerung ist aber, dass nun mit dem FBI gedroht wird und 300 Dollar verlangt werden.

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ESET hat seinen Simplocker Decryptor aktualisiert, sodass die Dokumente wiederhergestellt werden können. Es gilt wie immer: Geld nicht bezahlen. Lieber schnell ab zu einem Experten, der sicher weiterhelfen kann. Zudem sollte man schon bei der Installation von Drittprogrammen aus dem Internet vorsichtig sein – über den offiziellen Play-Store von Google ist das Programm laut ESET nicht auf das Smartphone gekommen.

Es ist leider offenbar nötig, das immer wieder zu betonen – auch wenn es eigentlich selbstverständlich sein sollte. Die Typen hinter der Schadsoftware sind durch das Tor-Netzwerk übrigens nicht rückzuverfolgen. Mal abwarten, was der nächste Schritt des Simplockers sein wird.

Artikelbild: Hacker using laptop. Lots of digits on the computer screen. / Shutterstock.com; Bilder: ESET

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Tobias Gillen ist Geschäftsführer der BASIC thinking GmbH und damit verantwortlich für BASIC thinking und BASIC thinking International. Seit 2017 leitet er zudem die Medienmarke FINANZENTDECKER.de.