Internet.org: Kostenloser Zugang zu Facebook und Wikipedia in Sambia für Airtel-Kunden

Tobias Gillen

Lange war nichts mehr zu hören von internet.org, der Allianz von Facebook, Nokia, Samsung und ein paar weiteren Technik-Unternehmen, die es sich auf die Fahnen geschrieben haben, das Internet auch in entlegene Gebieten zu bringen – und das möglichst nicht für Unsummen. Letztes Jahr um die Zeit wurde der Zusammenschluss bekanntgegeben, seither ist nichts nennenswertes passiert.

Nun aber hat sich Facebook in einer Mitteilung nochmal zu Wort gemeldet und erste Ergebnisse kundgetan. Konkret geht es um Sambia, vormals Nordrhodesien, im südlichen Teil Afrikas. Dort gibt es nun eine Kooperation mit Airtel, dem örtlichen Mobilfunkanbieter.

Neue Märkte müssen her

Dank dieser Kooperation können Nutzer der internet.org-App nun kostenlos diverse Dienste und Seiten aufrufen. Darunter AccuWeather, Airtel, eZeLibrary, Facebook, Facts for Life, Google Search, Go Zambia Jobs, Kokoliko, MAMA (Mobile Alliance for Maternal Action), Messenger, Wikipedia, WRAPP (Women’s Rights App) und Zambia uReport. Wer mehr möchte, muss dafür entsprechend bezahlen.

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Klar, die Initiative hat für alle Gründungspartner seine Vorteile: Nachdem das Wachstum etwa von Facebook in den 30 Prozent der Weltbevölkerung, die schon online sind, langsam stagniert, müssen neue Märkte her. Wo findet man die? Richtig, in den restlichen 70 Prozent.

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Android-App über Website und Facebook-App

Aber, mal fernab von der Tatsache, dass die Unternehmen nicht gänzlich selbstlos agieren: Ein Zugang zum Wissen der Wikipedia, zu weltweiten Bewegungen über Facebook oder einfach nur zur Google-Suche, kann bedeutende Sprünge bedeuten. Nun ist die Frage halt, wie viele Menschen sich in Sambia ein Smartphone und einen Airtel-Vertrag leisten können. Diese aber können die Android-App über die Website internet.org oder per Facebook-App abrufen.

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Tobias Gillen ist Geschäftsführer der BASIC thinking GmbH und damit verantwortlich für BASIC thinking und BASIC thinking International. Seit 2017 leitet er zudem die Medienmarke FINANZENTDECKER.de.