Surfen im Untergrund: E-Plus baut Netz in der Berliner U-Bahn aus

Felix
von Felix

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Wer mit dem Smartphone in der Berliner U-Bahn unterwegs ist, muss oft viel Geduld mitbringen. Das Leid bewegt sich dabei meist zwischen Netzausfällen und Surfversuchen im Schneckentempo. Das soll sich nun ändern, zumindest für Nutzer des E-Plus-Netzes. Der Anbieter arbeitet nämlich mit Hochdruck am Ausbau seines Untergrundnetzes.

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Das ist aufwendiger als es sich anhört, denn ohne neue Hardware wird sich an der aktuellen Situation nicht viel ändern. Bis zum Jahresende sollen die Nutzer dann großflächig mit 50Mbit/s im Untergrund unterwegs sein.

Mobiler Vorreiter

Dass wir heute in der U-Bahn telefonieren können scheint eine Selbstverständlichkeit zu sein, die es schon immer gab. Dabei ist das alles noch gar nicht so alt. 1996 war E-Plus nämlich das erste Unternehmen, dass es schaffte, auch im Berliner Untergrund eine Netzabdeckung zur Verfügung zu stellen. Damals kümmerte man sich allerdings ausschließlich um ein funktionierendes Sprachnetz. Mit der Erfindung des iPhones kam der Datenhunger erst einige Jahre später hinzu.

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Mittlerweile ist das Surfen beim U-Bahn fahren ganz normal. Gefühlt schauen 90 Prozent der Fahrgäste permanent auf ihre kleinen Bildschirme. Anstatt aber tatsächlich im Internet zu surfen, schauen sie sich vermutlich eher endlose Ladebalken an. Überall hakt und stockt das Netz nämlich. Das hat sich auch Jahre nach der Erfindung der Smartphones noch nicht geändert.

Mit neuer Hardware soll aber nun etwas passieren auf den knapp 150 Kilometern des Berliner U-Bahn-Streckennetzes. Dazu verlegt E-Plus 800 Kilometer Glasfaserkabel, installiert 630 Antennen und 560 Repeater.

Auf einigen Teilstrecken (U1, U7, U8 und U9) ist das schnelle Netz bereits verfügbar. Zu den Kosten hält man sich allerdings dezent zurück.

Alleinstellungsmerkmal

Momentan ist E-Plus mit seinen Bemühungen beim U-Bahn-Netzausbau anderen Anbietern in Deutschland weit voraus. Ob die schnell etwas ebenbürtiges anbieten können ist derzeit recht fraglich.

Die Telekom erwartet keine Veränderungen vor dem nächsten Jahr, bei Vodafone ist man noch in Verhandlungen mit den Berliner Verkehrsbetrieben. Nutzer müssen sich also hier noch lange gedulden.

Inwieweit sich die Fusionen im Mobilfunksektor auf die Ausbaupläne auswirken ist auch noch nicht ganz klar. Erst jüngst hat die EU die Fusion zwischen O2 und E-Plus unter dem Dach der Telefónica genehmigt. Man kann deshalb darauf hoffen, dass O2 wie auch die anderen Marken (BASE, Simyo, Blau.de, Aldi-Talk, Ay Yildiz) langfristig vom Ausbau profitieren. Wie und wann ist jedoch noch nicht klar.

Bild: Jivee Blau / Wikimedia

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Internetabhängiger der ersten Generation, begeistert sich für Netzpolitik, Medien, Wirtschaft und für alles, was er sonst so findet. Außerdem ist er ein notorisches Spielkind und hält seine Freunde in der „echten Welt“ für unverzichtbar.