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Kritisches Bentgate-Video: Apple entzieht „Computerbild“ Testgeräte und Event-Einladungen

iPhone 6 Plus
geschrieben von Tobias Gillen

Apple hat zwei harte Wochen seit dem Launch vom iPhone 6 und seinem großen Bruder iPhone 6 Plus hinter sich. Das Medienecho über die verbogenen 6-Plus-Modelle und anschließende Biegetests von diversen YouTubern und Journalisten war beträchtlich. Das Software-Update auf iOS 8.0.1 war ein Desaster – und musste zurückgezogen werden. Nun gibt es weiterhin negative Schlagzeilen, diesmal bezüglich der Pressefreiheit.

Apple demonstriert seine Medienmacht

Über die Medien- und PR-Strategien von Apple wurde bereits öfter berichtet. Besonders lesenswert empfanden wir die Artikelreihe auf „9to5Mac“ von Marc Gurman über „Apple’s Mastery of the Media“. Wer die regelmäßigen Hypes um neue Apple-Geräte und die anschließenden „So erlebte ich die Keynote“-Berichte auf großen Medienportalen beobachtet, wird wohl kaum widersprechen, wenn man festhält: Kaum ein anderer Konzern hat eine derartige mediale Durchschlagskraft wie Apple.

Bei Apple geht das aber noch ein bisschen weiter. Apple hat nämlich nicht nur Durchschlagskraft, sondern auch regelrecht Macht über die Medien. Und die wurde jüngst erst wieder demonstriert – mit einem Anruf bei „Computerbild“-Chefredakteur Axel Telzerow. Darin habe dieser mitgeteilt bekommen, dass es für das Magazin ab sofort keine Testgeräte und keine Einladungen zu Events wie Apple-Keynotes geben werde.

360.000 Aufrufe auf Bentgate-Video

Grund dafür sei, so Telzerow weiter, ein YouTube-Video von „Computerbild“, in dem er und sein Redakteur Christian Blum versuchen, das iPhone 6 Plus in gut fünf Minuten zu verbiegen – und es am Ende auch schaffen. Das Fazit fällt entsprechend negativ aus, gerade mit Blick auf die Konkurrenz. Das Video wurde inzwischen 360.000 Mal abgerufen – für Apple offenbar genug. Zum Hintergrund: „Computerbild“ hatte das iPhone 6 Plus zum Testsieger ernannt und im Heft laut Telzerow auf 20 Seiten darüber berichtet.

Was Telzerow hier als #Kindergarten bezeichnet, könnte man wohl tatsächlich so stehen lassen. Aber es lässt auch tief blicken. „Computerbild“ erfährt hier wegen eines negativen Berichtes einen klaren Nachteil, wenn es keine Vorabgeräte mehr gibt und die Liveberichterstattung von den Events nicht mehr möglich sein sollte. Laut Telzerow werde man zwar Möglichkeiten finden, die Berichterstattung trotz allem aufrecht zu erhalten. Das Vorgehen ist dennoch bezeichnend für die große Wirksamkeit von Apples Medienmacht.

Verhältnis zum Großkonzern überdenken

Auf der anderen Seite sollte man aber auch nicht vergessen, dass zu dieser Macht immer zwei Seiten gehören. Ist es Aufgabe von Journalisten, sich mit neuen iPhone-Modellen ablichten zu lassen und strahlend in die Kamera zu winken oder begeistert Erfahrungen vom „Erlebnis Apple-Keynote“ aufzuschreiben? Apple wird gelesen – Fakt. Etwas, das auch wir hier natürlich regelmäßig merken. Aber deswegen direkt in ein derartiges Abhängigkeitsverhältnis mit einem Großkonzern begeben?

Die Medienhäuser sollten ihr Verhältnis zu Apple gründlich überdenken. Denn wer sich abhängig macht, kann genauso gut fallengelassen werden. Das zeigt das Beispiel der „Computerbild“ erneut ziemlich deutlich.

Bild: Screenshot YouTube

Über den Autor

Tobias Gillen

Tobias Gillen ist seit August 2014 Chefredakteur und seit Mai 2015 Geschäftsführer von BASIC thinking. Erreichen kann man ihn immer per E-Mail oder in den Netzwerken.

60 Kommentare

  • Zum letzten Abschnitt: Bin neulich gut 300km mit dem Auto gefahren und musste im Radio zu jeder vollen Stunde die Nachrichten über ein Update für Apples iPhones hören, weil irgendwas nicht ging.
    Ich habe dann mal eine Anfrage per Mail gestellt, ob ich evtl. auch per Radionachrichten über Updates für mein Nexus 5 informiert werden könnte. Leider keine Antwort erhalten. 🙁

  • Mir fällt immer wieder auf, dass vor allem große US-Konzerne die Presse nicht als Partner sehen sondern als Instrument, das sie so einsetzen, wie ihnen das passt. Es gubt auch über Tesla viele berichte darüber, wie sie Redaktionen behandeln, die ihr Produkt nicht so besprechen, wie sie das wünschen (Jüngestes Beispiel: „auto motor und sport“

    Das Problem: Apple-Berichterstattung wird geklickt wie verrückt, und auch solche Dinge wie die riesigen Schlangen vor den Apple-Stores gibt es eben nur bei einer solchen Marke. Natürlich hat kein Hersteller Interesse an negativer Berichterstattung über seine Produkte. Aber bei Apple (und vermutlich auch bei Tesla) muss man fragen: haben potenzielle Käufer ein Interesse an negativer Berichterstattung? Ist Apple nicht schon längst so polarisiert wie eine Religion? Vermutlich gibt es inzwischen ebenso viele Leute, die einen Tipp wie „Lass mal, kauf dir lieber das neue HTC One M, das kostet die Hälfte, ist genau so gut und kostet die Hälfte“ brüsk ablehnen würden wie Leute, die sich ein iPhone sogar dann nicht kaufen würden, wenn es besser wäre als die Wettbewerber – weil sie die Marke nicht mögen.

  • Nur als Nachfrage:

    wurden da die gestellten Testgeräte verbogen oder waren das auf Kosten der Redaktion gekaufte Geräte?

    Ich kenne das eigentlich so, dass gestellte Testgeräte auch wieder zurückgegeben werden: Intakt. Falls jedoch die Haltung bei Computerbild so sein sollte, dass man davon ausgeht kostenlos gestellte Testgeräte behalten bzw. zerstören zu dürfen, dann fände ich das schon ein etwas fragwürdiges Verhalten.

  • Genau deshalb traue ich Tests mit kommerziellen Hintergrund nicht. Die Abhängigkeit von den Unternehmen ist so groß, dass viele Tests zu unkritisch sind. Z.B. bei Computerspielen: Wer da kein Vorabexemplar bekommt und darum kein Review am Releasetag raushauen kann, und wer keine „Exklusiveinladungen“ zu Presseveranstaltungen erhält, kann seien Laden bald dicht machen.

  • Ein interessanter Bericht.
    Unabhängig davon, dass ich den Hype um Apple-Neuerscheinungen sowieso nicht verstehe bzw. verstehen will, finde ich dieses Verhalten doch recht fragwürdig. Andererseits muss man in diesem konkreten Fall aber auch sagen, dass (Computer-)Bild ja auch nicht immer zimperlich mit seinen Berichten, Inhalten bzw. Themenauswahl umgeht. Da wird ja zu anderen Themen auch Stimmung für oder gegen etwas gemacht, was sich beim ein oder anderen sicherlich schon mal spürbar ausgewirkt hat. Ein solches Verhalten bzw. die Möglichkeit sollte den einschlägigen Redaktionen aber bekannt sein. Aus deren Sicht „dumm gelaufen“…
    Dass viele Unternehmen negative Berichte gerne vermeiden oder verhindern würden ist klar. Nur die Wenigsten besitzen die Möglichkeiten….. Das zeigte zuletzt der Prozess um Stiftung Warentest und Ritter Sport, wobei der Vergleich einer medialen Macht von Apple mit einem rechtsstaatlichen Gerichtsverfahren natürlich hinkt. Jeder wehrt sich halt mit seinen Mitteln……

  • Haha, ich finde die Praxis von Apples Seite aus völlig unmöglich, aber ich würde den ganzen Laden (ComputerBild und *Bild allgemein) eh dicht machen wollen, das was die da allgemein fabrizieren grenzt ja schon an gezielter Desinformation. Da habe ich kein Mitleid

  • Mein Gott, das ist doch Kindergartenverhalten von beiden Seiten. Ein Tablet geht eben kaputt wenn man es verbiegt. Das ist keine Neuigkeit und man braucht auch nicht 5 Videobeweise dafür im Netz. Journalisten auszuladen ist aber ebenfalls ganz schlechter Stil.

  • Typisch Äppel: Kinderreaktion.

    Selbstverständlich steht es jedem Unternehmen frei zu entscheiden, wen man zu Veranstaltungen einlädt und wen man mit Testgeräten bemustert – es soll ja gelegentlich wirklich Amok-Schreiberlinge geben.

    Aber im konkreten Fall ist die Reaktion von Firma Fallobst absolut unsouverän. Und das, wo Matthias „Alles verscherbeln heißt bei mir Digitalstrategie“ Döpfner doch noch vor kurzem das Hohelied des Fallobsts sang und den ehemaligen Springer-Verlag komplett mit den Blechbüchsen aus Cupertino ausstatten ließ.

    Undank ist der Welten Lohn…

    Aber so ticken die bei Apfel: Aus den berühmten gutinformierten Kreisen hört man, wenn was Kritisches oder gar Negatives geschrieben wird, früge Cupertino bei den Mitarbeitern vor Ort sofort: „Haben die was gegen uns?“. Umgekehrt soll die aktuelle PR-Agentur auch bei anderen Kollegen WOhlverhalten einfordern…

  • @Timbo: Das iPhone 6+ ist aber kein Tablet (laut Hersteller und laut der Definition) und das gleichgroße Galaxy Note 3 geht eben auch nicht kaputt, wie man dem Video entnehmen kann…

  • Ich kann Apple irgendwie verstehen. Wenn mir einer so ans Bein gepisst hätte, würde ich dem in Zukunft auch nichts mehr schenken oder Einladen. Aber insgesamt ist es von Apple ganz schön unsouverän, schliesslich soll es ja nur 9 Beschwerden wegen eines verbogenen iphone gegeben haben.

  • …das ist spannend. Denn wenn ich wie Äppl so sehr davon überzeugt wäre, dass das annähernd niemanden wirklich betrifft, dann kann ich das verstehen und gutheißen. Schliesslich merkte ja schon einer der Vorredner an, dass das mit dem Verbiegen relativ ist. Oder gibt es etwas, dass ich nicht verbiegen kann, wenn ich es verbiegen will? Und wenn dann ein BILD-Supplement, und das BILD i.d.R. übles Zeug verbreitet, was nur auf Auflagen schielt, ist ja gemeinhin bekannt, so ein Video zwecks Eigenaufmerksamkeit zu Lasten Äppl macht, dann halte ich diese Reaktion für VOLLKOMMEN richtig. Wenn…

  • Wer mit einem technischen Gerät, wie einem Smartphone (aller Art), nicht umzugehen weiß, der ist auch dazu verflucht sich mit einem verbogenen Gerät abzufinden. Wer sein Handy in der Hosentasche tragen möchte, kann dies gerne tun, sollte sich aber nicht darüber wundern, dass bei eng anliegenden Hosen – bei denen man die Hand nur mit Schürfwunden in die Tasche bekommt – ein hoher Druck auf das Gerät ausgeübt wird. Ein solches Gerät in der Gesäßtasche zu tragen und sich dann auch noch draufzustehen ist einfach nur dumm – und es tut mir leid, anders kann ich es leider nicht ausdrücken. Es setzt sich doch auch keiner auf seinen Laptop und wundert sich warum irgendwas gebrochen ist. Das die Geräte vielleicht labiler sind als andere vergleichbare Produkte mag ja sein, aber was nun? Muss ich mein Smartphone in die Mikrowelle legen um zu erkennen, dass ich es darin nicht aufladen kann? Nein! Und wer sowas nicht zu begreifen mag bestraft sich eben selber durch das Resultat.

    Leider steht im Artikel keine Äußerung seitens Apple, ob die Aussage seitens Herrn Tezlerow überhaupt stimmt bzw. ob das Video der einzige Grund ist. Dass zumindest die Bild lügt – nun gut, das ist vielleicht etwas hart. Also eher übertreibt, untertreibt oder zur Not Dinge erfindet – sollte bekannt, aber spätestens jetzt vernommen wurden sein. Vielleicht war es auch nur der Tropfen, der das Faß zum Überlaufen brachte?

    Traurig ist, dass Apple sich damit auf das Niveau der Bild herablässt und die Reaktion unpassend für einen Weltkonzern ist. Es ist schade, dass das neue iPhone – übrigens nur mit hohen Krafteinsatz, wie die verschieden Videos zeigten – sich verbiegen lässt, aber auch kein Beinbruch und eigentlich kaum die große Welle an Berichten und sonstigen wert. Da sind die Patzer in iOS 8 schon deutlich interessanter und weitreichender.

    Meine Meinung: Ja, ein wenig kindisch ist es von Apple sich auf diese Art zu „rächen“, aber die Bild hat es nicht anders verdient. In meinen Augen ist die Bild und sämtliche Ableger das, was in Amerika Fox News ist. Es gibt eine schöne Umfrage in einer Studie (leider gerade nicht parat), die nachgewiesen hat, dass Fox News Zuschauer desinformierter sind als Personen, die gar keine Nachrichten schauen; die Bild scheint mir da nicht anders. Meinem Empfinden nach, sollte diese aktive Verblödung – was nicht nur die Bild betrifft – hoch sanktioniert werden. Fraglich ist auch, ob man sich mit einer oft offensichtlichen „kostenorientierten“ Berichtserstattung wie der der Computerbild weh tut, wenn diese ausgeschlossen wird – wohl eher nein.

    – André

  • Samsung _nennt_ seine Galaxies „S“, Apple liefert ein S :-). M.E. vollkommen überpreiste Kiste plus komische Berichterstattung bisher.

    Apple pickt sich normalerweise in der Redaktion einen Fan, der als Evangelist eingesetzt wird (Multiplikator). Sprich, das jeweilige Ding wird an sich schon hyped berichtet. Marketing vom Feinsten und interessanterweise funktioniert das vom Apfelkompott-Nerd bis zum Durchschnittsredakteur der Tageszeitung.

    Problem: sitzt man auf so hohem Ross und vergurkt Produkte oder Releases, hagelt es verständlichen Spott. Die Fanboys wirds aber nicht beeindrucken, da die emotional mit allen Mitteln ihre getroffene Kaufwahl verteidigen müssen (normale Verkaufspsychologie) – nicht rational zugänglich, Glaubenssache.

  • @Tobias Gillen:

    Aber macht ihr es anders, Windows bringt heute sein „neues“ Windows sagen wir mal „9“ raus, keine einzige Zeile darüber?

    Apple bringt ein neues OSX raus, ihr überschlagt euch mit Test …

    Ich bin selber Apple Fan (aus beruflichen Gründen leider kein MacBook) und habe bemerkt, Apple wird sehr viel härter bewertet, wenn sich ein Galaxy verbiegen würde, würde kein Hahn danach schreien 😉

    Interessant finde ich diesen Artikel:

    http://www.iphone-ticker.de/nur-9-faelle-das-verbogene-iphone-6-plus-ein-nachtrag-71896/

    Gruß Alex

    • Hi Alex, wir haben noch keinen einzigen iPhone-6-Test hier veröffentlicht. Eben aus dem Grund, dass wir es erst in Ruhe testen wollen statt mit dem Hype mitzuschwimmen und nach 5 Minuten ein Hands-on-Test-Video zu veröffentlichen. Ich finde übrigens schon, dass bei ähnlichen Thematiken bei anderen Herstellern der Aufschrei da war. Möglicherweise nicht so groß, aber für Aufsehen haben diese Fälle auch gesorgt. Grüße, Tobias

  • Wenn es für neue Apple Geräte zukünftig Tests und Reviews gibt, sollte man als Kunde als doppelt vorsichtig sein. Nicht nur das Apple ohnehin eine sehr großen Vertrauensvorschuss bekommt, Kritiker werden nach und nach aus sortiert und der verbleibende Rest dürfte sich gar nicht mehr trauen, negativ über Apple Produkte zu berichten. Immerhin drohen ja Liebesentzug in Form von ausbleibenden Einladungen und Testgeräten. Die Frage an jeden Apple Bericht muss als zukünftig lauten: ist das wahr oder haben die nur Angst?

  • Nachdem sich inzwischen ganze Blognetzwerke damit finanzieren, iPads und iPhones in die Badewanne, den Mixer und die Mikrowelle zu stecken und das zu filmen und auf Youtube zu stellen, kann man verstehen, daß Apple einfach die Schnauze von solchen Aktionen voll hat.

    Mag sein, daß es hier kein von Apple gestelltes Gerät war – wobei ein Normalbürger ja momentan noch kein iPhone 6 hat, wenn er nicht eine Woche Schlange gestanden ist. Ich weiß aber von Sony, daß die vor einigen Jahren sich tierisch geärgert haben, als sie „CB“ einen Prototyp eines Geräts weit vorab gaben und der dann für einen Falltest mißbraucht wurde. a) war es eben ein Prototyp und damit fragiler als das Sieriengerät, b) war es ein Einzelstück und danach kaputt.

  • @Tobias Gillen,

    ich meine nich speziell das iPhone, sondern eure Berichte, z.B. Liveticker zur Keynote usw. ihr hypt doch Apple genauso.

    Doch dann der vergleich, wird es einen Liveticker zur neuen Windows Treshold Version geben? Kein spekulieren was neu sein wird?

    Ich mag Windows nicht sonderlich, stört mich auch nicht dass ihr nicht darüber berichtet, ich finde nur den Vergleich interessant 😉

    Gruß Alex

  • als ich letztens sowohl über das IPhone 6, wie auch über das IOS 8 einen kritischen Blick auf meinem Blog veröffentlichte und den Link dazu dann auch in den Foren postete, merkte ich, dass die Apple User ganz schnell zickig werden, wenn man Ihnen Ihre rosarote Apple Zuckerwattenwelt madig macht.
    Ich bin aber der Meinung, dass GENAU DAS die Aufgabe eines Journalisten ist – nämlich zu schreiben, was NICHT funktioniert, und was NICHT optimal gelöst ist. Wunderbare Selbstbeweihräucherung gibt’s auf den Herstellerwebseiten und in Pressemitteilungen, die nur zu gern abgedruckt werden. Für Kaufinteressenten leider nur bedingt geeignet.
    Und dass Apple ein bisschen Pipi Langstrumpf Mentalität hat („widdiwiddiwitt – ich mach mir die Welt, wie Sie mir gefällt“), wissen wir doch seit letztem Jahr. Als das IPhone 5 rauskam schauten alle und rieben sich die Augen – optisch ein 4er – mit einem um 1 cm verlängertem Gehäuse – und Apple schrieb als Überschrift: „GENAU RICHTIG“. Und ein Jahr später ist das 6er breiter, länger und flacher. Das was letztes Jahr noch galt ist jetzt Makulatur. Sorry – aber Firmen, denen in Ihren Statements nur heiße Luft in die Luft blasen, die müssen sich nicht wundern, wenn Ihnen irgendwann ein Sturm entgegenbraust.. ^^

  • Die frage ist halt. Ist es ein Problem oder ist es eine medienaktion.

    Ich kann das selber nicht sagen. Also ob sich das wirklich leicht verbiegt oder ob hier Stimmung gemacht wird.

    Ich traue da echt keiner Seite. Gerade wenn jemand von Firmen auch abhängig ist. Und das kann man echt nicht besteiten. Das kaum eine Seite wirklich unabhängig von Firmen und deren überlassungen sind.

    Gerade News Seiten wie diese hier. Lebt ja Quasi davon die News früh zu haben.

    Wirklich unabhängig ist keine Seite. Bzw ich kenne keine.

  • Da ich im Marketing arbeite darf ich mir auch so ungefähr Drölf mal am Tag anhören was Apple so bringt.
    Ganz ehrlich, interessiert mich oft nicht aber man muss sich es trotzdem anhören, egal wo.

    Total schrecklich, ich mag nicht mehr.

    Das mit den Eventeinladungen und dem Entzug der Geräte, es passt einfach alles zusammen zu dem Laden.

  • Wieder mal ein Artikel von Tobias Gillen, der vom Niveau her, nur noch von Zeitungen, wie BILD oder B.Z., übertroffen werden kann.

    Und für alle, die Apple eh schon nicht mögen, bietet er weiteren Nährboden.

    Zum Artikel:

    Apple hat hier völlig richtig gehandelt.
    Wie den meisten vielleicht aufgefallen ist, findet man Apple auf keiner Technik-Messe.
    Das Unternehmen besteht auf sein Alleinstellungsmerkmal.
    Das ruft bei den anderen Unternehmen natürlich Neid hervor.

    Zu meiner Geburtstagsfeier, Hochzeit oder anderen Anlässen LADE ICH AUCH NUR FREUNDE EIN !
    Und so macht das Apple auch. Leute, die sich mit dem Unternehmen auf neue Produkte freuen.

    Wenn die Meldung stimmt, dann warten 100 Andere auf die freigewordenen Plätze. 😉

    Zum Beispiel ist es Apple-Mitarbeitern verboten, in Verkaufsgesprächen schlecht über die Konkurrenz/Mitbewerber zu sprechen, um auf Brechen und Biegen ein Apple Produkt an den Mann zu bringen.
    Hier steht RESPEKT an höchster Stelle.

    Wer liest überhaupt ComputerBILD?
    Neulinge vielleicht.
    Aber mit auf den Zug springen, iPhones mutwillig verbiegen, um vielleicht ein paar Zeitschrift mehr zu verkaufen, ist ein schäbiges Verhalten.
    Ich habe in den Kommentaren öfter das Wort unseriös gelesen.
    Das trifft nicht auf Apple zu, sondern allein auf ComputerBILD.

    Und bevor ihr mich jetzt angreift, weil ich für Apple tätig bin, sage ich nur:
    Ich weiß nicht, bei welchem Unternehmen ihr so tätig seid.
    Viele suchen sich natürlich einen Job mit guter Bezahlung. Aber während der Berufsjahre sollte im Kopf noch etwas anderes passieren:
    Ein Gefühl der LOYALITÄT.

    • Ja, genau. Die Pressearbeit eines Großkonzerns mit den eigenen Hochzeitseinladungen zu vergleichen – das ist natürlich passend. Mehr werde ich zu Ihren Kommentaren nicht mehr sagen. Ich glaube, die Leser können sich ganz gut ein Bild davon machen, wie man solche Aussagen werten sollte – von einem Mitarbeiter des Konzerns, der kritisiert wird. Wenn Sie doch so aktiv bei Apple unterwegs sind, sollten Sie besser als ich wissen, was da alles abgeht. Das hier – bei der CB – ist nur die Spitze vom Eisberg. Entweder Sie wollen das nicht sehen oder Sie sind einfach nicht gut informiert. Aber dazu bei Gelegenheit mehr in einem weiteren Artikel, Recherche läuft. 😉

  • Na gut, dann einfach mal die Beiträge von Lesern, auf ComputerBILD, zum offenen Brief an Tim Cook lesen!

    Ich war erstaunt, was ich da gelesen haben. Habe ehrlich etwas anderes erwartet. Die Mehrheit rechnet mit CB ab !

    Langsam frage ich mich, wie Du alt Du eigentlich bist.
    Ätschi Bätsch, warte was als nächste kommt. Albern !

  • @A.Berater „Wer liest überhaupt ComputerBILD? Neulinge vielleicht.“

    Aktuell hat CoBi (noch) über 370.000 Leser, damit ist sie – wie die Jahre zuvor – die größte Computerzeitschrift am Markt. Also nicht unwichtig.

    Ja, viele der Leser mögen „Neulinge“ sein, also kein Experten wie bei der c’t vielleicht. Aber trotzdem eine wichtige Zielgruppe. Somit sollte man es IMHO auch nicht mit dem „Sprachrohr“ der Zielgruppe verscherzen.

    Nichtsdestotrotz halte ich die Aktion von Apple für unangemessen. Cupertino bzw. die deutsche Niederlassung hat wie ein beleidigtes Kind reagiert, das ist unprofessionell.

  • @Jürgen Koder

    Ihr seid so voreingenommen, dass auch sachliche Argumente von Euch angenommen werden.

    Vergleich doch noch mal den Test von ComputerBILD mit dem vom Stiftung Warentest (Hier spricht man von Entwarnung).

    Ein Produkt unter surrealen Bedingungen zu testen, ist eine Respektlosigkeit gegenüber dem Hersteller und dem Produkt.
    Das ist reine Zerstörungswut, mit dem Ziel, viele Leser zu erreichen. (Vergessen wir mal, dass es um ein iPhone geht)
    Zuvor wurde aber das iPhone6+ von Computerbild zum Testsieger gekürt.

    Wie geht denn das?

    Telzerow, offener Brief an Tim Cook:
    „…Über die Respektlosigkeit aber, mit der Ihre Firma uns begegnet, sind wir zutiefst enttäuscht….“
    (Ich hätte dem Telzerow gerne ein Taschentuch gereicht. Dann hätte ich ihm gesagt, dass ihm das kein zweites Mal passieren wird. 😉

    Die werden sich bei Apple Deutschland über den offenen Brief an Tim Cook totlachen.

    Der Springer-Verlag wird auch nicht zurückrudern und wieder auf Windows umsteigen. *lach*

    Ihr seid Helden.

  • Jeder hat unterschiedliche Kriterien, wie er ein Produkt testet – und das ist auch gut so. Die einen fassen es normal an und tippen darauf herum, andere versuchen es zu biegen, und die Dritten schmeißen es in den Mixer oder beschießen es. Kurz: Keinem darf man verbieten, wie er ein Produkt zu testen hat. Somit ist es vollkommen legitim, was CoBi getan hat!
    Zumal sie die Tests mit selbstgekauften iPhones durchgeführt haben und nicht mit Pressemustern.

    Dass das iPhone6 bei CoBi trotzdem eine gute Note erhält, ist OK. Denn es redet ja keiner davon, dass das neue Apple-Handy schlecht sei! Nur ist es wohl unter bestimmten Bedingungen und bei verschiedenen Tests zu verbiegen gewesen (die Kollegen von Springer sind nicht die Einzigen, die das Telefon verbogen haben!). Darum geht es hier.

    Dass man in einer Welt mit Pressefreiheit versucht, der Presse das Maul zu verbieten, indem man ihnen mit „Liebesentzug“ droht, ist unreif. Ja, in meinen Augen ist das sogar gefährlich. Denn wenn die Hersteller sich die Presse so erzieht, wie sie es wollen, können Magazine/Webseiten ja gleich nur die Pressetexte der Konzerne abdrucken. Dann Gute Nacht!

  • @Jürgen Kroder

    Diese Meinung vertrittst Du?
    Und Du möchtest auch ernst genommen werden?

    Dann kaufe doch mal eine S-Klasse oder einen Maybach oder vielleicht einen RR und spring auf dem Dach oder der Motorhaube rum.

    Gehört das auch zu „unterschiedliche Kriterien“?

  • Der Ton macht die Musik! Dass Apple, Mercedes oder wer auch immer über außergewöhnliche Aktionen nicht „amused“ sind, kann ich verstehen. Auch, dass sie brummig reagieren und dass schlechte Stimmung zwischen beiden Parteien herrscht – das kenne ich selbst sehr gut aus meiner langjährigen Berufserfahrung (u.a. als Journalist und PR-Manager).

    Aber dass man gleich barsch reagiert und Konsequenzen zieht – das ist unprofessionell! Welch einen Effekt das hat, sieht man ja hier und an anderen Stellen: Diese Aktion ist ein PR-Unglück, welches Apple als Spielverderber dastehen lässt. Das Image ist durch solche Aktionen wie auch durch die verbiegbaren Smartphones angekratzt.
    Am Ende wird dieser Sturm im Wasserglas wahrscheinlich keine großen Konsequenzen haben, da die Apple halt Apple ist und deren Produkte trotzdem von den Menschen geliebt und verehrt werden.

  • @A.Berater: ([edit: Keine Beleidigungen bitte] Berater?) Wie kommst Du darauf, daß Jürgen Kroder bei Springer/Computerbild arbeitet, daß Du ihn mit „ihr“ in Sippenhaftung nehmen willst? Er darf doch hier seine Meinung haben. Wobei ich nicht glaube, daß Du für Apple arbeitest – so ungeschickt sind die ja nun auch wieder nicht in der PR…

    Abgesehen davon wäre der Applaus des Publikums wohl gewiß und die Klickzahlen hoch, wenn einer auf einem Mercedes oder RR herumspringen würde. Kostet halt nur mehr als ein iPhone. Aber ginge bestimmt gut als „Kapitalismuskritik“ durch. Nur bei einem Maserati oder Lamorghini gäbs Haue … 😉

    @Allgemein: Ja, früher durfte man kein Wort Kritisches über Apple schreiben, ohne von den Fanboys (nicht Apple selbst!) zerrupft zu werden. Die Zeiten sind aber vorbei, inzwischen gibt es ebensoviele Anti-Apple-Fanboys und man kriegt so oder so mit einer der Parteien Ärger, aber längst nicht mehr so übel wie noch vor 10 Jahren.

    Trotzdem ist so ein Statement von Apple natürlich albern, aber mit Verlaub, das von Axel Springer auch. Schließlich hat man dort genügend Optionen, frühzeitig an ein Gerät zu kommen, ob Apple das nun will oder nicht; ist ja keine kleine Online-Redaktion ohne Resourcen, und die Trauer darüber, das nächste Mal nicht nach Cupertino eingeladen zu werden, dürfte sich auch in Grenzen halten – schließlich darf man bei CB ja noch nicht mal zu Presseterminen in Hamburg aus dem Stall raus…

    Ob Apple jetzt ASV Testgeräte und Einladungen gibt oder nicht, ist mit Verlaub so unwichtig wie der Sack Reis in China. Da gibt es ganz andere Sachen. Mir fällt z.B. die ehemalige Kollegin ein, die für ihr Blatt auf eine Telekom-Veranstaltung eingeladen war. Weil finanziell klamm, schrieb sie dann auch noch eine zweite Variante für Heise online. Kritischer.

    http://www.heise.de/tp/artikel/23/23975/1.html

    Die Telekom tobte, Heise sei auf der „schwarzen Liste“ und wenn sie für Heise schriebe, hätte sie niemals eingeladen werden dürfen.

    Nur dabei blieb es nicht: Die Telekom wurde beim Chef der Kollegin vorstellig, drohte diesem im Urlaub auf dem Handy damit, alle Anzeigen zu canceln, wenn er sie nicht rauswirft.

    Das konnte er gar nicht, weil ihr der Verlag gehörte.

    Dafür ging dieser dann pleite und sie mit, mußte zwangsweise noch eine Weile für Telepolis schreiben, obwohl der dortige Chef über einige ihrer moralischen Einstellungen verstimmt war und umgekehrt.

    Weiter ins Detail will ich nicht gehen (war ohnehin schon zuviel, auf meinem Blog gibt es aber auch andere solche Fälle), aber es gibt wirklich Schlimmeres als der Liebesentzug von Apple gegenüber CB. Das ist Kindergarten, ja, aber von beiden Seiten. Es mag unsouverän sein, wenn eine Firma sowas tut, aber mehr auch nicht, und es ist genauso unsouverän, da jetzt den großen Buhei draus zu machen. Mir persönlich ist es sogar lieber, so eine klare Ansage zu bekommen, als für einen Test monatelang hingehalten und veräppelt zu werden, wie es z.B. Yamaha gemacht hat. Wo mir eine klare Ansage „wir stellen für einen Test in der xxx kein Gerät zur Verfügung“ immer noch lieber gewesen wäre als das Rumgeeier von wegen „nächste Woche kommt es“ und dann platzt einem zum 3. Mal der Termin…trotzdem käme ich da auch nicht auf die Idee, öffentlich rumzumären drüber (ok, jetzt hab ichs zwar, aber nur als Beispiel, denn sorry, in dem Fall sag ich dann auch „dann wird das Gerät eben nicht getestet“ und fang deshalb nicht an zu heulen, so doll bezahlt ist das Testen ja nu eh‘ nicht und andere Firmen haben auch Telefone, Verstärker, Kameras oder was auch immer, ich bin da doch nicht von einer abhängig…).

  • @DL2MCD

    Arsch Berater?

    Nicht nur, dass das Niveau der Schreiber sinkt, nein, jetzt sinkt auch das Niveau der Kommentatoren.

  • @Tobias Gillen

    Du willst mir damit sagen, dass auf Eurer Website persönliche Beleidigungen geduldet werden?

  • @T. G.

    Mit unangenehmer Meinung kannst Du anscheinend nicht umgehen, wenn Du meine Kommentare nicht freischaltest.
    Ist ein Zeichen von Schwäche.

    • Nö, tue ich nicht, da bislang nur ein Kommentar von dir nicht freigschaltet wurde – und das nichtmal von mir (wobei ich ihn auch nicht durchgelassen hätte). Konstruktive Kritik finde ich nie unangenehm, deine penetrante, festgefahrene Meinung hingegen schon – das ist ein Unterschied.

  • @A. Berater: Wenn ich Dich frage, ob Dein Kürzel etwa „Gesäß-Berater“ heißen soll, wieso ist das für *Dich* eine Beleidigung?

    Da müßte sich doch eher der beleidigt fühlen, der sich von Dir beraten läßt. 😀

    SCNR

  • […] Apple-Produkte toll zu finden, das gibt es nicht. Nein, man muss sie lieben, verehren und vergöttern. Wahrscheinlich hat die Firma aus Cupertino mehr Gläubige als alle Religionen zusammen. Somit versteht es sich von selbst, dass alles, was die Firma mit dem Apfel-Logo herausbringt, perfekt ist. Fehler – die gibt es nicht. Deswegen kam es derletzt zum Eklat, als Magazine über #Bentgate bzw. #Bendgate berichteten. […]

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