Mehr als nur Marketing-Gag für Zuckerwasser? Coca Cola und British Telecom bieten kostenlosen Internet-Zugang an

Jürgen Kroder

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Alle Menschen sollten Zugang zum Internet haben. Ein Vorhaben, das nicht nur in Deutschland einer Mammut-Aufgabe gleicht und womit sich die Netzbetreiber schwer tun. In Südafrika wird gerade an einer guten Lösung gearbeitet.

Mehr als ein Marketing-Gag?

Wie die British Telecom bekannt gab, wird sie in bestimmten Gebieten von Südafrika kostenloses Internet ermöglichen. Allerdings nicht alleine, sondern zusammen mit Coca Cola.

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In speziellen Automaten des Getränkeherstellers sollen Router der britischen Telekom installiert werden. So kann man in deren Nähe gratis WiFi nutzen. Warum? Der offizielle PR-Text dazu liest sich so:

“The initiative forms part of Coca-Cola’s commitment to building sustainable communities by empowering the members of these communities. We believe that by giving them access to free WiFi we will enable students and school children in the area to increase their knowledge through research while also giving entrepreneurs and small business owners in the community the opportunity to manage some of their business aspects online.”

Dass Coca Cola Schüler, Studenten und Unternehmer unterstützen will mag eine gute Idee sein. Man kann sie aber als Pressegeplänkel abhaken. Das Konzept dahinter ist sicherlich ein anderes: Durch den kostenlosen Internet-Zugang werden sich Menschen vermehrt in der Nähe der Automaten aufhalten – und somit wahrscheinlich vermehrt die Getränke konsumieren.

Win-Win-Lösung für beide Seiten

Das Konzept ist natürlich nicht neu. Starbucks und McDonald’s bieten beispielsweise seit Jahren WiFi an. Ein Grund, warum ich auf Reisen diese Läden gerne aufsuche und dort natürlich mein Geld für Kaffee & Co. liegen lasse.

Dass Menschen mit einem Internetzugang zum Konsum verführt werden sollen, mögen viele kritisch sehen. Ich sehe aber dahinter das Ergebnis. Und das fällt positiv aus. Wenn es Telekom & Co. schon nicht von sich aus hinkriegen, flächendeckend Internet Access zu installieren, dann benötigt es eben finanzstarke Partner.

So entsteht eine Win-Win-Situation: Die Menschen kriegen den Zugang zum WWW – und das kostenlos. Die Kooperationspartner stärken ihr Image und pushen langfristig ihre Umsätze. Beide haben ihren Vorteil daraus. Deswegen sage ich: Bitte mehr davon! Und das nicht nur in Südafrika, sondern auch gerne bei uns.

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Bild: British Telecom

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Jürgen bezeichnet sich als Blogger, Gamer, Tech-Nerd, Autor, Hobby-Fotograf, Medien-Junkie, Kreativer und Mensch. Er hat seine unzähligen Hobbies zum Beruf gemacht. Und seinen Beruf zum Hobby. Obwohl er in Mainz wohnt, isst er weiterhin gerne die Maultaschen aus seiner Heimat.