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Kein großer Wurf: Auch Googles Nexus Player wird das Wohnzimmerproblem nicht lösen

Ekki Kern
Aktualisiert: 16. Oktober 2014
von Ekki Kern
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Nach Apple und zuletzt Amazon bietet nun auch Google mit seinem Nexus Player eine kleine Streaming-Box an. Per HDMI wird sie an den Fernseher angeschlossen und kann etwa Videos vom Smartphone auf den großen Bildschirm bringen. Doch die wirkliche Innovation ist wieder einmal ausgeblieben. 

Vor Filmen und Serien retten kann sich mittlerweile kein Zuschauer mehr. Längst vorbei sind die Zeiten, in denen man Sendungen im Fernsehen mitschneiden musste, um an langweiligen Fernsehtagen nicht auf das lineare Programm angewiesen zu sein. Allenfalls die Frage, wie man die Videos von Online-Mediatheken, Festplatten und Smartphones auf den großen Wohnzimmer-Fernseher streamen kann, ist noch immer nicht perfekt gelöst und nach wie vor nur etwas für Nutzer, die sich aus reinem Interesse mit dem technischen Schnickschnack beschäftigen. Nebenbei bemerkt: Auch die Möglichkeiten des Live-Fernsehens per Kabel, Sat oder DVB-T sind mit den gängigen Video-on-Demand-Lösungen bisher noch lange nicht nahtlos verzahnt.

Kommt Apples Fernseher noch?

Obwohl es mit Apple TV, jüngst Amazons Fire TV, zahllosen Streaming-Clients unterschiedlichster Hersteller oder auch dem Chromecast-Stick einfacher geworden ist, den Fernseher mit der heimischen Computer-Peripherie zu verbinden, fehlt nach wie vor eine wirklich universelle Lösung, die dem Nutzer das Gefühl gibt, auf wirklich alle Inhalte kinderleicht und komfortabel zugreifen zu können.

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Sicher setzten viele Menschen lange Zeit auch deshalb große Hoffnungen in ein Apple-Fernsehgerät, ist das nicht umsonst erfolgreiche iPhone-Unternehmen doch hinlänglich dafür bekannt, für komplexe Probleme einfache Lösungen zu finden, die sich an den limitierten technischen Fähigkeiten des Normalbürgers orientieren. Einzig, der Apple-Fernseher lässt auf sich warten, und die Nutzer müssen sich weiterhin mit mehr oder weniger praktischen technologischen Insellösungen zufrieden geben.

Immerhin: Der Nexus Player ist schick

Am diesem aktuellen Zustand, der wirkliche Innovation vermissen lässt, wird wohl auch der Nexus Player nichts ändern. Das zugegebenermaßen schicke runde Ding macht selbst der Apple-TV-Box in Sachen Design etwas vor, angeschlossen wird es ganz einfach per HDMI an den Fernseher. Auf dem Gerät läuft AndroidTV, im Lieferumfang enthalten ist eine Fernbedienung. Einen passenden Gaming-Controller baut die Firma Asus für Google.

Auch wenn das Gerät nicht der große Wurf ist, den man sich als Nutzer vom selbsterklären Alleskönner Google wünschen würde, kann es zumindest im Kleinen überzeugen: So unterstützt der Nexus Player etwa eine Synchronisationsfunktion, die es ermöglicht, Filme, die auf einem anderen Android-Gerät pausiert wurden, später an der selben Stelle fortzusetzen.

Praktisch ist auch, dass sich der Nexus Player per Sprachsteuerung bedienen lässt: Drückt man den Mikrofon-Knopf und nennt einen Filmtitel, sucht das Gerät in der Medienbibliothek. Vorinstallierte Apps sind etwa Netflix, Hulu, YouTube oder auch Plex, mit der sich die Videosammlung auf dem Computer praktisch verwalten lässt.

Zu kaufen gibt es den Nexus Player, der einen 1,8-GHz-Quad-Core-Prozessor verbaut hat und den WLAN-ac-Standard unterstützt, zunächst in den USA – für 100 US-Dollar. Der Controller soll 40 US-Dollar kosten.

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Ekki ist Medienjournalist und probiert Technologien gerne aus, entdeckt dabei aber nicht selten die Vorzüge des Analogen. Diskutieren über das alles kann man mit ihm ganz hervorragend, für die Zeitung schreibt er über Medien und Verbraucherthemen, privat für seinen Watchblog Radiowatcher.
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