Die Deutschen beklagen sich über zu langsames Internet. Wirklich?

Jürgen Kroder

allensbach-umfrage

Das Institut für Demoskopie Allensbach hat einen Kurzbericht zum Thema Internet-Geschwindigkeit veröffentlicht. Das Ergebnis: Die Deutschen sind unzufrieden. Einerseits. Andererseits lassen die Ergebnisse viel Spielraum für Interpretationen.

Negative Stimmung

Mit dem Titel „Nachholbedarf beim schnellen Internet vor allem in kleinen Gemeinden“ gab das Allensbacher Institut aktuelle Umfrageergebnisse heraus. Die Zusammenfassung lautet so: Sieben Prozent der deutschen Internetnutzer beklagen die mangelnde Breitband-Infrastruktur. In Wohnorten mit weniger als 5.000 Einwohnern läge die Unzufriedenheit sogar bei 13 Prozent. Das Resümee klingt also negativ.

Doch halt: Wenn sich sieben bzw. 13 Prozent beklagen – was ist dann mit den restlichen Befragten, die ja weit mehr als 80 Prozent ausmachen? Dieses Schaubild des Allensbacher Instituts gibt Aufschluß:

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Na also: Es sind zwar laut dieser Umfrage einige Deutsche mit ihrer Internet-Geschwindigkeit unzufrieden, aber der größte Teil sagte, ihm reiche der Speed aus. Somit ist eigentlich alles in Butter, oder?

Wie schnell ist „schnell“?

Nicht wirklich. Denn: Was ist denn genau langsames oder schnelles Internet? Das kann man einerseits an nackten Upload- und Download-Zahlen festmachen. Aber auch subjektiv: Für einen Power-User mag VDSL 50 schon schneckenhaft sein, für Menschen, die nur ein bisschen googeln, mag DSL 6000 ausreichend sein.

Über welche reale Internet-Geschwindkeit die Befragten verfügten, wurde von dem Institut wohl nicht abgefragt. Die Angaben basieren auf rein subjektiven Eindrücken, nicht auf tatsächlichen Fakten. Somit sollte man meiner Meinung nach das Ergebnis nicht als Spiegelbild der Nation ansehen. Es gibt lediglich eine Tendenz wieder.

Internet gehört zur Grundversorgung

Apropos Nation: Interessant noch ein Teilergebnis der Umfrage – nämlich, ob das Internet zu einem Grundbedürfnis gehört. Laut der Erhebung sehen mittlerweile 48 Prozent der Deutschen es als Pflicht des Staates an, den Menschen schnelles Internet zu gewährleisten. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg um acht Prozent.

grundversorgung

Ein Ergebnis, das mich nicht verwundert. Das Internet bzw. die Vernetzung der Menschen ist keine Randerscheinung mehr, sondern Alltag – dementsprechend steigt das Interesse an schnellen Verbindungen. Und das Bedürfnis, überhaupt einen Anschluss zu haben. Gerade bei diesem Thema darf man sehr gespannt sein, wie die Regierung den Wünschen der Bürger nachkommen wird. Bislang hat sie sich hier nicht gerade mit Ruhm bekleckert.

Wie seht ihr die Umfrageergebnisse: Stimmt die Stimmung? Können wir wirklich mit der Verfügbarkeit von Breitband-Internet im Großen und Ganzen zufrieden sein?

Bilder: IfD Allensbach

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Jürgen bezeichnet sich als Blogger, Gamer, Tech-Nerd, Autor, Hobby-Fotograf, Medien-Junkie, Kreativer und Mensch. Er hat seine unzähligen Hobbies zum Beruf gemacht. Und seinen Beruf zum Hobby. Obwohl er in Mainz wohnt, isst er weiterhin gerne die Maultaschen aus seiner Heimat.