Digitales

Schnelles Internet? Ja klar – aber nicht in Deutschland

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geschrieben von Jürgen Kroder

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Breitband. Ein Reizthema in der Bundesrepublik, über das gefühlt mehr diskutiert als gehandelt wird. Wie langsam unsere Internetverbindungen im internationalen Vergleich sind, zeigt eine neue Studie. Das Ergebnis fällt extrem ernüchternd aus.

Breitband – nun ja…

Videostreams, Game-Updates von mehreren Gigabyte, App-Downloads und Foto-BackUps auf Dropbox: Es gibt unzählige Situationen, in denen eine schnelle Internet-Verbindung Gold wert ist. Ein Genuss, in den viele Deutsche aufgrund des schleppenden Breitband-Ausbaus leider nicht kommen.

Wie kürzlich eine Auswertung von Netflix zeigte, ist der typische private Nutzer mit 3,52 MBit auf dem Video-Dienst unterwegs. Bei den ansässigen Firmen sieht es etwas besser aus: Wie das Statistische Bundesamt ermittelte , haben durchschnittlich 47 Prozent der deutschen Unternehmen eine Bandbreite von über 10 MBit.

Über ganz Deutschland gesehen geht man laut dem neuen „Akamai State of the Internet“-Report mit durchschnittlich 8,7 MBit ins Netz. Ist das schnell? Mitnichten. Im internationalen Vergleich surft man hierzulande mit Schneckentempo.

Platz in der Top-30 verfehlt

Zum Vergleich: In Singapur bietet der durchschnittliche Internetzugang 12,2 MBit und in Japan 15 MBit. Beim Spitzenreiter Südkorea sind 25,3 MBit an der Tagesordnung. Das heißt, in Fernost sind die Leitungen ungefähr doppelt bis dreimal so schnell wie in der Bundesrepublik. Im weltweiten Ranking ist Deutschland mit Platz 31 weit abgeschlagen von anderen Industrienationen.

Infografik: Deutsches Web: Zu langsam für die Weltspitze  | Statista

Was kann man dazu noch sagen? Nun ja … #neuland eben! 🙁

Bild: Statista


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Über den Autor

Jürgen Kroder

Jürgen bezeichnet sich als Blogger, Gamer, Tech-Nerd, Autor, Hobby-Fotograf, Medien-Junkie, Kreativer und Mensch. Er hat seine unzähligen Hobbies zum Beruf gemacht. Und seinen Beruf zum Hobby. Obwohl er in Mainz wohnt, isst er weiterhin gerne die Maultaschen aus seiner Heimat.

4 Kommentare

  • Das ist wirklich arm, und schlimmer noch das unsere Internet-Anbieter sich die Taschen vollstopfen mit völlig überteuerten und schlechten Leistungen. Zum Beispiel Vodafone LTE mit dem ich hier auf dem Land leider arbeiten muss da es nichts anderes gibt. In der Liste fehlt noch Bulgarien. Ich habe durch Kontakte und diverse Artikel neulich herausgefunden, dass die Internetanbindung im ärmsten Land der EU (!!!) um ein vielfaches besser sein soll als in Deutschland. Und zwar auch in den letzten Bergdörfern…

  • Hehe, während ich den Text schreibe, hänge ich parallel in der Warteschlange meines Anbieters. Dieser kündigte im November an, ich könne an meiner Adresse ab Januar 100MBit (aktuell max. 6 MBit) haben.

    Am Samstag war ich in der Stadt und laut Mitarbeiter in der Provider-Zentrale wären nun doch nur 50MBit möglich. Sie hätten bei der Telekom neu verlegte Glasfaserkabel angemietet und mehr als 50MBit würde sich für meinen Provider nicht lohnen. Aha?!

    Ok, ich gelangte gerade an die Hotline und die bestätigte mir 50MBit. Kostet mich mit 2 Flats 5€ mehr im Monat (bisher 40€ inkl. Flats), 5€ für ISDN, neue 24 Monate Mindestvertragslaufzeit und 150€ für eine Fritzbox, die man nehmen muss. Toll, erst im Herbst hatte ich mir eine Neue gekauft…

  • Regelmäßig wird mir ein 100 Mbit Anschluss angeboten – für „nur“ 50€ :-/
    Meine Antwort lautet regelmäßig, 6 Mbit für 20 € sind mehr als ich benötige – wären 3 Mbit günstiger, würde ich wechseln, aber 3 Mbit werden leider nicht günstiger angeboten 🙁
    Ich kann den Trend zu immer höheren Ubertragungsraten nicht nachvollziehen.

  • Die 8,7 sind der Durchschnitt. Hätten alle Anschlüsse 8,7 Mbit wäre es ja noch ok aber leider krebst man in manchen Gegenden noch mit 2Mbit oder weniger rum.

    Ein Freund wohnt in einem Neubaugebiet (!) in einem Vorort von Köln. Da gehen auch nur 2Mbit.

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