Hardware

Arctic P614 BT im Test: Qualitativ hochwertige Bluetooth-On-Ears für den kleinen Geldbeutel

P614 BT Arctic
geschrieben von Tobias Gillen

P614 BT Arctic

Bei Kopfhörern bin ich penibel. Und anspruchsvoll. Bisweilen sogar anstrengend. Auch wenn ich sicher nicht der Fachmann für die technischen Spezifikationen im Bereich der Akustik bin, so habe ich doch ganz genaue Vorstellungen von einem guten Kopfhörer. Im Test musste sich in den vergangenen Wochen der Arctic P614 BT meinen Ansprüchen stellen.

Verbindung via NFC-Pairing

Die Verpackung des mit 90 Euro vergleichsweise günstigen Arctic P614 BT wirkt wertig und stabil. Im Inneren wird schon an der Verstauung der einzelnen Elemente deutlich, dass Arctic bei seiner Bluetooth-Version des P614 nichts dem Zufall überlassen hat. Mitgeliefert wird neben dem Kopfhörer noch die Bedienungsanleitung, ein Micro-USB-Kabel und  eine Ledertasche für den Transport.

Wie üblich bei Bluetooth-Geräten, empfiehlt es sich, sie mit einem Handy zu koppeln. Das funktioniert mit den P614 BT problemlos und schnell, wenngleich es mit dem iPhone mit der Zeit immer wieder mal zu Verbindungsproblemen kommt. Über NFC-Pairing sollen sich entsprechende Geräte noch einfacher verbinden lassen.

Angenehmer Tragekomfort

Die Akkuleistung gibt Arctic mit 30 Stunden aus, was in der Testnutzung – grob überschlagen – eine optimistische Angabe ist. Trotzdem reicht eine Akkuladung locker für mehrere Tage oder etliche Stunden Dauerhören.

Der Klang steht im sehr subjektiven Vergleich dem von teureren Modellen in nichts nach. Im Gegenteil: Bei einem Gerät aus der Preisklasse erwartet man nicht zwingend solch brilliante Leistung. Übrigens auch nicht eine so saubere Verarbeitung der einzelnen Komponenten. Das führt dann auch dazu, dass die P614 BT gut sitzen und auch nach mehrstündigem Musikhören nicht schmerzen.

xP614BT_F04.jpg.pagespeed.ic.Nq4tBnxUQp

Telefonfunktion floppt

Die Steuerung ist ebenfalls gut gelöst. Ich konnte mich bei anderen Modellen nie ganz mit der Steuerung anfreunden, da ich mich ständig verdrückt habe. Bei den P614 BT hat man sich für zwei Buttons und ein Clickwheel entschieden, was die Unterscheidung relativ einfach macht.

Leider im Gegenteil zur Telefonfunktion. Denn gerade in lauteren Umgebungen ist der P614 BT-Träger kaum zu verstehen. Das hat die Bluetooth-Konkurrenz, etwa bei den Beats, deutlich besser gelöst. Auch, dass es dort ein optionales Kabel gibt, über dass die Kopfhörer mit dem Smartphone ganz ohne Bluetooth verbunden werden können. Das hat gleich mehrere Vorteile: Man ist über das Headset am Kabel besser zu verstehen und kann seine Kopfhörer auch dann noch nutzen, wenn man das Laden mal vergessen hat.

Natürlich: Man kauft sich keine Bluetooth-Kopfhörer, um sie dann mit einem Kabel zu verbinden. Hin und wieder ist das aber durchaus praktisch.

Ein kleineres Manko ist die Tatsache, dass die P614 BT nicht faltbar sind. Dadurch hat man immerzu Angst, sie in die Tasche oder den Rucksack zu stecken. Das ist bei Modellen wie den Beats anders. Die werden rechts und links eingeklappt und bilden in der Tasche ein kompaktes Paket, bei dem ich mir weniger Sorgen um mögliche Transportschäden mache.

Fazit: Tolles Gerät trotz kleiner Abstriche

Was lässt sich also für ein Fazit ziehen vom P614 BT? Wer einen schicken, gut verarbeiteten und qualitativ hochwertigen Bluetooth-Kopfhörer sucht und dafür keine Unsummen ausgeben möchte, ist hier definitiv richtig gut beraten. Abstriche muss man hingegen beim Transport und der Telefonfunktion machen, zudem wäre ein optionales Kabel wünschenswert. Für 90 Euro (exkl. Versand) kann man in jedem Fall nicht viel falsch machen.

Offenlegung: Das Gerät wurde uns vom Hersteller für den Test zur Verfügung gestellt.


Vernetze dich mit uns!

Like uns auf Facebook oder folge uns bei Twitter


Über den Autor

Tobias Gillen

Tobias Gillen ist seit August 2014 Chefredakteur und seit Mai 2015 Geschäftsführer von BASIC thinking. Erreichen kann man ihn immer per E-Mail oder in den Netzwerken.

1 Kommentar

  • Toller post. Mit den Arctic P614 BT kann man wirklich nichts falsch machen.
    Und einen Tipp zum Preis. Bei Amazon bezahlt man bis Ende März nurnoch 40 Euro 😉
    Mit freundlichem Gruß
    Christian

Kommentieren