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Nur nicht aufregen: Wut-Tweets erhöhen das Herzinfarkt-Risiko – der anderen

Jürgen Kroder
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Seine schlechten Laune auszuleben, das befreit. Nur sollte man auf Twitter nicht zu aggressiv sein, denn das hat negative Auswirkungen auf den Gesundheitszustand des Umfeldes. Das besagt eine kürzlich veröffentlichte Studie.

Hass ist schlecht fürs Herz

Während die meisten Menschen versuchen, im täglichen Miteinander des realen Lebens ihre gute Kinderstube zu bewahren, toben sich viele im Internet aus. Das virtuelle Alter Ego scheint das ausleben zu dürfen, was man ansonsten anstaut. Im Web seiner Wut freien Lauf zu lassen – das tut wohl gut. Ja, aber nicht für die Mitmenschen.

Wie Forscher von der University of Pennsylvania herausgefunden haben, können negativ verfasste Tweets das Herzinfarkt-Risiko erhöhen. In ihrer Arbeit mit dem Titel „Psychological Language on Twitter Predicts County-Level Heart Disease Mortality” erklären sie ihre Erkenntnisse.

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„Hass“ gegen „wunderbar“

Verschiedene Faktoren beeinflussen das Herzinfarkt-Risiko, zum Beispiel ungesunde Ernährung, Stress, Rauchen oder auch ein niedriges Einkommen. Wie man nun herausgefunden hat, kann Twitter ein weiterer, großer Faktor sein. Für diese Erkenntnis wurden laut „The Telegraph“ für die kürzlich veröffentlichte Studie Tweets aus dem Jahre 2009 und 2010 ausgewertet.

Die Wissenschaftler kamen zu der Erkenntnis, dass in Gemeinschaften, in denen Worte wie „Hass“ oder Kraftausdrücke auf Twitter verwenden, Menschen öfter an Herzinfarkt sterben, als wenn positive Begriffe wie beispielsweise „wunderbar“ oder „Freund“ getwittert werden.

Die eigenen Tweets wirken sich auf andere Menschen aus

Wichtig ist: Nicht die wütenden Twitterer selbst kriegen ein erhöhtes Herzinfarkt-Risiko, sondern ihr Umfeld. Denn im Umfeld werden laut einer australischen Assistenz-Professorin, die an der Studie mitgewirkt hat, negative Emotionen ausgelöst, die weitere Folgen haben: Man isst schlechter, trinkt eher Alkohol oder isoliert sich – was zu einem erhöhten Herzinfarkt-Risiko führt. Die Symptome sollte jeder kennen, der schonmal einen Shitstorm hinter sich bringen musste.

Kurz gesagt: Wer auf Twitter seinen seelischen Ballast ablässt, schafft sich selbst Befreiung, beeinträchtigt aber die Gesundheit der anderen. Eine Erkenntnis, die nun hoffentlich den einen oder anderem dazu ermuntern sollte, mehr auf das zu achten, was er zwitschert. Das sorgt für ein besseres, gesünderes Miteinander. Und ist meistens auch besser fürs eigene Image.

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Jürgen bezeichnet sich als Blogger, Gamer, Tech-Nerd, Autor, Hobby-Fotograf, Medien-Junkie, Kreativer und Mensch. Er hat seine unzähligen Hobbies zum Beruf gemacht. Und seinen Beruf zum Hobby. Obwohl er in Mainz wohnt, isst er weiterhin gerne die Maultaschen aus seiner Heimat.