Hardware

Optische Täuschung bei Kickstarter: Die C64-Hülle gaukelt ein Comeback des Kult-Computers vor

c64_huelle
geschrieben von Jürgen Kroder

c64_huelle

Auf Kickstarter wird ein Replika des Commodore 64 angeboten. Halt, nein, stimmt nicht ganz. Ein neues Crowdfundingprojekt bietet deutlich weniger, verspricht aber mit tollen Bildern etwas, was es nicht gibt.

Kult!

Wie kriegt man die Augen von mittlerweile gereifte Herren wie mir noch zum Leuchten? Ganz einfach: Man muss nur „C64“ sagen, schon durchfährt ein gewaltiger Adrenalinschub meinen Körper und ich schwelge für Stunden in „den guten, alten Zeiten“.

Somit ist es verständlich, dass ich beim Herumstöbern auf Kickstarter in Ekstase verfiel, als ich ein Projekt zum Commodore 64 fand: Ein gewisser Dallas Moore bietet hier einen C64 an. „Wo ist der Spenden-Button?“ zuckte es sofort durch mein Hirn. „Haben will!“, sagte mein Unterbewusstsein immer wieder.

Zum Glück konnte ich mich beherrschen, las den Projekt-Text genau und eine große Ernüchterung machte sich breit.

c64 huelle transparent

Leere Hüllen mit großen Erwartungen

Denn: Wenn man auf die Seite gelangt und schnell nach unten scrollt, könnte man den Eindruck erhalten, Mr. Moore würde eine Neuauflage des Volkscomputers anbieten. Lauter schöne, gerenderte Bilder schüren diese Hoffnungen.

c64 huelle

Pustekuchen!

Der Bastler hat angeblich Original-Gussformen der Tastatur gefunden, mit denen er neue C64-Hüllen pressen will. Ja, richtig gelesen: Nur die Hülle des Commodore-Heimcomputers soll in verschiedenen Farben zum Leben erweckt werden. Zum Preis von 35 US-Dollar (zzgl. 20 Dollar Versandkosten) kriegt man noch drei Schrauben zum Zusammenschrauben des Ober- und Unterteils, vier Gummifüße und einen kleinen Aufkleber (auf 500 Stück begrenzt) geliefert. Das war’s.

Ein Vorgaukeln von nicht ganz korrekten Tatsachen

Die vermeintliche C64-Neuauflage bietet also kein Platine, keine Anschlüsse und auch keine Tasten. Nichts davon, was man auf den ersten 12 Bildern der Kickstarter-Seite zu sehen bekommt. Stattdessen soll man zirka 50 Euro für zwei Plastikhüllen investieren.

Puh. Ich muss sagen, ich bin enttäuscht. Und fühle mich etwas verarscht.

Ja, Dallas Moore erwähnt bereits in der Überschrift und im Text, was man erhält: neue C64 Cases. Doch die Bildsprache sagt etwas anderes: Sie gaukelt einem vor, man könne hier eine Replika des Kult-Computers erhalten. Oder zumindest eine Tastatur im bekannten Commodore-Design.

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Man weckt also mit Hochglanz-Fotos bei den Retro-Fans Erwartungen, die nicht erfüllt werden. Ob das der Grund ist, dass das Crowdfunding-Projekt mittlerweile massiv überfinanziert wurde? Statt den angepeilten 10.000 Dollar wurden von rund 600 Unterstützern schon 65.000 Dollar überwiesen.

Sind das alles C64-Fans, die wirklich nur eine Hülle haben wollen? Ich bezweifle es…

Bilder: Dallas Moore / Kickstarter

 


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Über den Autor

Jürgen Kroder

Jürgen bezeichnet sich als Blogger, Gamer, Tech-Nerd, Autor, Hobby-Fotograf, Medien-Junkie, Kreativer und Mensch. Er hat seine unzähligen Hobbies zum Beruf gemacht. Und seinen Beruf zum Hobby. Obwohl er in Mainz wohnt, isst er weiterhin gerne die Maultaschen aus seiner Heimat.

29 Kommentare

  • Doch tun sie! Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Leute bereit sind das Geld für eine neue Hülle auszugeben. Ich gehöre auch dazu!

  • Was hätte man denn noch zusätzlich schreiben sollen, damit du dich nicht verarscht fühlst? Überhaupt keine Hülle anbieten? Man erwähnt doch ehrlich, um was genau es geht. Man kann den eigenen C64 damit in ein neues Gewand stecken, oder aber einen Pie o.Ä. einbauen.

    Auch die übliche eBay-Taktik, bei der man den Karton eines iPhone erhält, wird nicht angewandt.

    Also nur, weil man lieber einen tatsächlichen C64 erhalten würde, ist das Ganze ja keine Verarschung. Ich persönlich kann die Kritik nicht nachvollziehen.

  • @Bo Ja, sie erwähnen im Text, dass es sich nur um die Hülle handelt. Aber in den ersten 12 Bildern sieht man die Hülle plus Keys + Anschlüsse – das ist eine täuschende Text-Bild-Schere. So wie man es aus der Werbung kennt, wo Fertigessen wie echtes Essen frisch von Mutti zubereitet mit allerlei Krimskram drumherum superlecker aussieht – aber in der Verpackung befindet sich eine matschige Plörre.

    • Lieber Jürgen Kroder!

      Wenn du das Kickstarter Projekt eine Weile mitverfolgt hättest, dann hättest du auch bestimmt mitbekommen woher die schön gerenderten Bilder stammen. Einer der C64 Fans hat sich die Mühe gemacht, diese Bilder den anderen bereitzustellen, damit man einen ungefähren Eindruck bekommt, wie die Gehäuse später ausschauen werden. Und ich muss zugeben, dass die Bilder sehr gut an die Realität kommen.
      Jeder der Geld für ein Kickstarter Projekt ausgibt, wird wohl so viel Verstand haben sich den Text der Aktion durchzulesen. Sogar in der Überschrift steht klar und deutlich:
      „Colored Computer Housings Pressed From Original Molds!“ Was für mich nicht den Anschein eines Schwindels hat.
      Die Abwicklung des ganzen Unterfangens hat problemlos funktioniert und ich bin sehr froh darüber die Gehäuse gesponsert zu haben.

      Vielleicht ist es der Neid, dass jemand so ein Projekt zustande gebracht hat, das dich so schlecht darüber schreiben lässt? Ich weiß es leider nicht.

  • #Aufschrei!
    #BloggerZuBlödZumLesen 🙂

    Ich vermute das Projekt ich genau deswegen so erfolgreich, dass man keinen Raspberry Pi irgendwo verpackt oder einen Aufkleber auf China Gadget klebt, sondern original Hardware (die ja gerne an der Sonne/ den Jahren verbleicht) aufpeppt.

    Die Geschichte mit den Original Gussformen ist auch schön, macht das Projekt erst recht interessant.
    Und ist gar nicht so unwahrscheinlich, Gussformen kosten ordentlich Geld und tauchen gerne wieder auf. Die Retro-Gemeinde hat mal plötzlich festgestellt, dass gewisse Zahnbohrmaschinen genau so wie die alten Atari Jaguar aussehen- man hat die Formen aus der Insolvenzmasse rausgekauft und zweckentfremdet.

    Ich möchte keinesfalls verarschende Ebay Verkäufer- kleingedruckt „nur OVP“ verteidigen, aber hier wird der Inhalt der Kickstarter Aktion offen kommuniziert.
    Man muss sich ja nicht nach dem dümmsten Kunden richten, das Gehäuse wird ja später nicht in der Vitrine stehen, sondern einen C64 beinhalten, das darf man ruhig zeigen.

    P.S. Und da sind sehr wohl C64 Rechner abgebildet. Klar erinnert man sich vor allem an den klassischen Brotkasten, später gab es den Rechner im neuen Gehäuse. C128 hatte ein ähnliches Gehäuse, aber z.B. waren die Funktionstasten ganz anders angeordnet.

  • Oh, ich muss mich korrigieren. Es handelt sich in der Tat um den C64 II, der 1987 nach dem Vorbild des C128 designed wurde. Hatte ich als Jugendlicher schon gar nicht mehr mitgekriegt.

    Anyhow. Der einzig echte wahre C64 ist der in der Brotdose.

  • Ich bin mir trotz aller neunmalklugen Kommentare hier sicher, dass die meisten Leute zumindest noch mit Tasten rechnen.

  • Ich habe das Projekt gebacked.
    Da steht in der Kampagne „Commodore 64C Computer Housings Pressed From Original Molds!“. Also „Gehäuse, mit orginal Formen gepresst.“ Als Überschrift. H1. Ganz groß.

    Ganz unten in der Kampagne sind auch Bilder zu sehen, wie das transparente Gehäuse ohne Inhalt aussieht, und nirgendwo ist die Rede davon, dass man einen C64 bekäme.

    Sorry Leute, wer zu doof oder zu faul ist zum Lesen der sollte die Finger von weltweiten Hochgeschwindigkeitsnetzen lassen.

  • Wie Thomas bereits schrieb. In der DICKEN FETTEN Überschrift des Kickstarter-Projekts ist klar von Housings die Rede. Um mehr ging es hier nie. Dallas hat dies auch in den einschlägigen Foren ganz klar und deutlich formuliert. Für die sehr aktive C64-Szene super interessant, ich selbst bin mit 3 Gehäusen dabei und freu mich wahnsinnig drauf – kein Wunder, dass so viel Geld zusammengekommen ist.
    Für mich als Backer sind die Abbildungen klasse, weil man sich sonst nur Bilder im Kopf ausmalen kann.

    Hier von einer Mogelpackung zu sprechen ist gelinde gesagt eine Sauerei.

    Dieser Blog ist viel eher eine Mogelpackung: Es fehlt das THINKING in Basic Thinking.

  • @Stimme der Vernunft: Das kann ich so nicht stehen lassen.
    Denn auch wenn da mit Worten steht, dass es sich nur um eine Hülle handelt – was ja auch so in meinem Text drinsteht – rufen die Bilder ganz andere Assoziationen hervor.
    Das ist so wie bei vielen Lebensmitteln: Auf der Milch-Verpackung des Billig-Discounters mag zwar „Milch“ stehen und jedem dürfte klar sein, dass man für wenige Cent kein Bio, Öko oder ein Erzeugnis von freulaufendne Tieren erwarten kann, aber die abgedruckten Bilder von glücklichen Kühen auf saftig-grünen Wiesen übertünchen das.
    Wie gesagt: Was ich hier anprangere ist die Text-Bild-Schere. Und das, wie massiv die eingesetzt wird.
    Wenn es nur 1-2 Bilder mit Tasten oder Anschlüssen gegeben hätte, nun gut, das wäre unschön. Aber die ersten 12 (!) Fotos/Renderings zeigen Hülle PLUS Tasten!! Das ist dreist!

  • …in diesem Zusammenhang hier mal ein bisschen Werbung für neue C64-Produkte der letzten Zeit:

    Einen „echten“ C64 in Neuauflage (so echt, wie es nur eben geht) gibt’s mittlerweile auch: den „C64 Reloaded“ von Individual Computers. Das ist dann aber „nur“ eine teilbestückte Platine (zusätzlich erforderliche Chips sind im Shop separat bestellbar). Insofern ist es doch passend, dass es neue C64-Gehäuse gibt/gab (auch, wenn’s lediglich die Gehäuseform des C64C aka C64-II ist).

    Der C64R wird im iComp-Shop übrigens nur peu à peu zum Verkauf angeboten. „Nicht lieferbar“ ist also nicht gleichbedeutend mit ausverkauft. In dem Fall einfach später noch mal vorbeischauen.

    Übrigens, für die Kickstarter-Gehäuse benötigt man ebenso wie bei originalen C64C-Gehäusen für Einbau einer Tastatur noch Tastaturabstandshalter. Die werden weder mit den Gehäusen noch mit dem C64R mitgeliefert. Zum Glück hat C64-Szenemitglied Tommes welche neu entworfen und bei Shapeways bereitgestellt, wo sie geordert werden können.

    Apropos Tastatur: auch die muss man sich noch irgendwoher besorgen; neu produzierte C64-Tastaturen gibt’s noch nicht. Nur neuproduzierte C64-Tastenkappen in verschiedenen Farben auf Indiegogo.

  • Ach so, und Du hast gedach Du bekommst für 35.- Dollar einen neu produzierten C-64???

    Ernsthaft???

    Wer verarscht hier eigentlich wen? Dein Artikel ist genauso schlampig recherchiert wie er unnötig ist.
    Du versucht ein erfolgreiches und für die Szene wichtiges Projekt kaputt zu schreiben und ich frage mich ernsthaft: Warum???

  • Es wurde gar nichts vorgegaukelt,sondern von Anfang an war klar,das es sich um Leergehäuse handelt..Offensichtlich ist der Autor der Englischen Sprache ganz und gar nicht mächtig..

    Und ja,letzr Woche sind vier Gehäuse bei mir eingetroffen

  • Liebe erboste Kommentatoren,

    ihr werft mir teilweise vor, ich hätte den Kickstarter-Text nicht gelesen, würde zudem unter Blindheit und geringer Geistesleistung verfügen und wäre der englischen Sprache nicht mächtig. Nein, so ist das nicht. Hättet ihr meinen Text _richtig_ gelesen, wüsstet ihr, um was es hier geht!

    Mir ist und war sehr wohl bewusst, dass hier kein fertiger C64 verkauft wird. Das steht ja auch so in meinem Text. Und als einer, der selbst mit dem „Brotkasten“ aufgewachsen ist, hat mich das Projekt erfreut.

    Aber wie es in meinem Text deutlich steht, prangere ich die Aufmachung an! Ich zitiere meine Worte gerne nochmals: „Die vermeintliche C64-Neuauflage bietet also kein Platine, keine Anschlüsse und auch keine Tasten. Nichts davon, was man auf den ersten 12 Bildern der Kickstarter-Seite zu sehen bekommt. “

    Was mich also deutlich störte, ist die Bild-Text-Schere! Die Render-Pics (die wahrlich gelungen sind) zeigen etwas, was man nicht bekommt. Das ist wie in der Werbung, wo man auch nur gut aussehende, fröhliche Menschen, leckeres Essen und Dergleichen sieht, was dann mit der Realität nur wenig gemeinsam hat. Das ist auch eine Art der Täuschung, ein Drahtseilakt zwischen erlaubte Schönfärberei (darum geht es ja in Werbung) und Verarschung.

    Deswegen frage ich: Warum hat der Iniator des Kickstarter-Projektes nicht einfach nur die Hülle gezeigt, wenn es darum geht? Weil es „unsexy“ wäre!

  • Ach Blödsinn. Du unterstellst ja in Deinem letzten Satz sogar den Unterstützern, daß sie zu blöd sind, zu begreifen, daß es hier nur um Gehäuse geht („Sind das alles C64-Fans, die wirklich nur eine Hülle haben wollen? Ich bezweifle es…“).

    • Nein, ich unterstelle niemandem, dass er blöd ist.

      Aber: Warum „lockt“ der Initiator der Kampagne mit Bildern von einem kompletten C64? Warum zeigt er in seinem Aufmacher und den Bildern darunter nicht das, was man wirklich bekommt? Weil das die Leute, die schnell über die Seite drüber scrollen, nicht so angesprochen hätte. Er hat also mit den nicht ganz richtigen Versprechungen einen Eyecatcher eingesetzt, der sich nur auflöst, wenn man den Text liest.
      Da aber Bilder bekanntlich mehr sagen als 1000 Worte, war man zuerst von den Bildern gefangen.

      Eben so, wie es in der Werbung auch läuft: Man sieht Bilder von glücklichen Kühen auf grünen Wiesen. Jedem dürfte klar sein, dass das Produkt, z.B. der Käse, nicht von diesen Kühen stammt. Und das steht da wahrscheinlich auch nirgends auf der Verpackung. Aber unser Auge bzw unser Gehirn fängt sofort eine Assoziationskette an: Käseverpackung mit glücklichen Kühen darauf >> bio, natur, gesund >> gut für mich >> muss ich kaufen.

  • Übrigens ist es vollkommen okay, nicht nur die Hülle zu zeigen, sondern den gesamten Rechner. Man will ja schließlich sehen, wie das fertig zusammengebastelte Produkt dann aussehen könnte. Handy-Hüllen werden i.d.R. auch immer mit Handy abgebildet. Wenn da einer so blöd sein sollte, und glaubt, da ist dann für 6,95 auch gleich noch das Handy mit dabei, dem ist dann eh nicht zu helfen. Der würde auch einen Satz wie „Handy nicht im Lieferumfang“ nicht richtig deuten können.

    • Es spricht nichts dagegen, auch mal das komplette Ding zu sehen. Das ist vollkommen legitim und auch schön anschaulich. Aber fast nur solche Bilder zu zeigen, das ist zu viel! Das geht für mich in Richtung Verbrauchertäuschung.

      Ja, mir ist klar, in der Überschrift und der Beschreibungstext steht, worum es geht. Aber wie wir alle wissen, sagen Bilder mehr als 1000 Worte!

      Und deswegen frage ich nochmals: Warum zeigt der Initiator fast ausschließlich Bilder von einem Produkt, das es so nicht gibt? Warum schmückte er seine Kampagne nicht größtenteils mit den leeren Hüllen aus und setzt dann am Ende 1-2 Bilder drunter, wie es komplett aussehen könnte?

      Ich behaupte mal: Weil ansonsten die Kampagne auf den ersten Blick nicht so gut gewirkt hätte. Denn die meisten Menschen scrollen sich erst einmal durch die Teaser und schauen sich die Bilder an, bevor sie Text lesen. So wurden sie mit einem Versprechen angelockt, das aber so nicht ganz stimmt. Eben typisch Werbung.

  • Hi Jürgen,
    ich würde behaupten, dass du dich ein wenig in die Sache hineingesteigert hast. Ohne weitere Recherche deinerseits zwar nachvollziehbar, aber in diesem Fall unangebracht, da nicht der Realität (heißt: dem Wissensstand der Backer) entsprechend. Es sieht mehr nach ein wenig Sensationslust aus. Ich verweise hier auf deine Headline.

    Ich bin derjenige, der die Renderings erstellt hat. Zum Einen weil der Wunsch aus der Community kam und zum Anderen, da ich selber sehen wollte, wie die Gehäuse mit Tastatur wirken. Des Weiteren ging es ja auch darum, das transparente Gehäuse darzustellen, da es davon ja keine Fotos geben konnte. Dieses Gehäuse kam aber auch zeitlich erst später dazu, da es sich um ein Stretchgoal handelte.

    Zum Zeitpunkt des erfolgreichen Fundings waren noch keine Renderings von mir zu sehen. Das nur mal zum zeitlichen Ablauf. Nach 24h war das Projekt finanziert und nach ca. 3 Tagen schon um die 250% überfinanziert.

    Ich habe direkt am ersten Tag das Projekt unterstützt, d.h. mit finanziert. Nach einigen Tagen dann Kontakt mit Dallas aufgenommen und ihm angeboten Renderings zu erstellen. Er sagte zu und freute sich über das Angebot.

    Die ersten Renderings waren nur das Case in allen Farben, danach wurden dann auch die Gehäuse mit heller Tastatur visualisiert. Zudem kam aber der Wunsch von den Backern, ob man nicht auch die alte, dunkle Tastatur zeigen könne. Das habe ich dann auch umgesetzt. Bei neuen C64 Gehäuse in anderen als den original Farben geht es den zukünftigen Besitzen natürlich darum zu sehen, wie es später aussieht, da die Tastaturen ja aus einer Speermaschine stammen müssen. D.h. wenn z.B. die beige und/oder braune Tastatur so gar nicht zu einem sagen wir mal roten Case passen hätte man wohl kein Interesse mehr an einem roten Gehäuse, selbst wenn rot die eigene Lieblingsfarbe ist, oder?

    Nicht einen, den ich in deutschen oder englischen Foren gesehen habe, sprach von Vortäuschung und bei der Menge an Backern hätte das wohl auftauchen müssen, wenn die Backer das so empfunden hätten.

    Man sollte hier nicht außer acht lassen, dass es sich nicht mehr um einen Computer für die Massen handelt, auch wenn er das mal war. Dieses Teil benutzen nur noch Fans und die sehen sich solche Projekte immer ganz genau an, fragen per Kommentarfunktion oder in verschiedenen Foren immer ganz genau nach. Jede kleinste Information ist bis ins Kleinste in den Foren diskutiert worden.

    Ich kann deine Argumentation zwar komplett nachvollziehen, sehe aber hier nicht deren Anwendung. Vielleicht helfen dir meine Ausführungen diesen speziellen Fall etwas differenzierter zu sehen.

  • Au Backe,

    selbst ich, der Texte in der Regel nur zu überfliegen pflegt habe kapiert dass es sich dabei um ein Gehäuse handelt und dass die Bilder lediglich das darstellen was man bekommt wenn man seinen eigenen C64 aus dem alten Gehäuse in eines der neuen Gehäuse verpflanzt.

    Du hängst Dich an den Bilder auf? Herrjeh…

  • Ich hab nie Verstanden warum auf den Bildern von Lebensmittel Verpackungen „Serviervorschlag“ steht, da ja offensichtlich nicht das drin sein kann was auf den Bild zu sehen ist.

    Dann lese ich solche „Erbsenzählende“ Leute wie Herrn Kroder, und verstehe warum.

  • Oh Man,

    das ist ja sowas von jämmerlich. Ich werde das nächste mal auch anfangen zu blogen, wenn ich z.B. auf einen Haufen Hundescheiße getreten bin oder mir aus versehen die falsche Zeitung gekauft habe. „Wieso hat man mich den nicht genau drauf hin gewiesen, bzw. gewarnt“. – Ich lach mich schlapp! :-))

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