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Das Doro Liberto 820 Mini im Test, Teil 1/2: Ein Junior testet ein Senioren-Handy – der Ersteindruck

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geschrieben von Jürgen Kroder

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Wir bei BASIC thinking lieben es zu experimentieren. Deswegen habe ich mir für diesen Produkttest kein schickes, flaches, edles oder schnelles Smartphone besorgt, sondern ein Handy für Senioren. Eine ungewöhnliche Erfahrung.

Künstliche Alterung

Obwohl ich mich mit meinen fast vierzig Jahren noch sehr fit und jung fühle, musste ich mich für diesen Test bewusst älter machen. Zumindest tat ich so, als wäre ich zirka 25 bis 35 Jahre älter.

Warum? Weil das Doro Liberto 820 Mini kein gewöhnliches Smartphone ist. Wie alle Geräte des schwedischen Unternehmens Doro richtet es sich an Senioren. Eben an Menschen, die auch mit 60, 70 oder 80 am modernen Leben teilhaben wollen, in dem Handys nicht mehr wegzudenken sind.

Nachdem Doro in den letzten Jahren verstärkt auf Feature Phones setzte, wendet man sich mit der Liberto-Reihe mittlerweile auch dem Segment der Smartphones zu. Das Liberto 820 Mini ist das neueste Modell, das kürzlich auf dem Mobile World Congress vorgestellt wurde. Ich habe es getestet und dabei versucht, das „Rentner-Handy“ durch die Brille der Zielgruppe zu sehen.

Guter Ersteindruck beim Unboxing

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„Wow, da kriegt man ja echt Einiges fürs Geld“ – das war mein erster Gedanke, als ich die Verpackung des Liberto 820 Mini in meinen Händen hielt. Anstatt wie viele Anbieter auf eine möglichst schlankes und leichtes Paket zu setzen, bringt es diese Verpackung inklusive Inhalt auf fast 700 Gramm. Mit seinen 16 x 12 x 18 Zentimetern sind auch die Abmessungen ordentlich. Der Ersteindruck fällt also gut aus. Zumal das Liberto 820 Mini lediglich 170 Euro kostet. Dafür hätte ich deutlich weniger Hülle und Gewicht erwartet.

Wenn man die Verpackung öffnet, wird klar, warum sie so schwergewichtig daherkommt. Innen drin erwarten einen neben dem Smartphone, dem Akku, den Kopfhörern und dem Ladegerät auch noch eine Dockingstation. Und – das dürften die meisten Handy-Käufer schon lange nicht mehr gesehen haben – eine umfangreiche Betriebsanleitung in sechs verschiedenen Sprachen ist ebenfalls vorhanden. Zudem wurde ein kleines Aufklappposter beigelegt, auf dem Begriffe wie Android, App, Cloud Storage, E-Mail oder Blutooth erklärt werden.

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Das neue Liberto-Modell selbst ist ein Fliegengewicht: Gerade mal 120 Gramm brachte es auf meine Waage. Mit seinen Maßen von 12,6 x 6,6 x 1,1 Zentimetern bietet es ebenfalls kompakte Maße. Dementsprechend klein fällt der Bildschirm aus: Er ist gerade mal vier Zoll groß. So wird das Handy seiner Bezeichnung „Mini“ gerecht. Ob das Sinn macht? Ich weiß nicht so Recht. Gerade ältere Menschen leiden unter Sehproblemen. Aber Liberto wird schon wissen, warum sie als Spezialisten für „Silver Generation“-Devices ein derartiges Smartphone auf den Markt bringen. Ich verstehe es nicht so ganz.

Fummeliger Start

Bevor man das Liberto 820 Mini starten kann, gilt es, den Akku und die SIM-Karte einzulegen. Hierfür muss wie bei allen Handys (zumindest bei denen man die Batterie wechseln kann) der Plastik-Rückseite entfernt werden. Für ältere, ungeübte Menschen dürfte das in eine schweißtreibende Fummelei ausarten. Schade, dass Doro hier keinen einfacheren Weg gewählt hat.

Was aus meiner Sicht ebenfalls nicht optimal gelöst ist: Der Ein/Aus-Schalter befindet sich auf der linken Seite unter dem Lautstärkeregler. Da kann es leicht mal zur Verwechslung kommen. Eine Position an einer anderen, eindeutigeren Stelle – wie zum Beispiel auf der Kopfseite – wäre besser gewesen.

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Zwischenfazit

Ein Smartphone für Senioren zum kleinen Preis: Da hat man natürlich ganz andere Erwartungen als bei anderen günstigen Handys. Mein Ersteindruck fällt ganz gut aus, doch die ersten Schattenseiten zeigen sich bereits.

Wie wird sich das Doro Liberto 820 Mini im Alltagstest schlagen? Die Antworten erhaltet ihr im zweiten Teil meines Tests.

Bilder: Doro, Jürgen Kroder

Offenlegung: Der Hersteller hat uns das Gerät zum Test angeboten und leihweise zur Verfügung gestellt.

 


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Über den Autor

Jürgen Kroder

Jürgen bezeichnet sich als Blogger, Gamer, Tech-Nerd, Autor, Hobby-Fotograf, Medien-Junkie, Kreativer und Mensch. Er hat seine unzähligen Hobbies zum Beruf gemacht. Und seinen Beruf zum Hobby. Obwohl er in Mainz wohnt, isst er weiterhin gerne die Maultaschen aus seiner Heimat.

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