Hardware

AeroTwist: Ein pfiffiger Donut mit allerlei Wumms unter der Chromhülle

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geschrieben von Jürgen Kroder

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Was haben der bekannte Musiker Jean Michel Jarre und ein Donut gemeinsam? Den AeroTwist. Wir haben den stylischen und auch nicht gerade günstigen Design-Lautsprecher angeschaut.

Der Kult-Musiker und seine exklusive Hardware

Wer „Oxygène“, „Equinox“ oder „Magnetic Fields” kennt, hat sicherlich die 70er- und 80er-Jahre des letzten Jahrhunderts miterlebt. Die genannten Alben stammen von Jean Michel Jarre, die mit ihren zeitlos-spacigen Synthie-Klängen auch heute noch gut anzuhören sind.

Obwohl der französische Musiker heute wahrscheinlich nicht mehr so bekannt ist wie zu seinen Anfängen, so fällt er immer noch auf. Oder besser gesagt: seine Produkte. Unter dem Label Jarre Technologies bringt er extravagante Boxensysteme heraus, die echte Hingucker sind. Stücke, die sich wohlhabende Musikfans ins Wohnzimmer stellen. Wie zum Beispiel den „AeroBull“ für 1.500 Euro, einem Lautsprecher in Form eines Sonnenbrille-tragenden Bullterriers. Oder den „AeroTwist“ für 330 Euro. Letzteren haben wir von Jarre leihweise erhalten.

Twist & Shout

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Mal ist er ein Donut, mal ein S, mal eine Schlange: Wie es der Name besagt, bietet der drahtlose Lautsprecher von Jarre einen „Twist“. Über ein Gelenk lassen sie die beiden halbrunden Elemente frei drehen, wodurch interessante Formen entstehen. So wirkt das Designerstück im Regal eher wie ein Kunstwerk als ein drahtloser Lautsprecher für Smartphones.

Der Nachteil der Flexibilität ist die Stabilität: In den meisten Positionen wackelt der AeroTwist herum. Ein sanfter Stoß und schon liegt der Chrom-glänzende Speaker auf dem Boden. Design follows function? Nein, hier wurde wohl andersherum gedacht.

Dafür hatten der oder die Designer andere Szenarien im Kopf, wie es uns beispielsweise ein Pressebild des Herstellers vermitteln will: AeroTwist soll man nicht nur irgendwo hinstellen, sondern auch mit sich herumtragen. Zum Beispiel an einer Handtasche. Ja, das ist wirklich möglich. In meinen Test hielt das Scharnier normale Bewegungen gut aus. Große, ausschweifende Schlenker sollte man damit allerdings nicht vollführen.

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Mit seiner verchromten Oberfläche, die es in elf verschiedenen Farben (von Silber bis Pink) gibt, wirkt der mobile Speaker sehr schick und edel. Das Gewicht von über 650 Gramm unterstreicht den wertigen Anspruch. Für ein mobiles Gadget ist es aber einen Tick zu schwer. Ich denke, nicht die Handtasche, sondern eher das Designer-Wohnzimmer ist die beste Location für den AeroTwist.

Der wandelbare „Musik-Donut“ kann entweder mit Kabeln oder drahtlos benutzt werden. Letzteres funktioniert zuverlässig via Bluetooth oder NFC. Der Sound fällt ordentlich aus und produziert genügend Wumms für eine normale Zimmergröße. Da der AeroTwist je nach Standort und Untergrund etwas anders klingt, empfiehlt es sich, in seiner Musik-App die Höhen und Tiefen manuell anzupassen.

Fazit

Lautsprecher müssen nicht immer wie Lautsprecher aussehen, das beweist Jarre mit seinem außergewöhnlich geformten AeroTwist. Dieser Speaker ist mehr ein optisches Kleinod als ein Gebrauchsgegenstand. Obwohl sich der Speaker auch im praktischen Einsatz nicht zu verstecken braucht: Der Sound kann überzeugen und die Nutzung an der Handtasche wie auch im Regal ist dank der verdrehbaren Elemente pfiffig.

Nein, der AeroTwist ist kein Lautsprecher für Schnäppchenjäger. Mit seinen über 300 Euro Kaufpreis richtet er sich an Käufer, die für Extravaganz und Design ihren Geldbeutel locker machen. Diese Zielgruppe wird bestens bedient.

Bilder: Jarre


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Über den Autor

Jürgen Kroder

Jürgen bezeichnet sich als Blogger, Gamer, Tech-Nerd, Autor, Hobby-Fotograf, Medien-Junkie, Kreativer und Mensch. Er hat seine unzähligen Hobbies zum Beruf gemacht. Und seinen Beruf zum Hobby. Obwohl er in Mainz wohnt, isst er weiterhin gerne die Maultaschen aus seiner Heimat.

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