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Ohne Smiley kein Witz: Die ungebremste Smileymania tötet sprachliche Raffinesse

Smiley Emoticon Sprache Kommunikation
geschrieben von Guido Augustin

Es gab eine Zeit, da war etwas witzig, wenn es eine Pointe hatte. Heute genügt ein Smiley. Dabei gilt auch der Umkehrschluss: Ohne Smiley kein Witz. Den versteht dann nämlich niemand mehr. Versuchen Sie doch mal, in Social Networks, Messengern oder Mails ohne Smiley lustig zu sein. 

Smileys töten Ironie

Was ist so schlimm an Smileys? Nun, die ungebremste Smileymania tötet Ironie, Satire und jegliche andere Form der sprachlichen Raffinesse. Noch übler sind Sticker und Emojis. Sie ersetzen Sprache ganz. Aber bleiben wir diesmal bei den Smileys.

Erfunden hat die Dinger der wunderbare Forrest Gump, wie diese Filmszene eindrucksvoll belegt. Später gab es immer wieder Versuche alternativer Legendenbildungen. Ein gewisser Harvey Ross Ball soll den Smiley im Auftrag einer Versicherung erfunden haben, um deren frustrierte Mitarbeiter aufzurichten. So ein Unsinn.

1982 kam dann Scott Fahlmann auf die Idee, aus Zeichen der Tastatur ein lachendes und weinendes Gesicht zusammenzusetzen: Doppelpunkt, Komma und Klammer – je nach Emotion ausgewählt und deswegen auch „Emoticon“ genannt.

Smileys sind Bofrost des Humors

Welch einen Bärendienst hat der heutige IT-Professor da der Menschheit erwiesen: Seine Erfindung, einmal aus dem Labor entlassen, verbreitete sich selbstständig und unkontrolliert: Smileys sind wie Bofrost für den Humor. Jetzt kann ihn jeder. Oder glaubt es wenigstens.

Selbst Silberrücken aus Chefetagen entblöden sich nicht, ihren digital verbreiteten Frohsinn mit dem Humor-Etikett zu versehen: Dem Smiley.

Das fanden Sie jetzt nicht lustig? Nochmal:

Selbst Silberrücken 😉 aus Chefetagen entblöden 😎 sich nicht, ihren digital verbreiteten Frohsinn 😮 mit dem einzig gültigen Humor-Etikett zu versehen >:D

Unangenehmes mit Federboa

Das Perfide an der Smilerei: Selbst solchen Themen, die gar nicht witzig sind, haucht sie Leichtigkeit ein, hängt unangenehmen Wahrheiten die Federboa um. Smileys als Mutmacher und Komfortzonen-Airbags: „Ich ziehe aus, aber lass uns Freunde bleiben ;-)“ oder „Wenn Sie die Zielvorgaben erneut verfehlen, wird hier ein Parkplatz frei :-))“ Als würde ein Anpfiff, eine Beleidigung oder scharfe Kritik samtsanft, wenn nur ein Smiley dahinter klebt.

Aus der gemeinsten Gemeinheit wird so ein Schenkelklopfer im Geiste Heinz Erhardts. Den fand ich übrigens nie witzig, Menschen, die ihn witzig fanden, auch nicht. So gesehen: Bei Heinz Erhardts Sprüchen hätten mir Smileys geholfen, an der richtigen Stelle zu lachen.

Versuchen Sie doch mal, einen Witz zu machen – ohne Smiley. Schönste aller möglichen Antworten darauf: „Wie meinst Du das? ;-)))“ Als ich mit einer Schülerin über das Thema sprach, berichtete sie mir, dass sie in Whatsapp-Gruppen im Selbstversuch manchmal den Smiley weglasse. Das Resultat belegt meine These: Keiner verstehe ihren Witz, noch nicht einmal, dass es witzig gemeint sein soll.

Versuch des Perspektivwechsels

Selbstredend kann man diese kulturtechnische Rückbildung herrlich instrumentalisieren: Am 1. April 2014 (sic!) schrieb ich auf Facebook: „Ach ja: Ich bin jetzt Veganer!“ und stürzte damit den mich lesenden Teil der Menschheit in dumpfe Verwirrung, die manche bis heute nicht überwunden haben. 🙂 🙂 🙂

Einen weiteren positiven Aspekt verspricht der Perspektivwechsel getreu Henry Fords immergrüner Weisheit „If you can’t beat them join them!“ Betrachten wir also versuchsweise die Smileys als gute Freunde und fragen uns, was sie unserer Welt Gutes tun könnten.Wie wäre es mit unfreundlichen Hinweisschildern?

„Betreten der Baustelle verboten. Eltern haften für ihre Kinder ;-)“ klingt gleich viel netter. „Militärischer Sicherheitsbereich 🙂 Schusswaffengebrauch :o“ auch. Fehlermeldungen im IT-Bereich gewinnen merklich an Herzenswärme, wenn sie mit einem „Ups ;-))“ eingeleitet werden.

Smiley-Fasten jetzt!

Dennoch: Ich würde mich sehr freuen, wenn Menschen die Chuzpe hätten, unangenehme Sätze als solche zu belassen, ohne sie mit Smileys weichzuspülen. Das hilft, ernst genommen zu werden. Schön wäre auch, Humor aus der Sprache selbst sprechen zu lassen. Wollen wir ein Experiment wagen? Smiley-Fasten? Am 27. März ist Ostersonntag, also rund ein Monat ohne Smileys, Emoticons, Emojis. Mein Erfahrungen schildere ich dann hier, Nachahmer sind gerne gesehen!

Der Autor: Guido Augustin ist Geschäftsführer Kommunikation bei dem analysebasierten Beratungsunternehmen forum! Für „Guidos Wochenpost“ schreibt er über tolle Texte, mehr Geschäft und ein schöneres Leben. „Guidos Wochenpost“ kann man hier abonnieren.

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Über den Autor

Guido Augustin

Guido Augustin ist Geschäftsführer Kommunikation bei dem analysebasierten Beratungsunternehmen forum! Für „Guidos Wochenpost“ schreibt er über tolle Texte, mehr Geschäft und ein schöneres Leben. „Guidos Wochenpost“ kann man hier abonnieren.

41 Kommentare

  • Hast mich erwischt. Aus unbeabsichtigter Geringschätzung meiner Kommunikationspartner benutze ich dauernd Smileys, um sicher zu sein, dass sie mich auch verstehen. Was für ein Unsinn.

  • Erstmal, ja. Du hast Recht, das mittlerweile zu viele Smileys verwendet werden. Ich kenne Leute, die setzen hinter alles und jedem ein Smiley, oder Emoji. Das ist definitiv zu viel.
    Das Problem was ich daran aber sehe ist folgendes: Man kann den geschriebenen Text schwer mit der gesprochenen Sprache vergleichen.
    Wenn mir jemand einen Witz direkt vor meinen Augen erzählt, dann sehe ich die Mimik in seinem Gesicht, seinem ganzen Körper. Ich habe deutlich mehr Anhaltspunkte zu erkennen, dass er einen Witz erzählt.
    Diese Mimik fehlt in einem geschriebenem Text komplett. Diese imitieren wir dann mit Smileys. So sehe ich das zumindest.

    Nun kann man sagen: „In Büchern gibt es auch keine Smileys und die sind auch lustig, wenn sie es wollen“ Ja. Aber Bücher haben auch sehr viel mehr Zeit dir die Geschichte zu erzählen. Und sie beschreiben dir, was der Charakter gerade tut.

    Man kann auch sagen: „Ja aber man kann auch Witze ohne Gestik und Mimik erzählen.“ Richtig. Aber dann will ich in der Regel auch, dass der mir gegenüber den Witz erst nicht als solches versteht. Gleiches kann ich damit bezwecken, wenn ich keinen Smiley setze.

    Ich denke nicht, dass der Smiley die sprachliche Finesse zerstört. Ich denke, dass er in Social Media Netzwerken und Chats sogar wichtig ist.
    Wo er definitiv nicht hingehört ist in Bücher oder ähnlichem. Die haben aber auch, wie schon erwähnt, eine ganz andere Herangehensweise an das geschriebene Wort.

  • Heinz Erhardts Humor war rein auf Sprache aufgebaut. Er benötigte keine Smileys und seine sprachliche Gewandheit übertraf die Fähigkeiten der meisten heutigen Journalisten.

  • Bei dem Smiley-Fasten mache ich gerne mit! Zum Teil wird es meiner Meinung nach auch sehr übertrieben mit den ganzen Smileys, Emoticons und was es noch gibt!

  • Jetzt mal ehrlich – in einem WhatsApp-Gruppenchat habe ich meistens andere Probleme als „sprachliche Raffinesse“. Es fehlt hier, bedingt durch das Kommunikationsmittel, an fast allen gewohnten Möglichkeiten (Intonation, Mimik, Gestik) etwas als nicht nur pure Information kenntlich zu machen. Natürlich kann man auch durch geschickte Wortwahl Witz und Ironie erkennbar machen, aber Chats sind weder (anspruchsvolle) Literatur noch eine Außenstelle des Debattierclubs. Es zählt Effizienz beim Senden und Empfangen.

    Im professionellen Bereich habe ich noch nie den Einsatz von Smileys erlebt, und man würde sich in meinem Umfeld damit der Lächerlichkeit preisgeben. Deswegen erscheinen mir die vergleichenden Beispiele dazu schon etwas aus der Luft gegriffen. Aber gut, wahrscheinlich unterschätze ich da mal wieder die Beschränktheit einiger Individuen.

    Ich habe auch ein Experiment auf Lager: Nehmen Sie den gleichen Witz, der im Selbstversuch der anonymen Schülerin zum Einsatz kam, erzeugen Sie durch ein beliebiges text2speech Tool eine trockene, maschinelle, emotionslose Sprachausgabe à la Navigationsgerät, spielen Sie diese einigen Leuten vor, und sehen Sie, was passiert. Ich wage folgende Vorhersage:
    „Das Resultat belegt meine These: Keiner verstehe [I]hren Witz, noch nicht einmal, dass es witzig gemeint sein soll.“

    Verstehen Sie mich nicht falsch, mir ist schon berufsbedingt, aber auch persönlich, eine saubere Ausdrucksweise, Rechtschreibung und Satzbau wichtig und ich habe große Freude an Texten mit schön herausgearbeiteten Pointen, lebhaften Metaphern oder beißendem Sarkasmus. Aber die hier angebrachte Kritik, gerade angewendet auf digitale private Alltagskommunikation, hat für mich den Hauch der Elterngeneration, die jammert, dass früher alles besser war, während sie im Hinterkopf schon irgendwo realisiert, einfach den Anschluss an „die Jugendkultur“ verloren zu haben. Früher war alles besser, die Jugend von heute, wo kommen wir da nur hin! Die Sprache! Moral! Anstand! Sprache! Wir sind dem Untergang geweiht!

    • Vielen Dank für den schönen Beitrag – ja, ja, wir müssen alle sterben … Vielem stimme ich zu und letztendlich halte ich es mit Paracelsus. Die Dosis macht das Gift!

      Und ja: ich habe schon (zu) viele Smileys in professioneller Kommunikation erlebt.

      LG Guido

  • Finde das ehrlich gesagt Quatsch… es ist völlig normal, dass man im digitalen Raum nach einem Emotionsersatz sucht, den man bei live Gesprächen in Gesichtern erkennen würde.
    Und da wir nicht alle rhetorische Genies sind, reicht normale Sprache da eben nicht aus.

    • … und was unterscheidet Deiner Meinung nach den digitalen vom analogen Raum? Will sagen: Die Menschheit hat vor Erfindung der Bits und Bytes lange ohne Smileys kommunitziert, oder?

      LG Guido

        • War das ein Ablenken vom Thema, was wiederum alle verstanden haben? 😉 Oh nein, da war’s!

          Falschen Spaß beiseite, wir haben gerade rege im Büro darüber diskutiert und auch die Mimik- und Sprachmelodie-Thematik durchgenommen. Jedoch sind sich selbst die Facebook-Junkies hier einig darüber, dass es eine Inflation der textbasierten Emotionen gibt.

          Natürlich habe ich nicht immer die Zeit, angemessen auf eine Nachricht zu antworten, aber persönlich sehe ich den Fokus noch woanders: Ich muss nicht unbedingt bei jeder roten Ampel zwanghaft nach den knappen zehn Sekunden suchen, um eine Nachricht knapp zu kommentieren. Keiner meiner privaten Alltagskontakte wird sich in das Schwert stürzen, nur weil ich erst zwei, drei oder fünf Stunden später antworte. Und dann kann ich durchaus, und sei es im Rahmen dieser Experimentidee, ja einmal schreiben: „Super Idee!“, „Witzig! Wie ging es weiter?“.

          Im Allgemeinen ist das Nutzen der Smileys ein Einhergehen mit dem Wert, den die unbedingte Blitzreaktion auf jeden Aufmerksamkeitsversuch von Firmen und Personen mir gegenüber. Aber das ist nur meine eigene Meinung.

      • Im ersten Moment dachte ich, natürlich gibt es da einen Unterschied. Im analogen Raum hat man zu den Worten noch die Stimme des Gegenüber, oder im Idealfall noch zusätzlich Mimik und Gestik. Aber dann ist mir eingefallen, dass es schon seit Jahrtausenden eine Kommunikationsform gibt, die auf all dies verzichten muss: Den Brief. Und der funktioniert tatsächlich ohne Emoticons. Ähnliches gilt für Bücher. Bücher und Briefe leben von der Phantasie des Lesers. Es ist interessant, dass dies in der heutigen, ebenfalls schriftlichen, Kommunikation via Internet nicht mehr gehen soll. Die Buchstaben und Worte sind die gleichen. Dass das Medium den Unterschied macht, bezweifle ich. Dann muss der Unterschied wohl beim Leser liegen.

  • Sehr schöner Artikel. Ich beobachte selbiges im Freundes- und Bekanntenkreis und habe schon so manche male mit schmunzeln beobachtet, wie sehr die Smileys (teilweise sogar völlig missverstandene und damit falsch gesetzte) als Sprachersatz genutzt werden und zu welchen, teilweise bösen Missverständnissen geführt haben. Gleichermaßen gebe ich auch zu, Smileys zur „manipulation der Wahrnehmung“ mancher Aussagen genutzt zu haben. Eben um etwas strenges weichzuspülen zum Beispiel. Oftmals füge ich aber auch im Nachhinein Smileys an gewisse Aussagen, weil man ja auch etwas lächelnd sagen kann, sowie grimmig und/oder neutral. Dies lässt sich manchmal schwer in Worte so verpacken, dass es der Gesprächspartner auch erkennt, was zum Beispiel am unterschidlichen Gemütszustand liegen kann. Ein „Na, du Pfeiffe…“ kommt vielleicht anders an, als „Na, du Pfeiffe … ;-))“, wenn ich mich gerade gestritten habe, sowie ich es nach einer Beförderung wieder völlig anders werten würde.

    So viel geschrieben….wollte eigentlich nur sagen, das ich ähnliche Erfahrungen schon gemacht habe und mich gerne an einer Smiley freien Zeit beteiligen würde. Auf wunsch kann ich meine Erfahrungen gerne mitteilen.

    In diesem Sinne, toller Artikel
    Sven

  • „Nun, die ungebremste Smileymania tötet Ironie…“

    Irrtum! Ohne Smileys kann der Empfänger nicht wirklich nachvollziehen, ob nun was ironisch oder ernst gemeint war.

    • Genau darum ging es doch. Sprachliche Raffinesse bedeutet, eben nur mit der Sprache Ironie, Sarkasmus und meinetwegen auch Wut auszudrücken. Und genau das verkümmert, wenn wir nur noch mit Smileys unsere Ironie untermalen.

    • Genau DAS ist die hohe Kunst des Schreibens! Es ohne Hilfsmittel zu schaffen.

      Wenn das Publikum es gewohnt ist, wie in US-Sitcoms zu lachen, wenn dort Gelächter eingespielt wird, um zu merken, dass das grad eben lustig war, dann ist das exakt das Gleiche wie das Setzen von Smileys damit der Leser erkennt, dass es ironisch (oder sonst wie) gemeint war.

      Keine gute Entwicklung

  • Im Wesentlichen kann ich mich hier Sascha anschließen. Smileys haben durchaus ihren Platz in der modernen Kommunikation. Sie ersetzen zu einem kleinen Teil das, was in der direkten Kommunikation die Körpersprache ist. Andererseits kann fehlende Kommunikationsfähigkeit generell nicht mit einer Smiley-Inflation kompensiert werden. Nur haben das Viele noch nicht gemerkt.
    Was mir auch aufgefallen ist: Schon zu Zeiten vor der Smiley-Invasion konnte man in den USA Satire, Ironie oder Wortwitz nur anbringen, wenn man ein „I don’t mean it like that“ anhängte. Anscheinend hängt dieser Mangel an Empatie wohl nicht zwangsläufig mit der schriftlichen Kommunikation in Kurzformat zusammen, wie das im Internet so üblich ist. Vielleicht ist nicht das Smiley das Problem, sondern unsere fehlende Bereitschaft (und Fähigkeit?), sich auf den Kommunikationspartner wirklich einzulassen.
    Am Smiley-Fasten kann ich wohl nicht teilnehmen, da ich Smileys sowieso nur sehr selten einsetze.

  • Es ist zwar erst der Dritte Tag des Smiley-Fasten, aber ich möchte trotzdem kurz berichten. Am Anfang viel es mir schwer keine zu verwenden. Nach dem ich mich jetzt einigermaßen darangewöhnt habe, kommt es mir komisch vor, gerade wenn ich Nachrichten bekomme, indem sie benutzt werden. Meine Nachrichten sehen so „leer“ aus. Heute habe ich dann eher das Gefühl unhöflich zu sein, wenn ich ohne Emoticons antworte.
    Geht es jemanden genauso wie mir?

  • Das werde ich definitiv nicht hinbekommen. Allein schon wegen Emoticons wie o_O (erstaunt) oder -_-# (wütend – mit # als Krampfader).

    Wann sind eigentlich die asiatischen Varianten in unseren „Sprachraum“ gedrungen? https://de.wikipedia.org/wiki/Emoticon – siehe Erweiterte Formen

    Ich finde Emoticons aber sinnvoller als die Gegenrichtung. Menschen, die „lol“ (laughing out loud – laut loslachen) oder „rofl“ (rolling on the floor laughing – sich vor Lachen auf dem Boden rollen) _sprechen_. Geht gar nicht.

    Oh, und mit dem Projekt hättet ihr dann wohl auch eure Probleme:
    https://www.nodeknockout.com/teams/put-a-bird-on-it – Mittlerweile ist die Demo aber offline, von daher ist der Screencast-Link auch online abrufbar: https://youtu.be/Ib1G4h1fVuU?t=21m10s (ungefähr 21min 10s bis 24min 5s).

    Ich kann ja aber einmal aber beobachten, wie sich mein Emoticon-Verhalten in den nächsten Wochen so entwickelt 😉

  • Ausser in einem online-Spiel, wo ich recht häufig Emoticons verwende, habe ich seit Erscheinen dieses Artikels noch keines verwendet. Da ich meinen Durchschnittsverbrauch von etwa 2 Emoticons in 3 Monaten noch nicht erreicht habe, bleibt a) noch etwas abzuwarten und b) will ich das nicht als Smiley-Fasten bezeichnen. Allerdings bin ich versucht, hier eines anzuhängen, um zu signalisieren, dass ich das nicht so bierernst meine („I did it not mean like that“), sondern mit einer guten Portion gemütlicher Selbstironie. Meine Güte, aus was man Alles eine Religion machen kann…

  • Es kann schon sein (und ist wahrscheinlich auch der Fall), dass zu viele Emoticons verwendet werden. Aber wie hier schon des Öfteren erwähnt, sind sie einfach Ersatz für fehlende Intonation, Gestik und Mimik. Daher können sie tatsächlich hilfreich sein etwas „richtig“ zu verstehen, da (zumindest die deutsche) Sprache ja oft ambig zu verstehen ist. Trotzdem können Emoticons missverständlich sein. Das merke ich oft, wenn ich neue Menschen kennen lerne. Ich habe das Gefühl, dass es für einzelne (Freundes-)Kreise unterschiedliche Smiley-„Nomenklaturen“ gibt. Und jemand, der ganz ohne Emoticons schreibt, wirkt auf mich unbewusst sehr sachlich, kühl, sogar distanziert. Das Experiment für einige Zeit auf Smileys zu verzichten finde ich auch sehr interessant, werde ich vielleicht sogar auch mal durchführen. Alleine schon um die Reaktionen der anderen zu sehen. Vielen Dank für den Artikel 😉

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