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Rio 2016: Das sind die technischen Neuerungen seit London 2012

Philipp Ostsieker

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Virtual Reality, Video Reviews, GPS & Co. State-of-the-art Technologien haben auch in Rio einige Neuerungen für Sportler und Zuschauer parat.

In den vier Jahren seit Olympia 2012 in London haben sich diverse Technologien nahezu täglich weiter entwickelt. Bei den kommenden Spielen in Rio werden sich viele Sportarten diese Innovationen zunutze machen, um die Leistung der Athleten zu steigern und auch das Erlebnis für die Zuschauer auf ein neues Level zu heben.

Die folgende Übersicht umfasst einige spannende Neuerungen, auf die wir uns ab August freuen können:

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Volleyball und Beach Volleyball

Rio 2016 werden die ersten Spiele sein, bei der Volleyball-Teams in der Lage sein werden, Video-Reviews zu nutzen, um Schiedsrichter-Entscheidungen in Frage zu stellen. Ein zweiter Schiedsrichter wird TV-Material nutzen, um jeden in Frage gestellten Punkt überprüfen zu können. Wiederholungen werden auf dem großen Screen zu sehen sein, während der zweite Schiedsdrichter die Berufung bewertet.

“Das Publikum wird mit angehaltenem Atem warten”, sagt Cristiana Figueira, Verantwortliche für das Thema Volleyball im Organisations-Kommittee für Rio 2016. “Wir erwarten, dass viel gebuht, aber auch applaudiert werden wird.”

Schwimmen

Für Langstreckenschwimmer ist es nichts Neues, dass sie den Überblick über die Anzahl der geschwommenen Bahnen verlieren, auch auf höchstem Niveau. Für Rio 2016 gibt es Hilfe, und zwar in Form von digitalen Runde- bzw. Bahnenzählern der Marke Omega. Die Geräte werden in den Wettbewerben 800m bzw. 1500m Freistil zum Einsatz kommen.

Die “Digital Lap Counters” sind am Boden jeder Bahn platziert, nahe dem Wendepunkt. Sie aktualisieren automatisch den Zähler, sobald ein Schwimmer das Touchpad an der Wand berührt.

“Das bedeutet, dass die Athleten sich noch etwas mehr auf ihre Performance fokussieren können”, sagt Eduardo Gayotto, Swimming Manager bei Olympia. “Sobald sie wenden, sehen sie, wie weit sie schon geschwommen sind.” Das System wurde das erste Mal 2015 bei der Weltmeisterschaft in Kazan getestet, danach noch einmal bei einem Test-Event in Rio im Mai.

Kanu & Rudern

Für die Sportler, die sich über Wasser miteinander messen, im Kanu-Sprint und im Rudern, wird es zwar keine relevanten Neuerungen geben, dafür aber für deren Fans und Zuschauer. In jedem Boot wird ein GPS-Gerät integriert sein, ebenfalls von der Firma Omega produziert, das sowohl die Geschwindigkeit als auch die Richtung tracken kann. Dies soll den Fans einen nie da gewesenen Einblick in die Basis-Metriken des olympischen Kanu- und Rudersports bieten.

Schießen

Mit Radio-Frequency Identification (RFID) wird eine weitere Verbesserung aus der Kategorie “Location based” genutzt werden. RFID-Tags werden auf jeder Waffe platziert, die bei Schieß-Wettbewerben in Rio zum Einsatz kommen wird. Dies erlaubt es den Organisatoren, die Spiele so sicher wie möglich zu halten, da der Standort einer jeden Waffe immer transparent zu erkennen ist. Das bislang bekannteste Beispiel für RFID in der jüngeren Vergangenheit ist die NFL, die das System nutzt, um noch mehr über die Bewegungsabläufe der Sportler zu erfahren. Dies beinhaltet alles von der Beschleunigung bis hin zur exakten Position jedes Spielers zu jedem Zeitpunkt des Spiels.

Gewichtheben

Und auch die vermeintlich Stärksten profitieren von Neuerungen, allerdings vor allem was die Übertragung betrifft. Nachdem der Sport bis dato nur von vorne oder seitlich gefilmt wurde, beinhaltet die zukünftige Übertragung alle möglichen Kameraeinstellungen.

Virtual Reality & Payment Rings

Unabhängig von den Sportarten selbst, ist es ein kein Geheimnis, dass die Zukunft der TV-Übertragung in Virtual Reality liegt. Dank des Olympic Broadcasting Services (OBS) werden sowohl die Eröffnungs- als auch die Abschlussfeier das erste Mal in Virtual Reality rezipiert werden können. OBS bemüht sich darum, pro Tag ein Event in seinen Virtual-Reality-Plan zu integrieren.

Zu guter Letzt bietet Visa sogenannte “Payment Rings”, welche sie 45 Olympia-Hoffnungsträgern zur Verfügung stellen. Diese Ringe beinhaltet alle Kreditkarteninformationen und erlauben es jedem Athleten Einkäufe mit einer einfachen Fingerbewegung zu tätigen. Besucher der Olympischen Spiele könne indes ein Armband nutzen, das ähnlich funktioniert.

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Philipp Ostsieker ist Medien- und Digitalmanager aus Hamburg. Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit als selbstständiger Digital Content Strategist schreibt Philipp für BASIC thinking die Kolumne „Matchplan“, in der er über den Tellerrand blickt und durch die innovativen Ideen der Sportbranche führt.