Chaotan One CO2 Stromgenerator China

China nimmt weltweit ersten CO2-Stromgenerator in Betrieb

Felix Baumann
Bild: CGTN

China hat mit dem Chaotan One den weltweit ersten CO2-Stromgenerator in Betrieb genommen, um Strom aus Wärme zu erzeugen. Er nutzt Kohlendioxid anstelle von Dampf zur Wärmeübertragung. 

Mit dem Projekt Chaotan One in der chinesischen Provinz Guizhou nutzt China Abwärme effizienter als bisher, um Strom zu erzeugen. Ein CO2-Generator nutzt dazu erstmals kommerziell superkritisches Kohlendioxid. Die Anlage schließt einen technischen Kreislauf mit Kohlendioxid als Arbeitsmedium, um Hitze in Energie zu transformieren.

Im Vergleich zu bisherigen Systemen soll die Methode die Effizienz der Stromgewinnung um rund 85 Prozent erhöhen. Mit einer Leistung von zweimal 15 Megawatt liefert das Projekt Energie aus Quellen, die bislang überwiegend ungenutzt blieben.

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Chaotan One: Der erste CO2-Stromgenerator der Welt

Die Ingenieure haben das System so kompakt gebaut, dass es nur noch die Hälfte der üblichen Fläche beansprucht. Die Anlage soll für die gleiche Leistung nur noch halb so viel Platz benötigen. Dieser geringe Platzbedarf ermögliche es Unternehmen, die Technik auch in engen Industriegebieten nachzurüsten.

Da die Anlage mit weniger Bauteilen und Hilfssystemen auskommt, sinkt zudem der Aufwand für die Wartung. Bisher gab es technische Hürden, um Wärme im mittleren und hohen Temperaturbereich bei kleinen Leistungsstufen effizient zu nutzen.

Der Chaotan One soll dieses Problem lösen, indem er Energie für die Industrie nutzbar macht. Die Technologie könnte zudem durch Solaranlagen ergänzt werden.

In einem weiteren Testlauf kombinieren Fachleute das System bereits mit Flüssigsalz-Speichern, um das Stromnetz bei Bedarf zu stabilisieren. Diese Kombination aus Speicherung und hocheffizienter Stromerzeugung soll bis 2028 die volle Einsatzreife erreichen, um regenerative Energie noch flexibler in das bestehende Netz zu integrieren.

Frühe Anerkennung durch internationale Experten

Was in China nun im kommerziellen Betrieb läuft, stuften das US-Energieministerium im Jahr 2017 und das MIT im Jahr 2018 bereits als strategische Zukunftstechnologie ein. Das Projekt markiert einen weltweiten Übergang von der Laborforschung hin zur industriellen Anwendung.

Die Entwicklung fördert neue Kapazitäten in der Energiewirtschaft und stärkt die Zusammenarbeit zwischen Forschung und Praxis. Für die weltweite Industrie bedeutet dieser Fortschritt, dass Milliarden Kilowattstunden Abwärme nicht mehr ungenutzt in die Atmosphäre geblasen werden müssen.

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Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.