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„Die Höhle der Löwen“: 8 Fragen an… das Team von Scuddy

Scuddy Die Höhle der Löwen Ralf Dümmel VOX
geschrieben von Tobias Gillen

In unserem Fragebogen stellen wir Gründern und Teilnehmern der VOX-Show „Die Höhle der Löwen“, richtig geraten, Fragen zu ihrem Produkt und ihren Erfahrungen mit der Show. Diesmal: Das Team vom Scuddy*, erfolgreich mit einem Deal mit Ralf Dümmel und Jochen Schweizer.

Stellt unseren Lesern euer Produkt kurz vor.

Scuddy ist ein transformierbarer 3-Rad Elektroroller zur Erweiterung der Individualmobilität. Kein anderer eRoller auf dem Markt kombiniert so eindrucksvoll die Fahrleistungen einer Vespa mit einem sicheren 3-Rad Carving-Fahrwerk und den Packmaßen einer Wasserkiste. Scuddy kann man einfach überall mit hinnehmen, er ist in einer Stunde aufgeladen und fährt, wo man will geräuch- und geruchsfrei.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen?

Eine Freundschaft seit 1999 und viel Erfahrungen im Prototypenbau bilden das stabile Fundament von uns. Während des Maschinenbau- und BWL-Studiums wurde bereits ein hervorragendes Netzwerk im Feld der Elektromobilität sowie im Bereich des Prototypenbaus, der Fertigungsplanung uvm. geschaffen. Parallele Projekte wie die Gründung und Leitung von Raceyard deckten viele Kompetenzen ab und sorgen bis jetzt für eine effiziente Zusammenarbeit mit regionalen, überregionalen und globalen Partnern.

Der Startschuss zu der Idee Scuddy fiel bei der gemeinsamen BWL Master-Thesis „Märkte im Umfeld der Elektromobilität – Erfolgspotenziale für Unternehmensgründungen“. Wir haben nach einer umfangreichen Marktanalyse den Bedarf aufgedeckt und diesen als Grundlage für unsere Entwicklung genutzt – ich glaube unsere Profs wären stolz auf uns.

Wie seid ihr dann mit Scuddy zu „Die Höhle der Löwen“ gekommen?

Wir haben die Sendung schon länger verfolgt und eigentlich immer gesagt „das passt bei uns nicht“ Irgendwann habe ich (Tim) uns in einer Laune einfach angemeldet – kostet ja erstmal nix. Nachdem VOX / Sony Pictures angefangen hat, ausgeprägtes Interesse an uns zu zeigen, habe ich Jörn von meinem nächtlichen Ausrutscher mit der Anmeldung erzählt. Uns war von Anfang an klar, dass wir nicht auf der Suche nach einem stillen Beteiliger mit viel Geld sind, sondern viel mehr einen strategischen Partner für die Skalierung benötigen. Nach einem relativ emotionalen Gespräch mit dem von Sony zugeteilten Unternehmensberater rutschte mir heraus, dass wir einen Teil der Firma auch verschenken würden, wenn die Ziele bzgl. Skalierung klar und realistisch sind… Jörn und mir war das immer klar. Bei Sony ist es jedoch ein ganz neuer Ansatz: Verschenken ging nicht, aber 1 Euro durften wir anbieten. Mutig, ehrlich und eine Art Herausforderung von uns an die Löwen, sich bei uns zu „bewerben“. Der Ansatz wurde verstanden und wir sind mehr als Glücklich mit dem Ausgang bzw. voller Tatendrang für die Zukunft!

Kurz vor eurem Pitch: Was ging in euch vor?

Einer von uns ist immer der Fels bzgl. Aufregung, Sachlichkeit, Struktur… In diesem Fall war es Jörn. Ich hatte meine kleinen Problemchen mir den Pitch zu merken und auch die Aufregung wurde kurz vor dem Auftritt spürbar. Zum Glück haben wir schon zig Messen hinter uns und wissen, welche Fragen kommen und wie man sie beantwortet. Als das Tor aufging, war die Aufregung weg – wir gaben unser Bestes und zusammen waren wir schon immer stark auf der Bühne.

Wie liefen die Verhandlungen?

Wir wurden umgehend nach dem Pitch von den Beratern von Ralf und Jochen aufgeklärt, wie es in den nächsten Tagen ablaufen wird. Kurze Zeit später gab es bei Ralf in Stapelfeld das erste gemeinsame Meeting und die Chemie stimmte von Anfang an. Da wir als „GmbH & Co. KG“ operieren, ist eine Beteiligung leider kompliziert, aber wir sind uns alle einig geworden und die Prozente werden in Zukunft verteilt wie in der Sendung versprochen. Zu erwähnen ist hier, dass auch ohne rechtliches Fundament das Vertrauen von Anfang an so groß war, dass wir ab der ersten Stunde bereits an gemeinsamen Projekten arbeiten.

Was ist seit der Aufzeichnung passiert?

Wir haben den Scuddy weiterentwickelt, das Händlernetz erweitert, unser Netzwerk der Städtetouren vergrößert. Und mit dem Team von Jochen mit drei Scuddys die Alpen überquert (München – Gardasee). Der große Knaller jedoch ist der neue Scuddy light*. Dieser ist in kürzester Zeit mit Hilfe der Löwen entstanden und Synergien zwischen uns und den Löwen bringen uns immer noch zum Staunen! Ein Scuddy für jedermann – für unter 1.000 Euro. Wahnsinn!

Die nächsten Schritte für Scuddy?

Die Welt wird scuddyfiziert – erstmal mit dem Power Scuddy in den Versionen Scuddy Sport (1500W, 35km/h) und Scuddy City (1000W, 20km/h) und natürlich mit dem brandneuen Scuddy light (250W, 25km/h). Weitere Modelle werden folgen – welche ist noch geheim.

Wie bewertet ihr rückblickend die bisherige Erfahrung „Die Höhle der Löwen“ für euch persönlich und für euer Produkt?

Erfahrungen sind immer gut – man braucht definitiv keine Angst haben, aber für den Erfolg muss man auch jetzt noch kämpfen. Wer ein Macher ist und eine umsetzbare, ökonomisch durchdachte Idee hat, kann mit den Löwen wachsen. Wer sich unsicher ist, wird „gefressen“. Unser Produkt hat durch die gute Zusammenarbeit mit den Löwen einen kleinen Bruder bekommen – das hätten wir alleine in der Zeit und ohne das fantastische Netzwerk nicht geschafft. Ein Netzwerk benötigt Vertrauen als Fundament und das muss man sich über Jahre verdienen! Vor dem Netzwerk der Löwen ziehen wir unseren Hut!

Den Pannenfächer gibt es hier bei Amazon*.

Alles zu „Die Höhle der Löwen“ gibt es in unserem Special zur Show.


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Über den Autor

Tobias Gillen

Tobias Gillen ist seit August 2014 Chefredakteur und seit Mai 2015 Geschäftsführer von BASIC thinking. Erreichen kann man ihn immer per E-Mail oder in den Netzwerken.

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