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„Die Höhle der Löwen“: 8 Fragen an… Steffen Oppermann von Wizardo

Wizardo Die Höhle der Löwen
geschrieben von Tobias Gillen

In unserem Fragebogen stellen wir Gründern und Teilnehmern der VOX-Show „Die Höhle der Löwen“, richtig geraten, Fragen zu ihrem Produkt und ihren Erfahrungen mit der Show. Diesmal: Dr. Steffen Oppermann von Wizardo.

Stell unseren Lesern dich und dein Produkt kurz vor. 

Mein Name ist Dr. Steffen Oppermann und ich mache mit Wizardo Masken für Karneval, Halloween und Partys. Eigentlich bin ich zwar Arzt, aber das Interesse für Spezialeffekte und Special-Makeup habe ich mir seit der Schulzeit bewahrt. Mit meiner Firma Wizardo stellen wir handgemachte Tier-, Party- und Halloween-Masken her. Dabei wollen wir immer einen kleinen Schritt weiter gehen als unsere Mitbewerber: unsere Masken sind z.B. besonders flexibel und damit nicht nur angenehm zu tragen, sondern gehen mitunter sogar mit der Mimik des Trägers mit. Ausserdem verfügen sie über einen besonders breiten Gummizug, der nicht abreißen kann, da er nahtlos integriert ist. Und man schwitzt weniger unter den Partymasken, da sie nicht den ganzen Kopf bedecken.

Wie bist du auf die Idee gekommen? 

Masken gibt es zuhauf. Auch Halbmasken sind nichts Besonderes. Wir versuchen halt immer, einen Mehrwert in das Produkt zu integrieren. Die Ideen,  einen Gummizug in die Maske zu integrieren, hatte ich schon vor 20 Jahren, zu Schulzeiten. Allerdings habe ich das erstmal wieder in die Schublade gelegt, denn mir war klar, dass man eine ganze Reihe von Masken entwickeln müsste, bevor wir damit in den Markt gehen könnten. Dazu fehlte lange Zeit das Geld und auch die Motivation. Irgendwann kam dann aber der Zeitpunkt, an dem ich die Idee umsetzen wollte. Ich hatte ähnliche Masken bereits gesehen, aber die Qualität war nicht gut und das Design auch nicht. Deshalb habe ich mich entschlossen, die alten Muster wieder rauszuholen und eine neue Produktlinie zu kreieren.

Wie bist du zu „Die Höhle der Löwen“ gekommen? 

Das war ein langer Prozess. Eigentlich hatte ich mich schon für die 2. Staffel beworben und war auch angenommen worden. Allerdings hatten wir die Buchhaltung noch nicht fertig und mein Steuerberater hatte signalisiert, dass es bis zur Aufzeichnung nichts mehr werden würde. Ich habe dann schweren Herzens entschieden, nicht teilzunehmen – aufgrund der Erfahrungen aus der ersten Staffel und etlichen Folgen „Shark Tank“, in denen die Kandidaten regelmäßig auseinander gepflückt wurden, wenn sie ihre Zahlen nicht kannten. Dann habe ich aber eine erneute Bewerbung eingereicht und bin jetzt dabei.

Kurz vor deinem Pitch: Was ging in dir vor? 

Um ganz ehrlich zu sein: Als Mediziner ist man ja an Prüfungen, Vorträge und andere stressige Situationen gut adaptiert, aber das hier war anders: Ich war mega aufgeregt und habe noch morgens im Hotel kurz daran gedacht, einfach nach Hause zu fahren. Als ich vor der Tür stand, hinter der die Löwen auf mich warteten, war es dann aber schon okay.

Wie liefen die Verhandlungen? 

An vieles kann ich mich gar nicht richtig erinnern. Das ist dem hohen Adrenalin-Spiegel geschuldet. Ich hatte auch nach meinem eigenen Zeitempfinden nur gut 10 Minuten mit den Löwen gesprochen. Hinterher wurde mir allerdings gesagt, dass mein Pitch 1,5 Stunden gedauert hat. Insgesamt habe ich die Atmosphäre als sehr angenehm empfunden. Interessant war, dass im TV alles sehr weitläufig und groß aussieht, im Studio ist es aber eher klein. Man steht wirklich direkt vor den Löwen, und da kann auch mal eine Kamera 20 cm vor dem Gesicht vorbei gleiten. Und ich habe festgestellt, dass mir manche Löwen sympathischer waren, als ich es aus den Sendungen vermutet hätte. Im Nachgang kann ich nur jedem raten: Bereitet euch ordentlich vor. Ich habe sehr viele Stunden in die Vorbereitung investiert und trotzdem fallen einem dann immer wieder Dinge ein, die man hätte besser machen können. Wenn ich noch mal in die Höhle gehen würde, hätte ich mir auch ein professionelles Coaching als Vorbereitung geleistet. Da gibt es sehr gute Möglichkeiten von Leuten, die sich hinter den Kulissen der Sendung auskennen.

Nach der Aufzeichnung: Was ist seither passiert bei Wizardo?

Wir verzeichnen schon seit einiger Zeit steigende Besucherzahlen im Shop. Da wir mit dem Auftritt in der Sendung aber erst nach Freigabe durch die Redaktion offiziell werben dürfen, können wir den eigentlichen Ansturm (oder das, was wir uns erhoffen) erst später beurteilen.

Die nächsten Schritte für Wizardo?

Eine große amerikanische Firma hat Interesse an der Produktlinie. Ausserdem werden wir das Sortiment um neue Masken-Charaktere erweitern. Insbesondere die Tiermasken und die etwas überzeichnet dargestellten Partymasken-Charaktere sind gerade sehr gefragt. Hier werden wir weiter dran arbeiten. Langfristig möchten wir unsere Marke und auch den Webshop bekannt machen als Synonym für gute, hochwertige Masken zu fairen Preisen.

Wie bewertest du rückblickend die Erfahrung „Die Höhle der Löwen“ für Wizardo? 

Ich würde sofort wieder da reingehen! Aber im Ernst: die Erfahrung  ist definitiv eine Besondere, die nicht viele Gründer in Ihrer Laufbahn vorweisen dürfen. Abgesehen von wahnsinnig viel Arbeit, die eine solche Teilnahme neben dem „normalen“ Tagesgeschäft verursacht, hat es aber auch sehr viel Spaß gemacht. Was man gar nicht hoch genug bewerten kann ist das Feedback der Löwen.  Da sitzen ja Menschen, die in Ihrem Leben bereits viel erreicht haben und sich in der Geschäftswelt perfekt auskennen. Die Ratschläge der Löwen können unbezahlbar sein, wenn man bereit ist, diese anzunehmen. Insofern gewinnt auch jeder Teilnehmer, egal ob mit oder ohne Deal.

Alles zu „Die Höhle der Löwen“ gibt es in unserem Special zur Show.


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Über den Autor

Tobias Gillen

Tobias Gillen ist seit August 2014 Chefredakteur und seit Mai 2015 Geschäftsführer von BASIC thinking. Erreichen kann man ihn immer per E-Mail oder in den Netzwerken.

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