Testbericht

Kabelloser Staubsauger Dyson V8 im Test: Design trifft Einfachheit

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geschrieben von Tobias Gillen

Beim Staubsaugen stört meistens das Kabel. Zu kurz für die hinterste Ecke, zu umständlich für viele Räume. Dyson hat mit dem Dyson V8 nun den angeblich saugstärksten kabellosen Staubsauger rausgebracht. Wir haben das Luxusmodell unter den Staubsaugern getestet.

Dyson ist seit Jahren dafür bekannt, aus normalerweise langweiligen Alltagsprodukten wie Staubsaugern Designobjekte zu machen, die man sogar gerne benutzt im Schrank stehen hat. Für einen UVP von 599,- Euro muss ein Staubsauger fernab des schönen Aussehens aber dann doch ganz schön viel können, um seinen Preis zu rechtfertigen. Der Dyson V8* verspricht vieles, aber kann er es auch halten?

264 Patente oder angemeldete Patente fasst der V8, 150 Techniker und Entwickler haben daran gearbeitet – und das ganze 188.000 Stunden. Im Folgenden wollen wir uns alle relevanten Themen anschauen. Am Ende gibt es natürlich wie immer ein Fazit.

Der Lieferumfang

Im Lieferumfang beim Dyson V8 Absolute (es gibt auch noch eine Plus-Ausführung) sind der eigentliche Sauger, der eher aussieht wie eine Pistole aus einem Science-Fiction-Streifen, ein langes Saugrohr, zwei Aufsätze für Teppich- und Fliesen-/Holzböden, eine Mini-Elektrobürste sowie je eine Fugen- und Kombidüse enthalten. Dazu natürlich noch ein Akkuladekabel und eine Wandhalterung.

Das Design

Wie oben schon angemerkt, sind die Dyson-Geräte eigentlich immer etwas besonderes. Das Saugrohr in Metallic-Orange, der Rest in Silber mit roten und blauen Akzenten: Das Ding sieht einfach gut aus. Man hat gar nicht das Gefühl, so etwas ödes wie Staubsaugen zu erledigen, wenn man den V8 in der Hand hat.

Das Handling

Auch hier punktet der V8 klar: Die Bedienung und das Handling sind kinderleicht. Einfach den einen Aufsatz abdocken und den nächsten einrasten lassen. Über den Soft-Touch-Schalter kann man mit dem Zeigefinger saugen wie man an der Tankstelle tankt. Lässt man los, hört der V8 auf. Das spart zwar Strom und ist sehr simpel, kann aber gerade bei kleinen Händen und längerer Benutzung störend auffallen.

Dyson V8 kabelloser Staubsauger Test

Die Anwendungsfelder des Dyson V8 (Bild: Dyson)

Durch das einfache Handling ist es natürlich auch sehr simpel, den V8 in verschiedenen Situationen zu verwenden. Für die Staubfäden an der Decke kurz den Aufsatz abgesteckt und nur mit dem Rohr dran; fürs Auto das Rohr abgesteckt und nur die Mini-Elektrobürste drauf; für den Teppich schnell zwischen den beiden Aufsätzen gewechselt – das alles geht binnen Sekunden und ist eine enorme Zeitersparnis.

Die Batterieleistung

Laut Herstellerangaben sind im so genannten „MAX-Modus“, also der höchsten Saugkraft, nur sieben Minuten Akkulaufzeit drin.  Im Test kamen wir zwar auf acht Minuten, das lässt einen aber dennoch eher enttäuscht zurück. Im Normalmodus kommt man je nach Düse zwischen 25 und 40 Minuten hin. Das reicht im Normalfall (also bei nicht exzessiver Verschmutzung) locker aus, um die Wohnung (ca. 100 qm) zwei bis drei Mal zu saugen.

Hier hat Dyson im Vergleich zum Vorgängermodell, dem V6, von einem Nickel-Mangan-Cobalt- auf einen Nickel-Cobalt-Aluminium-Akku und beim Motor auf effizientere Mechanismen umgestellt. Negativ fällt auf, dass der Dyson V8 ewig lädt, in unserem Test an die drei Stunden. Das ist leider too much.

Die fehlenden Kabel

Natürlich der absolute Pluspunkt am V8: Die kabellose Bedienung. Es gibt doch nichts nervigeres, als beim Saugen ständig auf die Entfernung zur Steckdose achten zu müssen, zwei Mal umzustecken, das Kabel unter der Tür rauszuzerren und dann wieder nicht in die letzte Ecke zu kommen, weil es zu kurz ist. All das entfällt mit dem V8 und allen anderen kabellosen Staubsaugern auf dem Markt. Eine Wohltat.

Zudem spart das natürlich auch viel Platz. Keine großen Staubsauger mehr im Kämmerchen, keine Schläuche mehr, die einem entgegenkommen. Der V8 hängt an der Wand, wird da direkt aufgeladen und fällt fast nicht auf. Der Nachteil (siehe oben) ist natürlich die Batterieleistung bzw. der Ladeaufwand.

Die Reinigung

Ja, auch ein Staubsauger kann ab und zu Reinigung vertragen, insbesondere wenn man Haustiere oder aber – hier spreche ich aus Erfahrung – eine Freundin mit langen Haaren hat. Die verfangen sich gerne mal in den Bürsten und mindern so mit der Zeit die Leistung. Beim V8 kann man die Bürsten mit einem Handgriff entnehmen, kurz saubermachen und wieder einsetzen. Ebenso mit dem Filter. So sollte es sein.

Die Entleerung

Mit einem Fassungsvermögen von knapp über einem halben Liter ist der V8 kein sehr gefräßiges Staubmonster. Die Entleerung klappt mit einem Griff direkt über dem Mülleimer und dauert nicht lange. Das allerdings, zumindest so mein Eindruck, ist wiederum kein besonders hygienischer Vorgang. Ich mag es lieber, wenn man den Staub in einem Beutel sammelt und diesen Beutel im Ganzen wegwirft statt ihn nochmal über dem Mülleimer auszukippen.

Der Filter

„Die Ausblasluft des Geräts ist sauberer als die Raumluft, die Sie atmen.“ Das verspricht Dyson auf seiner Website. Das liege am Nachmotorfilter, der Allergene aufnehme. Schwer zu überprüfen für den Normalnutzer, zumindest der von anderen Staubsaugern bekannte „schmutzige Geruch“ der Ausblasluft kann nicht festgestellt werden.

Dyson V8 kabelloser Staubsauger Test Technik

Blick ins Innere des Dyson V8 (Bild: Dyson)

Die Lautstärke

82 dB gibt Dyson selbst an. Das liegt im üblichen Rahmen und fällt weder positiv noch negativ auf. Im Normalmodus ist der Dyson aber angenehm leise – man kann sich mit leicht erhobener Stimme locker unterhalten.

Die Fakten in der Übersicht

Farbe orange / silber
Gewicht 2,6 kg (bzw. 6 kg mit Zubehör)
Produktabmessungen 124,6 x 25 x 22,2 cm
Fassungsvermögen 0,54 Liter
Leistung 425 Watt
Spannung 21 Volt
Aktionsradius 1000 cm
Lautstärke 82 dB
Laufzeit 25 bis 40 Minuten

Fazit: Lohnt sich der Dyson V8?

Nachdem wir die wesentlichen Punkte und die Fakten besprochen haben, sei ein Fazit erlaubt: Der Dyson V8 ist mit Abstand der schickste Staubsauger auf dem Markt, liefert hervorragende Saugergebnisse und Komfort beim Handling und hat eine annehmbare Akkuleistung.

Auf der Kontraseite steht die enorm lange Ladezeit, das kleine Fassungsvermögen und die Entleerung dessen. Zudem kann es auf Dauer stören, den Finger immer am Soft-Touch-Taster zu haben – ein Luxusproblem. Außerdem steht mit 599,- Euro UVP auch der Preis eher auf der Negativseite. Die muss man für einen Staubsauger erst einmal übrig haben.

Somit ist der Dyson V8 wohl nur etwas für Menschen, die wirkliche Probleme mit dem Staubsaugen haben, die häufig zwischen verschiedenen Anwendungszwecken schwanken und die eine platzsparende Lösung suchen. Zudem kann der Dyson V8 auch für Allergiker interessant sein – auch wenn es da genügend gute und günstigere Alternativen gibt.

Wem die 599,- Euro nicht wehtun, wird mit dem Dyson V8* vollumfänglich glücklich werden. Wer es etwas günstiger möchte, kann sich auch mal das Vorgängermodell, den Dyson V6*, anschauen. Der liegt in allen Werten zwar unter dem V8, könnte aber eine Alternative sein.

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Über den Autor

Tobias Gillen

Tobias Gillen ist seit August 2014 Chefredakteur und seit Mai 2015 Geschäftsführer von BASIC thinking. Erreichen kann man ihn immer per E-Mail oder in den Netzwerken.

3 Kommentare

  • Hallo Tobias, nachdem ich schon lange die Vorzüge eines Dyson Bodenstaubsaugers genieße lag es nah, mir auch ein Akkumodell zuzulegen. Das von euch vorgestellte Modell war mir ebenfalls zu teuer und für meine Anwendung, schnell mal die Treppe saugen oder in der Küche die Krümel wegsaugen, zu unhandlich. Dafür gibt es eine viel bessere und auch günstigere Alternative: Der Dyson v6 Trigger+ Mehr braucht man nicht, weniger sollte man aber auch nicht ausgeben. Der „Kleine“ saugt besser als mach ein Bodensauger. Für mich gibt es nichts besseres!

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