Dislike-Button

Dislike-Button im Facebook Messenger: Macht euch keine großen Hoffnungen

Christian Erxleben
Bild: Artefacts Team / Flickr (CC BY 2.0)

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Bereits seit einigen Jahren fordern Nutzer einen Dislike-Button auf Facebook. Konzernchef Mark Zuckerberg wehrte sich bislang dagegen. Nun gibt es einen ersten Test – im Facebook Messenger.

Der Like-Button wurde über die Jahre zum Markenzeichen von Facebook und zum universellen Kommunikationsmittel in der digitalen Kommunikation. Ein Daumen nach oben – das bedeutet, dass jemandem etwas gefällt.

Selbstverständlich ist die Bandbreite an Reaktionen auf Produkte und redaktionelle Artikel bedeutend größer. Deswegen führte Facebook vor mehr als einem Jahr fünf weitere „Reactions“ ein: „Love“, „Wow“, „Haha“, „Traurig“ und „Wütend“. Eben jene fünf Begleiter laufen dem Gefällt-Mir-Button in der Zwischenzeit den Rang ab.

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Das merkt auch Facebook und hat sich dazu entschieden, Reactions vom Newsfeed-Algorithmus höher bewerten zu lassen. „Over the past year we’ve found that if people leave a Reaction on a post, it is an even stronger signal that they’d want to see that type of post than if they left a Like on the post. So we are updating News Feed to weigh reactions a little more than Likes when taking into account how relevant the story is to each person“, erklärte ein Facebook-Sprecher.

Facebook testet den Dislike-Button

Und es geht noch weiter: Mark Zuckerberg und sein Team haben einen Test für einen Dislike-Button im Facebook Messenger gestartet. Das bestätigte Facebook gegenüber dem US-amerikanischen Magazin „Techcrunch„. Einige Nutzer hatten in einer Betaversion einen entsprechenden „Gefällt mir nicht“-Knopf entdeckt.

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In der Betaversion des Facebook Messengers wurde ein Dislike-Button entdeckt. Facebook bestätigte den Test bereits. (Bild: Techcrunch)

Facebook geht es bei diesem Test darum, den Spaß beim Benutzen des Messengers zu erhöhen. Zudem sollen der Dislike-Button und die weiteren Reaktionen dabei helfen, die Wirkung einer Nachricht leichter und schneller einzuordnen.

Keine Garantien und Rückschlüsse

Das Experiment ist kein Zeichen für zukünftige Veränderungen im Newsfeed. Vielmehr soll der Daumen nach unten für ein „Nein“ oder eine Absage stehen. Ein ähnliches System hat der Team-Messenger Slack schon vor einiger Zeit eingeführt.

Da sich Mark Zuckerberg schon mehrfach gegen die Einführung eines Dislike-Buttons in der Facebook-App ausgesprochen hat, solltet ihr euch keine zu großen Hoffnungen machen, dass demnächst ein Dislike-Button in die Haupt-App implementiert wird. Der blaue Riese soll ein weitestgehend positiver Ort bleiben. Ein Dislike-Button widerspricht diesem Konzept grundlegend.

Auch interessant: Facebook: Lieber Like, du wirst hier nicht länger gebraucht

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Christian Erxleben arbeitet als freier Redakteur für BASIC thinking. Von Ende 2017 bis Ende 2021 war er Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig.