ICE im Bahnhof

Bahn-Spot „ToleranzZeit“ wird im Netz heiß diskutiert

Marinela Potor

Seit dem 13. März läuft der neue Werbespot der Deutschen Bahn „ToleranzZeit” in den sozialen Netzwerken heiß. Auf Facebook wurde er 1,6 Millionen mal angeschaut, auf YouTube hat er knapp 50,000 Views und auf Twitter trendete der Spot unter #toleranzzeit. Was ist da los?

Offensichtlich hat die Deutsche Bahn mit ihrem neuen Werbespot einen empfindlichen Nerv getroffen. Zu sehen sind zwei Bahnreisende im Zug, ein Medizinstudent und eine junge Muslima mit Kopftuch. Nachdem der Student gedanklich so ziemlich alle Klischees gegen Moslems durchgeht, stellt er fest, dass auch sie Medizin studiert. Ein Happy End für mehr Toleranz, so hat es sich zumindest die Deutsche Bahn gedacht.

Propaganda, Nobelpreisträger und eine Soap Opera

Doch die Reaktionen im Netz zeigen, der Spot polarisiert. Da gibt es zum Einen diejenigen, die die Botschaft der Deutschen Bahn loben …

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… und sehr viele, denen der Spot absolut gegen den Strich geht.

Besonders auf YouTube sind viele Nutzer sehr aufgebracht. Von Wessi-Propaganda über Sarkasmus bis hin zur Diskussion über muslimische und jüdische Nobelpreisträger findet sich hier so ziemlich alles an Kommentaren zum Video.

Andere sahen das Video humorvoll als spannende Soap Opera, während viele den Spot zum Anlass nahmen, um – mal wieder – über die Unpünktlichkeit der Deutschen Bahn zu schimpfen.


Und die Deutsche Bahn? Die scheint eher damit beschäftigt, Beleidigungen zu entfernen, als irgendwelche Erklärungen zum Spot abzugeben.

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Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitäts- und Technologietrends aus der ganzen Welt.