LeAD Sports Accelerator: Die Startup-Schmiede der Adidas-Erben

Philipp Ostsieker
LeAD Sports Accelerator: Die Startup-Schmiede der Dassler-Erben

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Der Name LeAD Sports Accelerator steht für „Legacy of Adi Dassler“. Mit LeAD möchten die Adidas-Erben zukünftig Sport-Startups fördern.

Nach dem Verkauf ihrer Anteile an Adidas verschwanden die Erben von Adi Dassler aus der Öffentlichkeit. Mehr als 25 Jahre später tauchen einige Enkel des Unternehmensgründers wieder auf. In der April-Ausgabe der Capital erläutern sie ihre großen Pläne.

Hinter dem Förderprogramm stehen Horst und Klaus Bente. 2016 gründeten die beiden das „Adi Dassler International Family Office“ – eine Investmentfirma für Unternehmerfamilien. Im Fokus des Projektes steht die Förderung innovativer Startups aus dem Sport.

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Konkret suchen die Adidas-Erben u.a. Startups aus Bereichen wie Technologie, E-Sports, Active Lifestyle und Performance. Das Programm richtet sich „sowohl an Gründer in der Seed-Phase als auch an Startups, die bereits auf dem Markt und an Experten-Input wie Netzwerkzugang interessiert sind“

Was bietet der LeAD Sports Accelerator den Startups?

Interessierte Startups können sich noch bis zum 31. Mai 2017 hier bewerben. Die Auswahl der fünfzehn Teilnehmer des Accelerator-Programms findet am 6. und 7. Juli statt. Das Programm beginnt am 12. September in Berlin und endet am 8. Dezember. Im Oktober gibt es das Halbfinale, nach dem die zehn besten Startups im Programm bleiben dürfen. Beim Finale am 8. Dezember dürfen sich die Startups vor mehr als einhundert VC-Kapitalgebern präsentieren.

Der LeAD Sports Accelerator bietet den Startups verschiedene Möglichkeiten der Förderung:

  • 12 Wochen hoch intensives Training inklusive „Stress-testing“ des Geschäftsmodells, Aufsetzen des rechtlichen Rahmens, die Vermittlung von Leadership- sowie Pitch-Fähigkeiten
  • ein erstklassiges Industrie- und Expertennetzwerk
  • direkter Zugang zu Kapital
  • exklusive Deals der LeAD-Servicepartner
  • 25.000 Euro pro Startup, das es unter die Top 10 schafft
  • Sichtbarkeit innerhalb der Medien- und internationalen Sportbranche

Im Gegenzug müssen die teilnehmenden Startups acht Prozent ihrer Unternehmensanteile abgeben. Derzeit sind die Veranstalter noch auf Investorensuche.

Zu den rund 50 Unterstützern und Mentoren des Programms zählen Branchengrößen wie Jörg Rheinboldt, Vorstandsvorsitzender des Startups-Förderungsprogramms Axel Springer Plug’n’Play, Raphael Brinkert, Mitgründer und Geschäftsführer von Jung von Matt/Sports, Björn Brüggemann, Leiter Sport & Athlete Marketing von Red Bull und Olaf Meinking, Sportanwalt und Manager des Fußballtrainers Thomas Tuchel.

LeAD beschwört den Adidas-Gründergeist

Die Idee, junge Menschen zu fördern, sei ganz im Sinne seines Großvaters gewesen, ist er sich sicher. Denn der sei jemand gewesen, der immer mit den Atlheten gearbeitet habe. Ein Tüftler, kein Verkäufer oder Marketing-Mensch.

Für uns ist Scheitern keine Option. Damit würden wir das Vermächtnis unseres Großvaters belasten. (Horst Bente)

Spannende Ideen gibt es genug. Die LeAD-Verantwortlichen werden genau prüfen, welche Ideen den 700 Mrd. Dollar schweren globalen Sportmarkt umkrempeln können. Laut Andrew White, einem der ersten LeAD-Investoren, „gibt es für Startups aus dem Sport da draußen im Moment nichts Vergleichbares“.

LeAD Sports Accelerator will expandieren

White ist überzeugt, dass  das Programm auch in andere Länder erfolgreich sein wird. Drei Runden sind fest eingeplant, die zweite in den USA. Der asiatische Werbekonzern Dentsu soll ebenfalls Interesse haben. Schließlich steht Olympia 2020 in Tokio vor der Tür.

Laut Capital kosten die sogenannten „Tickets“, die die Investoren erwerben können, etwa 200.000 Euro. Für das eingesetzte Kapital erhalten die Investoren je fünf Prozent an einer Holding. Diese Holding hält die LeAD-Anteile an den Start-ups und eine Call-Option für künftige Finanzierungsrunden.

Das Projekt kosten 3,2 Mio. Euro, die die Familie das Projekt auch alleine stemmen. Die Investoren sollen vor allem ihr Netzwerk und Know-how beisteuern. Das klare Profil für die 12 externen Investoren mit Stimmrecht:

  • keine stillen Geldgeber
  • keine Konzerne
  • „einzigartige Einzelpersonen aus der ganzen Welt, die sich für Sport begeistern“

Wir sind gespannt, wer dieses Profil ausfüllen wird – und vor allem, welche Projekte aus der LeAD-Förderung hervorgehen werden.

Wer sich für das Thema interessiert, dem sei der Podcast Sport Maniac empfohlen. Moderator Daniel Sprügel spricht hier mit Tim Krieglstein.

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Philipp Ostsieker ist Medien- und Digitalmanager aus Hamburg. Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit als selbstständiger Digital Content Strategist schreibt Philipp für BASIC thinking die Kolumne „Matchplan“, in der er über den Tellerrand blickt und durch die innovativen Ideen der Sportbranche führt.