IntelliGym: Fußballer im Weltall

IntelliGym: Fußball-Training im Weltall

Philipp Ostsieker

Football IntelliGym ist ein computerbasiertes Trainingsprogramm. Mit dem Programm sollen Fußballer ihre kognitiven Fähigkeiten weiterentwickeln können.

Laut IntelliGym CEO Danny Dankner verbessert die Software den „Game IQ“ der Fußballer. Spieler müssen unter Druck schnelle Entscheidungen treffen. IntelliGym unterstützt sowohl Spieler als auch Klubs dabei.

Gemäß Sporttechie ähnelt der wissenschaftliche Ansatz kognitiven Trainingsprogrammen wie etwa dem des New York Sports Science Lab. Wissenschaftler an der VU University Amsterdam haben die Effektivität von IntelliGym getestet. Ihr Test-Partner: Die holländischen Fußball-Akademien von PSV Eindhoven und AZ Alkmaar. 52 Spieler zwischen vierzehn und siebzehn Jahren nutzten das Programm zweimal pro Woche 30 Minuten über einen Zeitraum von zehn Wochen. Die Gruppe, die das neue Trainings-Programm nutzte, verbesserte sich in ihrer Spiel-Performance um 30 Prozent.

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Wie ist diese Perfonce-Steigerung möglich? Dank der Einheiten verbessert sich die Fähigkeit des Gehirns, Informationen zügig zu konsolidieren und zu speichern. Zu beachten sind unter anderem ausreichende Abstände zwischen den Einheiten.

IntelliGym war ursprünglich für die U.S. Air Force geplant

Das Programm funktioniert als Videospiel, in dem die Spieler ein Raumschiff auf einem virtuellen Fußballfeld steuern. Das erste Modul trainiert das räumliche Verständnis sowie das Erkennen von Mustern. Auch das Teamwork wird trainiert. Mit dem Raumschiff müssen gegnerische Schüsse geblockt oder Mitspieler mit Torvorlagen bedient werden.

IntelliGym hat sich auf Basis einer kognitiven Trainingssimulation entwickelt. Mit dieser Simulation trainierten ursprünglich die Piloten der U.S. Air Force. In den achtziger und neunziger Jahren war kognitives Training zunächst innerhalb der amerikanischen und israelischen Luftwaffe relevant. In den 2000ern wurde das Programm im Sport adaptiert. Laut Danny Dankner gewannen die U-17- und U-18-Teams des US-Eishockey-Teams neun Goldmedaillen innerhalb von zwei Jahren. In diesem Zeitraum nutzten die Teams IntelliGym. Mittlerweile gibt es sogar drei Produkte auf dem Markt: Basketball, Fußball und natürlich Eishockey.

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Der Kern dieser Produkte: Sportler müssen nicht nur physisch trainieren, um Kraft oder Schnelligkeit zu entwickeln. Sie müssen auch das Gehirn trainieren, um ihr Spielverständnis auf dem Platz zu verbessern. Innovative Trainingsansätze werden dafür immer wichtiger. In der Fußball-Bundesliga beweist das zum Beispiel der Case TSG Hoffenheim zeigt.

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Philipp Ostsieker ist Medien- und Digitalmanager aus Hamburg. Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit als selbstständiger Digital Content Strategist schreibt Philipp für BASIC thinking die Kolumne „Matchplan“, in der er über den Tellerrand blickt und durch die innovativen Ideen der Sportbranche führt.