Dugout: Der Facebook-Rivale für Fußball-Fans?

Dugout: Der Facebook-Rivale für Fußball-Fans?

Philipp Ostsieker
Logo Dugout

Die vielen neuen Herausforderungen wie eSports, Snapchat & Co. sollten für die Fußball-Klubs ja eigentlich groß genug sein. Mit Dugout existiert seit Dezember eine zusätzliche Plattform. Bemerkenswert: Die größten Fußball-Klubs der Welt unterstützen Dugout.

Dugout ermöglicht es diesen Teams, Spielern wie Gareth Bale und Legenden wie Pelé, ihre eigenen Kanäle, Videos, Artikel und Bilder zu publizieren, um ihre Fans zu erreichen. Viele Inhalte sind schon 24 Stunden vor der Veröffentlichung auf den Social-Media-Kanälen der Klubs verfügbar.

Die Exklusivität dieses Contents und die Unterstützung so vieler Teams sind Kern der Strategie. Dugout will sich als Nr.1-Anlaufstelle für Fans etablieren. Die Inhalte fokussieren sich auf Lifestyle-Themen und Blicke hinter die Kulissen. Die Fans können sich diese Inhalte nach Wunsch zusammen stellen und gleichzeitig ihre eigenen Profilseiten im sozialen Netzwerk erstellen.

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Dugout verbucht laut Sporttechie acht Millionen Nutzer und dreizehn Millionen Seitenaufrufe. 85 Prozent der Nutzer greifen mobil auf die Plattform zu. Deshalb gibt es seit März die Dugout App.

Content-Kooperationen: Auch der FC Bayern ist auf Dugout aktiv

Die Website kooperiert mit 51 Klubs. Die prominentesten:

  • AC Mailand
  • Arsenal London
  • AS Monaco
  • AS Rom
  • Atletico Madrid
  • Chelsea London
  • FC Barcelona
  • FC Bayern München
  • Juventus Turin
  • Los Angeles Galaxy
  • FC Liverpool
  • Manchester City
  • Paris Saint-Germain
  • Real Madrid

Der FC Bayern München war einer von 27 Launch-Partnern. „Wir freuen uns auf den Start von Dugout. Auf dieser neuartigen Plattform können unsere Fans unserer Mannschaft stets hautnah folgen und miterleben, was rund um den FC Bayern und hinter den Kulissen des Rekordmeisters passiert“, erklärt Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender der FC Bayern München AG.

Auf der FCB-Präsenz sieht man nun, wie Thiago und Xavi Alonso Deutsch lernen oder Thomas Müller beim Basketball spielen.

Dugout hat Partnerschaften mit mehr als 150 Spielern unterzeichnet, inklusive Gareth Bale, Edson Cavani, Alexis Sanchez, Joe Hart und Neymar. Die Website bietet u.a. Präsenzen von Erik Lamela, Gianluigi Buffon, John Terry und Paulo Dybala.

Neuester Partner ist die portugiesische Nationalmannschaft. Fans von Cristiano Ronaldo & Co. bietet die Plattform Inhalte vom Training, Freundschaftsspielen oder großen Turnieren. Bewegtbilder vom Confed Cup oder von der EM 2016 sind natürlich auch zu sehen.

Das nächste große Ding oder nur „nice to have“?

„Dugout wurde entwickelt und gebaut für die Fans“, sagt Elliot Richardson, President & Co-Founder. „Der Fußball ist durch und durch global und die Fans wollen nicht mehr nur die Spiele im eigenen Land sehen – die wollen ihre Lieblings-Klubs und -Spieler weltweit verfolgen, auf und neben dem Platz.“ Und genau das bietet Dugout: einen einzigartigen Blick hinter die Kulissen der Klubs und auf das Leben der Spieler.

„Die Explosion der internationalen TV-Rechte und der Aufstieg der sozialen Medien bieten Dugout eine sehr gute Möglichkeit, um bestenfalls alle 3,5 Milliarden Fußball-Fans rund um den Globus zu erreichen. Wir glauben, dass sie lieben, was wir Ihnen bieten.“

Der Schachzug der Klubs, sich mit ihren Inhalten im Web unabhängiger von Facebook zu machen, ist interessant. Fraglich ist, ob das Alleinstellungsmerkmal bei Dugout nur in der Bündelung und Verpackung der Inhalte liegt. Oder stellen die Inhalte tatsächlich einen Mehrwert zu den Inhalten auf der eigenen Website, im Klub-TV, bei Facebook, Snapchat, YouTube & Co. dar.

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Philipp Ostsieker ist Medien- und Digitalmanager aus Hamburg. Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit als selbstständiger Digital Content Strategist schreibt Philipp für BASIC thinking die Kolumne „Matchplan“, in der er über den Tellerrand blickt und durch die innovativen Ideen der Sportbranche führt.