Firefox, Browser

Wegen Ad Defend: Private Mode von Firefox nicht mehr werbefrei

Christian Erxleben
Wer im Private Mode mit Firefox surft, bekommt bald trotzdem Werbung angezeigt. (Foto: Pixabay.com / Geralt)

Anzeige

Der Private Mode von Firefox verhindert nicht nur, dass seine Nutzer von Trackern verfolgt werden. Er schützt sie ebenfalls komplett vor Werbung. Das möchte nun der Hamburger Werbespezialist Ad Defend ändern.

Wer im Private oder Inkognito-Modus surft, macht dies in der Regel bewusst. Schließlich erlauben es diese Browser-Einstellungen dem Nutzer, den Tracking-Technologien der Werbebranche zu entkommen.

Wer den kostenlosen Browser Firefox nutzt, bekommt von der Mozilla Corporation im Private Mode als Add-On noch ein weiteres Feature hinzu: einen Schutz vor Anzeigen. Der Browser blockiert von sich aus und ohne Download von Erweiterungen die Ausspielung von Werbung.

UPDATE Newsletter BASIC thinking

Du willst nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 10.000 Vordenker bekommen jeden Tag die wichtigsten News direkt in die Inbox und sichern sich ihren Vorsprung.

Nur für kurze Zeit: Anmelden und mit etwas Glück Beats-Kopfhörer gewinnen!

Mit deiner Anmeldung bestätigst du unsere Datenschutzerklärung. Beim Gewinnspiel gelten die AGB.

Firefox ist in Deutschland relevant

Obwohl im internationalen Vergleich der Browser-Markt in der Zwischenzeit von Googles Dienst Chrome beherrscht wird, zeichnet sich in Deutschland ein anderes Bild.

Laut einer aktuellen Auswertung liegt Firefox (26 Prozent) hinter Google Chrome (34 Prozent) und vor Safari (20 Prozent) auf dem zweiten Rang der meistgenutzten Browser. Es ist also davon auszugehen, dass ein signifikanter Teil der deutschen Internet-Nutzer den Private Mode von Firefox nutzt.

Bildergalerie: So sieht es bei Microsoft in München aus

Daran scheint sich das Hamburger Ad-Tech-Unternehmen Ad Defend allerdings zu stören. Wenn es nach der Meinung von Dominik Reisig geht, missbraucht Mozilla durch das Aussperren von Werbung ein Stück weit seine Macht.

Ad Defend gegen Nutzer und Entwickler

Der Geschäftsführer von Ad Defend ist davon überzeugt, dass ein nicht zu verachtender Anteil der Nutzer des Private Mode an Werbung interessiert ist.

„Die Werbeblockierung im Firefox Browser ist als Kollateralschaden zu werten, da Nutzer, die lediglich mehr Sicherheit und Privatsphäre suchten, sie automatisch in Kauf nehmen mussten“, erläutert der Manager.

Um diesem Eingriff von oben etwas entgegenzusetzen, hat Reisigs Firma Ad Defend eine Technologie entwickelt. Sie ermöglicht es Unternehmen, im eigentlich werbefreien Raum im Private Mode von Firefox Anzeigen auszuspielen. So sollen Advertiser die Reichweite der eigenen Kampagnen um bis zu fünf Prozent erhöhen können.

Dass sich Ad Defend damit gegen den Willen der Entwickler des Browsers stellt und vermutlich auch zahlreichen Nutzern Werbung ausspielt, die sie nicht sehen wollen, scheint dem Unternehmen nicht so wichtig zu sein.

?? This text is also available in an English version

Auch interessant:

🤝 25 Euro geschenkt!

Eröffne jetzt dein kostenloses NIBC Tagesgeld und erhalte bis zu 2,75 Prozent Zinsen auf dein Geld! Und obendrauf gibt's sogar noch 25 Euro geschenkt!


Jetzt Zinsen sichern

Voraussetzungen gelten, Anzeige

STELLENANZEIGEN
Graphic Designer & Content Creator (m/w/d)
FamiCord AG in Leipzig
Senior SAP Consultant FI/CO (f/m/div.)
Bosch Gruppe in Wetzlar
Intern/Working Student (m/f/d) in Generative AI
Clarios Germany GmbH & Co. KG in Hannover
Intern (m/f/d) in Digital Marketing
Clarios Germany GmbH & Co. KG in Hannover
Senior Cyber Security Engineer (m/f/d)
Clarios Germany GmbH & Co. KG in Hannover
Vertriebsingenieur (Ingenieur Maschinenbau / ...
a2tec GmbH in Hamburg
Digital Marketing Manager (m/w/d)
Schwer Fittings GmbH in Denkingen
Personalberater (m/w/d)
Ratbacher GmbH - Karriere bei Rat... in Stuttgart, M...
Teile diesen Artikel
Christian Erxleben arbeitet als freier Redakteur für BASIC thinking. Von Ende 2017 bis Ende 2021 war er Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig.