Marken-Studie: Borussia Dortmund verteidigt seinen Titel

Marken-Studie: Borussia Dortmund verteidigt seinen Titel

Philipp Ostsieker

Die Markenlandschaft der Fußball-Bundesliga wurde zum sechsten Mal von einem Forschungsteam um den Braunschweiger Wirtschaftsprofessor David Woisetschläger untersucht. Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund setzt sich laut der repräsentativen Umfrage unter 4.060 Einwohnern in Deutschland erneut unter den 36 Fußball-Bundesligisten durch und verteidigt damit erfolgreich den Titel des Markenmeisters. Aufbau und Pflege einer starken Marke gewinnen im Wettbewerb um bestehende Marktpotenziale an Bedeutung für die Vereine.

„Getragen durch die positive Gesamtentwicklung des Vereins und flankiert durch ein professionelles Markenmanagement ist es Borussia Dortmund gelungen, in den vergangenen Jahren ein ausgesprochen positives Vereinsmarkenbild in der öffentlichen Wahrnehmung zu etablieren“, erklärt Professor David Woisetschläger, Inhaber des Lehrstuhls für Dienstleistungsmanagement an der TU Braunschweig.

Seit der Einführung des Vereinsmarkenrankings können die „Schwarz-Gelben“ die Markenmeisterschaft stets für sich gewinnen. Damit tragen sie den Titel als stärkste Bundesliga-Vereinsmarke. Der BVB verliert im Vergleich zum Vorjahr deutlich an Zuspruch. Dennoch sichert sich der BVB mit einem Markenindex-Wert von 60,28 Punkten (von maximal 100 möglichen Punkten) die Spitzenposition. Der Wert setzt sich aus der erzielten Vereinsbekanntheit und Vereinseinstellung zusammen.

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Auf den folgenden Rängen hat sich einiges getan. Der SV Werder Bremen löst den FC Bayern München als ärgsten Verfolger von Borussia Dortmund ab. Die „Grün-Weißen“ feiern nach dem Absturz des Vorjahres ein starkes Comeback und den Aufstieg im Vereinsmarkenranking auf den zweiten Platz mit einem Markenindex von 54,76 Punkten.

Borussia Dortmund vorm FC Bayern

Der FC Bayern München dagegen muss Einbußen in vielen Kategorien hinnehmen. Besonders im Sympathieranking sind die Münchener auf dem letzten Platz weit abgeschlagen. Vergleichbar schlecht wird in dieser Kategorie sonst nur noch der RB Leipzig beurteilt. „Beide Vereinsmarken verbindet, dass sie bei den Befragten eine starke Polarisierung hervorrufen: entweder werden sie geliebt oder verachtet“, erklärt Woisetschläger. Fans im Westen beurteilen die „Roten Bullen“ weiterhin skeptisch. In der vergangenen Saison hat der Klub gerade in den östlichen Bundesländern viele Anhänger hinzugewonnen.

Ausführliche Ergebnisse zu der Vereinsmarkenwahrnehmung sämtlicher 36 Vereine der ersten und zweiten Fußball-Bundesliga finden sich in der Studie „Fußballstudie 2017 – Die Markenlandschaft der Fußball-Bundesliga“, die ihr hier abrufen könnt.

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Philipp Ostsieker ist Medien- und Digitalmanager aus Hamburg. Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit als selbstständiger Digital Content Strategist schreibt Philipp für BASIC thinking die Kolumne „Matchplan“, in der er über den Tellerrand blickt und durch die innovativen Ideen der Sportbranche führt.