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Schlechte Software: So viel Arbeitszeit geht jede Woche verloren

Arbeitsplatz, Office, Schreibtisch, Arbeitszeit
Bis zu sechs Stunden in der Woche gehen durch schlechte Software an Arbeitszeit verloren. (Foto: Pixabay.com / FirmBee)
geschrieben von Christian Erxleben

Auch wenn viele Agentur-Mitarbeiter eigentlich eine reguläre 40-Stunden-Woche haben, ist ein Großteil deutlich länger im Büro. Schuld daran hat oftmals die schlechte Software im Büro, mit der wertvolle Arbeitszeit verschwendet wird.

Wer in der Marketing- und Tech-Branche arbeitet, hat in der Regel ein kleines Faible für Technik. Nicht umsonst sind die Spitzenmodelle von Apple, Samsung und Co. fest in den Alltag der Angestellten integriert – zumindest als privater Wegbegleiter.

Umso frustrierender ist es für Agentur-Mitarbeiter oder Tech-Spezialisten, wenn Soft- und Hardware am Arbeitsplatz nicht mit den eigenen Geräten mithalten können.

Wer nun glaubt, dass diese Meinung nur der Arbeitsmoral einiger Mitarbeiter schadet, täuscht sich gewaltig. Tatsächlich sorgt fehlende oder schlechte Software für finanzielle Schäden bei Unternehmen.

Mehr als sechs Stunden verschwendete Arbeitszeit pro Woche

Das belgische Cloud-Unternehmen Teamleader hat im Juli und August 2017 eine entsprechende Studie unter 1.000 Vollzeit-Angestellten (166 aus Agenturen) in Deutschland durchgeführt. Die Ergebnisse sind erschreckend: Mehr als sechs Stunden der Arbeitszeit gehen jede Woche durch eine mangelhafte Software verloren.

„Man möchte sich gar nicht ausrechnen, wie viel Zeit in Deutschland insgesamt verschwendet wird, weil der digitale Werkzeugkasten nicht optimal funktioniert“, kommentiert Jeroen De Wit, Geschäftsführer bei Teamleader, die Resultate der Umfrage.

Insgesamt haben sich einige Schwerpunkte herauskristallisiert, die besonders viel Zeit gekostet haben:

  1. Ein bis zwei Stunden pro Woche gehen durch Abstimmungsprozesse und Freigaben für Angebote und Konzepte verloren.
  2. Ebenfalls ein bis zwei Stunden der wöchentlichen Arbeitszeit gehen durch manuelle Prozesse verloren, die problemlos auch automatisiert ablaufen könnten.
  3. Insgesamt drei Stunden gehen durch Terminmanagement, Zeiterfassung und Dateimanagement verloren.
  4. Jeweils eine weitere Stunde der kostbaren Arbeitszeit geht durch Desktop-Anwendungen verloren, die es nicht mobil gibt, und durch nutzerunfreundliche Software.

Durch die schlechte Ausstattung in deutschen Unternehmen verliert jeder Mitarbeiter fast einen kompletten Arbeitstag in der Woche. Das wird auf Dauer teuer für die Geschäftsführung. Hinzu kommt, dass die Mitarbeiter den Zeitverlust durch Überstunden abfedern müssen und somit doppelt leiden.

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Über den Autor

Christian Erxleben

Christian Erxleben ist seit Ende 2017 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig. Sein Weg zu BASIC thinking führte über die Nürnberger Nachrichten, Focus Online und die INTERNET WORLD Business. Beruflich und privat liebt und lebt er Social Media.

5 Kommentare

  • Diesen Beitrag finde ich ziemlich dünn, wirklich hilfreich wären einige konkrete Beispiele für jeden der 4 Punkte.
    Als IT-Verantwortlicher in meiner Firma versuche ich immer, meinen Kollegen die Arbeit durch die sinnvollste Software zu vereinfachen, aber auch wenn ich weiß, was theoretisch (z.B mit KI-Unterstützung) alles möglich ist, so ist die größte Schwierigkeit oft, die passende Software oder Hardware zu finden, die nicht gleich ein Vermögen kostet.

  • Naja, da ist aber vieles sehr weit hergeholt:

    1. Abstimmungsprozesse und Freigaben beschleunigt man nicht wesentlich durch Software – hier liegt’s am „soften“ Faktor Mensch, der hier nicht hinterherkommt. Spätestens wenn’s der Chef ist, nützt hier auch keine Software mehr, die Person X ständig „remindet“.

    2. „Manuelle Prozesse…“- Richtig, aber auch hier kein Problem schlechter Software, sondern meist ein Problem fehlender (!) Software (bzw. Automatisierung).

    3. Terminmanagement: Wieder kein Problem schlechter Software, sondern meist ein menschliches, da man, ähnlich wie bei Freigaben, ständig auf Rückmeldungen warten muss. Wie man durch Zeiterfassung viel Zeit verliert erschließt sich mir nicht wirklich – und ich arbeite in einem Unternehmen, welches sich (auch) darum dreht. 😀 Übertriebene Zeiterfassung? Oder was soll hier konkret gemeint sein? Wenn ich meinen Arbeitstag im Kopf durchgehe: da verschwende ich keine 2 Minuten für die Zeiterfassung, inklusive Projektzeiterfassung.

    Dateimanagement ist oft ein Problem schlechter Software, aber noch öfter ein Problem schlechter organisierter Archive.

    4. Gut, ist ja mal beispielhaft dargelegt worden.

    De facto bleiben da bei mir nur ca. 2 Stunden auf dem Zettel stehen, die konkret durch schlechte Software verloren gehen. Und das deckt sich ungefähr auch mit meiner persönlichen Erfahrung, wenn’s „mal wieder am Rechner bummelt“. Oder bei Kunden.

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