Video-Assistent: FIFA sucht Tech-Partner für WM 2018

Video-Assistent: FIFA sucht Tech-Partner für WM 2018

Philipp Ostsieker

Bei der Fußball-WM 2018 in Russland soll auf Wunsch der FIFA der Video-Assistent (VAR) debütieren. Beim Confed Cup 2017 startete der Weltverband den ersten Test. Jetzt hat die FIFA einen Aufruf veröffentlicht, in dem sie um einen Tech-Partner wirbt.

Der Video-Assistent soll als Schiedsrichter abseits des Platzes mit Hilfe von Video-Material den Schiedsrichter auf dem Platz unterstützen. Spielentscheidende Entscheidungen sollen zügig korrigiert, der Fußball insgesamt fairer werden.

Weltweit haben einige Profiligen den VAR bereits eingeführt. Noch sorgt der Video-Assistent nicht immer für nachvollziehbare Entscheidungen. Eines der Probleme ist die Anwendung der Abseitsregel. Deutsche Fans erinnern sich an das Supercup-Finale zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München. Der Video-Assistent funktionierte nicht einwandfrei. Die kalibrierten Linien, auf die der VAR normalerweise bei Abseitsentscheidungen zugreifen kann, lagen aufgrund technischer Probleme nicht vor.

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Besserer Video-Assistent dank neuer Technologien?

Im Aufruf der FIFA gibt der Fußball-Weltverband zu, dass hinsichtlich Abseitsentscheidungen bessere Technologien notwendig seien.

In der Pressemitteilung heißt es weiter: „Es ist deutlich geworden wie wichtig es ist, bei vermeintlichen Abseitsentscheidungen die richtigen Entscheidungen zu treffen, speziell wenn dabei ein Tor erzielt wird. Kalibrierte Abseitslinien werden als Entscheidungshilfen nachgefragt. Die FIFA sucht nach Anbietern einer Lösung für kalibrierte Abseitslinien, die der Video-Assistent als Unterstützung bei möglichen Abseitsstellungen nutzen kann.“

Die FIFA sucht einen neuen Anbieter, der dem VAR „sofort“ eine Abseitslinie zur Verfügung stellen kann, die zuverlässig die Position des Spielers in Relation zur Torlinie bieten kann. Diese virtuelle Linie muss zudem bei TV-Übertragungen hervorgehoben werden können – natürlich in mehreren Kameraeinstellungen. Die Technologie des neuen Anbieters soll mittels Daten-Tracking bis zu zwei Linien abbilden können, um dem VAR verlässliche Abseits-Informationen zu bieten.

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Interessierte Sporttechnologie-Unternehmen können die FIFA direkt per Email kontaktieren. Der Prozess beinhaltet ein umfangreiches Testen neuer Technologien. Ausgewählte Unternehmen sollen in einem detaillierten Angebot darlegen, wie ihre Technologie die WM 2018 bereichern würde. Die Entscheidung soll im Februar 2018 verkündet werden.

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Philipp Ostsieker ist Medien- und Digitalmanager aus Hamburg. Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit als selbstständiger Digital Content Strategist schreibt Philipp für BASIC thinking die Kolumne „Matchplan“, in der er über den Tellerrand blickt und durch die innovativen Ideen der Sportbranche führt.