Kampfroboter, die Zukunft des Sports?

Kampfroboter, die Zukunft des Sports?

Philipp Ostsieker
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Ja, es passiert wirklich. Wir reden nicht über Transformers oder Real Steel. Gigantische Kampfroboter dreschen aufeinander ein und unterhalten damit Zuschauer weltweit. Entsteht hier ein ernstzunehmender Sport der Zukunft? 

Ihr fandet schon eSports oder Drone Racing abwegig? Dann lest lieber nicht weiter. Die nächste sportliche Attraktion der Zukunft könnten Roboterkämpfe sein!

Im Oktober trafen die gigantischen Roboter Eagle Prime und Kuratas in einem gewaltigen Duell aufeinander. Die Roboter wurden jeweils von Menschen gesteuert und versuchen sich gegenseitig zu stürzen. Die drei Wege zum Gewinn: Wenn ein Roboter zu Boden geht, kampfunfähig ist oder ein Pilot aufgibt.

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Der Kampf fand über mehrere Runden statt. Twitch streamte das Duell am 17. Oktober.

Kampfroboter als Alternative zum klassischen Sport?

An der Umsetzung des Kampfes haben die Beteiligten ganze zwei Jahre gearbeitet. Im Fokus: Megabots Inc., eine Gruppe von US-Ingenieuren, bestrebt, gewaltige Kampfroboter aus Science Fiction, Videospielen und Filmen zu bauen. Die Gruppe forderte das Unternehmen Suidobashi Heavy Industries und ihren japanischen Kampfroboter Kuratas heraus.

Suidobashi stimmte dem Kampf nur unter der Bedingung zu, dass die Roboter tatsächlich kämpfen würden. Ursprünglich sollten sie nur mit großen Paintballs aufeinander schießen. „Wenn wir dieses Duell gewinnen, will ich sie schlagen, um sie anschließend zu zerreißen“ […], zitiert Mashable Suidobashi sinngemäß gegenüber Megabots.

Mithilfe von Kickstarter generierte Megabots 500.000 US-Dollar via Crowdfunding. Das Ziel: ein Upgrade für den Kampfroboter, um Schläge gegen Kuratas austeilen, aber auch einstecken zu können.

Dieser „Kampf der Giganten“ war ohne Frage unterhaltsam. Schon vor dem Kampf teilte Megabots mit, dass dies kein „One-off Event“ sein würde. Vielmehr sollen derartige Roboterkämpfe ein Sport der Zukunft werden.

The vision of MegaBots is to entertain a growing global audience of science-fiction fans and eSport enthusiasts by turning their dreams about giant robot combat into epic reality“ (Megabots website)

Beide Kampfroboter sind massive „Kerle aus Metall“. Eagle Prime von Megabot hatte jedoch einen Größenvorteil gegenüber Kuratas:

  • Eagle Prime: umgerechnet ca. 4,88 Meter, 10.886 Kilogramm
  • Kuratas: 3,96m, 5.896 Kilogramm

Der Austragungsort in einer verlassenen Halle in Japan wurde mit Wänden aus leeren Fässern und Schrottautos zu einer stimmungsvollen Kampfarena. Die Kampfroboter konnten in Deckung gehen oder Bestandteile der Umgebung als Waffe einsetzen.

Natürlich gibt es noch Optimierungsbedarf. Aktuelle Kämpfe können bis spät in die Nacht reichen und teilweise erst am nächsten Tag fortgeführt werden. Für Livestreams könnte dies auf Dauer schwierig sein.

Für einen ausführlicheren Einblick in die Welt des Roboter-Sports sei dringend dieser Beitrag von Prof. Dr. Sascha Schmidt empfohlen.

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Philipp Ostsieker ist Medien- und Digitalmanager aus Hamburg. Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit als selbstständiger Digital Content Strategist schreibt Philipp für BASIC thinking die Kolumne „Matchplan“, in der er über den Tellerrand blickt und durch die innovativen Ideen der Sportbranche führt.