Hirntraumata im Sport: Blut-Biomarker-Sensoren als Meilenstein?

Hirntraumata im Sport: Blut-Biomarker-Sensoren als Meilenstein?

Philipp Ostsieker

Ein Team von Forschern an der Purdue University hat eine Testmethode für das Auftreten von Krankheiten entwickelt. Diese könnte sich bei der Diagnose traumatischer Hirnverletzungen als extrem wirksam erweisen. Wird die Vielzahl von Geräten zur Erkennung von Gehirnerschütterungen, die derzeit im Highschool-, College- und Profisport eingesetzt werden, damit zukünftig überflüssig?

Die Purdue University hat die neue Methode in dieser Woche angekündigt. Sie verwendet kleine vibrierende Sensoren, die Spuren von Protein aus nur ein paar Tropfen Blut erkennen können. Der Test ist in der Lage, Proteine ​​zu finden, die auf bestimmte Krankheiten und andere Krankheiten hindeuten.

Nach Ansicht des Forschungsteams könnte diese Testvariante auf Krankheiten besonders bei der Suche nach Hirntraumata bei Sportlern anwendbar sein, bevor sich Symptome entwickeln.

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Aktuelle medizinische Tests und Geräte sind so entwickelt, dass sie Gehirnerschütterungen und Hirnverletzungen durch die Suche nach Anzeichen wie Sehbehinderungen und die Kraft des Kopfaufpralls bewerten.

Blut-Biomarker-Sensoren sollen Hirntraumata erkennen, bevor sich deren Anzeichen überhaupt erst manifestieren.

Blut-Biomarker-Sensoren als Gamechanger?

Die Fähigkeit der Sensoren, Blutproteine ​​zu erkennen, die auf eine traumatische Hirnverletzung hindeuten, ist auf das Austreten von Flüssigkeiten aus dem Gehirn in den Blutkreislauf zurückzuführen. Das passiert, sobald ein Athlet einen Kopfaufprall erleidet.

„Im Wesentlichen ist die Idee, dass, wenn man alles messen kann, was durch die Blut-Hirn-Schranke vom Gehirn in das Blut geht, es ein Problem ist, weil es im Gehirn bleiben sollte“, Eric Nauman. Nauman ist ein Mitglied des Forschungsteams und Professor an der School of Mechanical Engineering sowie der Weldon School of Biomedical Engineering.

Ein anderes Team von Forschern der Purdue University beschäftigt sich mit den Auswirkungen von Kopfverletzungen, insbesondere im Schul- und Highschool-Football sowie im Frauenfussball. Die Gruppe fand heraus, dass Gehirnerschütterungen oft das Ergebnis kumulativer statt augenblicklicher Einwirkungen sind. Dies würde bedeuten, dass dank Blut-Biomarker-Sensoren Hirntraumata schneller entdeckt werden könnten. Spieler müssten also nicht erst auf das Auftreten einer Gehirnerschütterung warten.

Laut Nauman würden 50 Prozent der Highschool-Footballspieler vor einer Gehirnerschütterungsdiagnose eine veränderte Gehirnchemie durchmachen. Dies werde aber nur bei fünf bis zehn Prozent der Spieler tatsächlich diagnostiziert.

Der Blut-Biomarker-Test ist offenbar erschwinglich. Dies solle es Highschool-Sportprogrammen, die im Vergleich zu den Hochschulen oft um Ressourcen ringen, ermöglichen, mehrmals pro Jahr umfangreiche Tests durchzuführen.

Nauman formulierte die Hoffnung, im Herbst 2018 zu beginnen, High-School-Athleten zu testen. Es ist schön zu sehen, welche Relevanz der Kampf gegen Gehirntraumata im Sport entwickelt hat. Die NFL hat mit der Nutzung des neuen Hightech-Helms VICIS ZERO 1 vorgelegt. Jede weitere Innovation wird hoffentlich intensiv diskutiert, um die Gesundheit zahlreicher Sportler zu gewährleisten.

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Philipp Ostsieker ist Medien- und Digitalmanager aus Hamburg. Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit als selbstständiger Digital Content Strategist schreibt Philipp für BASIC thinking die Kolumne „Matchplan“, in der er über den Tellerrand blickt und durch die innovativen Ideen der Sportbranche führt.