AG eSport: DOSB baut den Dialog aus

AG eSport: DOSB baut den Dialog aus

Philipp Ostsieker

Kann der eSport olympisch werden? In welchem Maße erkennen die klassischen Sportverbände den Hype an? Das Thema ist Teil einer Dauerdiskussion geworden. Jetzt signalisiert der DOSB sein Interesse an einer Annäherung zum eSport.

Die Diskussion war in den vergangenen Wochen vermehrt aufgekommen. Im positiven Sinne: Die neue Bundesregierung plädiert im Koalitionsvertrag für eine Anerkennung als Sportart. Im negativen Sinne: Für DFB-Präsident Reinhard Grindel sei eSport „kein Sport.“

Der DOSB bewertete den Ansatz der Bundesgegierung als „einen klaren Angriff auf die Autonomie des Sports“, um dem „populären Zeitgeist“ zu entsprechen.

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Das rief den eSport-Bund Deutschland (ESBD) auf den Plan Präsident Hans Jagnow:“Das ist kein Angriff auf den organisierten Sport, eSport möchte vielmehr Teil der Sportorganisierung werden.“

Wird mit der AG eSport jetzt alles besser?

Das steckt hinter der AG eSport

Die neue AG eSport des DOSB diskutierte bei ihrem ersten Treffen in Frankfurt über die Zukunft des eSport innerhalb des Verbands. Der DOSB hatte zuletzt vermehrt zu diesem Thema zusammengesessen und daraufhin einen engeren Personenkreis für eine Arbeitsgemeinschaft definiert.

Darin vertreten sind 20 Expertinnen und Experten aus Sportverbänden, der Games-Branche, Pädagogik, Recht, Wissenschaft und Jugendorganisationen. Dazu gehören unter anderem Vertreter der Landessportbünde, der Electronic Sports League (ESL) und des eSport-Bunds Deutschland.

Ziel der AG eSport ist es, „den Weg zu Empfehlungen zum Umgang mit dem Thema eSport für den organisierten Sport in Deutschland“ zu definieren, heißt es in einer Mitteilung. Dadurch soll der Dialog zwischen den Sportvereinen und -verbänden auf der einen und der eSport-Branche auf der anderen Seite gestärkt werden – ergebnisoffen, wie der Verband auf SPONSORsNachfrage betont. Im Frühsommer soll ein zweites Treffen folgen, ehe bis Oktober die Empfehlungen herausgegeben werden sollen.

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Wir haben unterschiedliche Perspektiven und konträre Sichtweisen von den Fachleuten gehört. Im Folgetreffen wollen wir uns mit Sportvereinen und Gamern austauschen, um Berührungspunkte und Trennendes in der Praxis zu ermitteln und gegenseitige Erwartungen zu klären. Ich freue mich auf den weiteren spannenden Austausch in den Treffen sowie die Diskussionen im Netz zu diesem für den Sport hoch relevanten Thema. (Veronika Rücker, Vorstandsvorsitzende des DOSB)

Offenbar diskutieren alle Entscheidungsträger ehrlich über die ganze Bandbreite des Themas. Damit ist ein erster Schritt getan.

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Philipp Ostsieker ist Medien- und Digitalmanager aus Hamburg. Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit als selbstständiger Digital Content Strategist schreibt Philipp für BASIC thinking die Kolumne „Matchplan“, in der er über den Tellerrand blickt und durch die innovativen Ideen der Sportbranche führt.