Chelsea setzt weiter auf Hackathons

Chelsea setzt weiter auf Hackathons

Philipp Ostsieker

Fußballklubs müssen es vielen Parteien recht machen. Klar, „der Fan steht immer im Fokus“. Aber auch die Verpflichtungen gegenüber Sponsoren, Medienunternehmen oder auch den eigenen Spielern sind nicht zu vernachlässigen. Und auch die Themen werden vielfältiger. Smart Stadiums, Fan Engagement & Co. sollen möglichst mehr als nur Buzzwords sein. Und entscheidend für jede (digitale) Innovation ist ohnehin eine funktionierende Organisation und Unternehmenskultur. Viel zu bedenken also für Vereine, über deren wesentlichen Erfolg eigentlich „auf’m Platz“ entschieden wird. Umso wichtiger, dass Klubs wie der FC Chelsea auf externen Input setzen, um voran zu kommen, etwa mit verschiedenen Hackathons.

Kürzlich veranstaltete der Chelsea Football Club einen weiteren Hackathon. An der Stamford Bridge fand der „The Chelsea FC Sports Tech Hack“ statt. Der Klub gilt in der Organisation derartiger Events mittlerweile schon als erfahren. Die Teilnehmer konnten eine Woche lang lernen, welche kurz-, mittel- und langfristigen Probleme Chelsea angehen möchte. Im Zentrum stand dabei das Thema Fankultur. Am letzten Tag des Hackathons präsentierten die Teams ihre Lösungen vor einer Jury.

Sowohl interne Experten gaben Insights zu ihren Aufgabenstellungen preis. Eine Drittperspektive bot etwa das Panel eines Microsoft-Mitarbeiters. Einer der Hinweise an die Teams: Nicht jeder Aspekt des Klubs sollte in der Breite abgedeckt werden.

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In den nächsten Jahren wird Chelsea mit allerlei Problemen konfrontiert sein. Mit den meisten dieser Probleme haben auch andere Klubs zu kämpfen. Andere sind dagegen spezieller. So wird Chelsea etwa für seine Heimspiele von der Stamford Bridge ins Wembley Stadium ziehen. Gleichzeitig wird das aktuelle Stadion zu einer hochmodernen Arena umgebaut werden, die künftigen Ansprüchen genügen soll.

Was lernt Chelsea aus den Hackathons?

Die Situation ist Fluch und Segen zugleich. Kaum jemand zieht gerne um. Aber der Klub kann die Zeit für wichtige Zukunftsplanungen nutzen. Viele Teilnehmer des Hackathons waren Experten für Fan Engagement. Im Zentrum standen also etwa Plattformlösungen für kontaktloses Ticketing, Reisewarnungen und kostenlose Werbegeschenke.

VR- und AR-Firmen präsentierten Wearable-Lösungen für junge Fans oder personalisierte Lösungen, die dem Klub helfen, seine Mitarbeiter am Spieltag bessser zu steuern.

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Bald wird sich zeigen ob die Blues sich für konkrete Ideen begeistern konnten. Vergangene Hackathons haben bereits neue Partnerschaften hervorgebracht. Ähnlich wie der FC Bayern, Manchester City & Co. scheint Chelsea entschlossen zu sein, neue Wege zu suchen, die den Klub nachhaltig voranbringen können.

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Philipp Ostsieker ist Medien- und Digitalmanager aus Hamburg. Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit als selbstständiger Digital Content Strategist schreibt Philipp für BASIC thinking die Kolumne „Matchplan“, in der er über den Tellerrand blickt und durch die innovativen Ideen der Sportbranche führt.