E-Flugzeug Kurzstrecken

Air Race E: Neuer Wettbewerb für spektakuläre Stunts mit E-Flugzeugen

Marinela Potor
Bild: Airbus Group

Air Race E verspricht eine absolute Weltneuheit: spektakluäre Wettkämpfe in der Luft – mit Elektroflugzeugen.

Das Konzept erinnert an die Formel E, bei der Elektroautos um die Wette rasen. Während der Wettbewerb der E-Autos anfangs nicht ernst genommen wurde, hat sich um die Formel E mittlerweile eine große Fangemeinde gebildet. Der Sport ist mittlerweile sogar so trendy, dass erste Sponsoren der Formel 1 den Rücken kehren, zugunsten der Formel E.

Das Team hinter Air Race E erhofft sich nun mit E-Flugzeugen einen ähnlichen Erfolg.

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Großes Vorbild: Air Race 1 World Cup

Das große Vorbild ist dabei der Air Race 1 World Cup, bei dem Piloten schwierige Parcours bei Geschwindigkeiten von bis zu 450 Kilometern pro Stunde abfliegen.

Auch bei der Air Race E soll es einen festgelegten Parcours geben, die Details befinden sich aktuell aber noch in der Planung. In den ersten Jahren sollen der Air Race 1 World Cup sowie die Air Race E jedoch parallel am gleichen Ort stattfinden.

Das ist nicht weiter verwunderlich, schließlich steckt hinter beiden Events das Unternehmen Air Race Events.

Der Fokus der Air Race E sind aber natürlich die Elektroflugzeuge. So müssen alle teilnehmenden Flugzeuge elektrisch betrieben sein und werden wahrscheinlich durch Propeller angetrieben.

Interessierte können sich die Rennen vor Ort anschauen. Darüber hinaus ist aber auch eine Übertragung per Livestream geplant. Die erste Air Race E soll 2020 stattfinden.

Bislang ist noch nicht klar, welche Unternehmen mitmachen werden und welche Partner und Sponsoren sich beteiligen werden. Die Organisation zeigt sich aber recht selbstbewusst, dass die eigene Expertise namhafte Unternehmen anziehen wird. Denn Air Race E bietet neben der Organisation der Rennen auch eigene Maschinen, eine Teststrecke sowie erfahrene Piloten.

Air Race E: Wettbewerb mit Mission

Neben dem Unterhaltungsfaktor schwebt der Organisation damit auch eine größere Mission vor. Sie möchten klimafreundliche Antriebsmethoden fördern sowie Flugzeugbauern eine interessante Plattform bieten, um ihre Technologie (öffentlichkeitswirksam) zu testen.

Damit befindet sich die Air Race E direkt am Puls der Zeit. Erst vor Kurzem kündigte die Airline Easyjet an, dass sie in den kommenden zehn Jahren Kurzstrecken mit Elektroflugzeugen anbieten werden. Norwegen wiederum hat bekannt gegeben, dass sämtliche Kurzstrecken im Land bis 2040 elektrisch geflogen werden sollen. Auch Airbus experimentiert immer wieder mit Elektroflugzeugen.

Darüber hinaus gibt es immer mehr Start-ups, die zeigen, wie erfolgreich die Technologie sein kann. In Deutschland arbeiten zum Beispiel die Unternehmen Lilium sowie Volocopter an E-Flugzeugen. Auch in Slowenien zeigte das Start-up Pipistrel erste Erfolge mit seinem Alpha Electro.

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Dennoch: Bis die Technologie auch für Langstreckenflüge eingesetz werden kann, wird es wahrscheinlich noch einige Jahre dauern. Möglicherweise ist die Air Race E ein Baustein auf den Weg dorthin.

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Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitäts- und Technologietrends aus der ganzen Welt.