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„Die Minimalismus-Formel“: Eine Rezension zum Minimalismus-Ratgeber von Tobias Gillen

Die Minimalismus-Formel Tobias Gillen
geschrieben von Vivien Stellmach

Tobias Gillen hat einen Ratgeber zum Einstieg in den Minimalismus geschrieben: „Die Minimalismus-Formel“ stellt dir effektive Strategien und Methoden vor, mit denen du dein Leben minimalistischer und bewusster gestalten kannst – ganz nach deinen Wünschen. Eine Rezension.

Minimalismus ist nicht gleich Minimalismus. Es gibt Menschen, die ihren Besitz extrem reduzieren und nur die nötigsten Gegenstände behalten. Manche von ihnen reisen nur mit einem einzigen Rucksack herum, in dem sie ihr gesamtes Hab und Gut verstauen.

Manche richten ihre Wohnung nur mit den wichtigsten Möbeln und Haushaltsgeräten ein, wiederum andere halten es nicht so genau mit dem Minimalismus und räumen einfach aus, was ihnen zu viel erscheint.

Tobias Gillen gehört zu keinem dieser Menschen. Der Journalist und Geschäftsführer von BASIC thinking hat seine ganz eigene Definition von Minimalismus gefunden: eine bewusste Lebensweise ohne unnötigen Ballast, die ihn persönlich glücklich macht.

„Die Minimalismus-Formel“: Ein Ratgeber ohne feste Definition von Minimalismus

Und wie er dorthin gekommen ist, beschreibt Gillen im Ratgeber „Die Minimalismus-Formel“. In seinem Handbuch gibt er dir effektive Strategien und Methoden an die Hand, mit denen du in den Minimalismus einsteigen kannst – und zwar ohne eine feste Definition davon, was Minimalismus überhaupt ist.

Denn die gibt es laut Gillen nicht. Nach seiner Auffassung darf jeder selbst herausfinden, was Minimalismus für ihn bedeutet. Es gehe nämlich nicht darum, nach Schema F das Bücherregal und den Kleiderschrank auszuräumen, sondern darum, sich von belastenden Dingen zu befreien – materiell und emotional.

Gillen führt dich Schritt für Schritt durch verschiedene Berieche wie Medien, Elektronik und Papierkram, aber auch durch Themen wie Partnerschaft und emotionale Klarheit.

Strategien und Methoden aus eigener Erfahrung

Die Tipps, die Gillen zum Aufräumen und Loslassen parat hat, gibt er dabei aus eigener Erfahrung. Er erklärt beispielsweise das sogenannte Vier-Stapel-System, bei dem du alles aussortierst, was du nicht mehr haben möchtest und auf vier Stapel verteilst: Verkaufen, Verschenken, Spenden und Wegwerfen.

So erklärt Gillen, dass man aus dem Trennungsprozess dadurch ein positives Erlebnis macht und dementsprechend leichter loslassen kann, wovon man sich im entscheidenden Moment vielleicht doch nicht trennen möchte – und es anschließend wieder nur im Schrank verstauben lässt.

„Die Minimalismus-Formel“: Nicht für alles eine Lösung

Besonders authentisch ist daran, dass Gillen nicht für jedes Problem eine Lösung hat. So erklärt er beispielsweise, dass er sich selbst nur schwer von sentimentalen Dingen wie Geburtstagskarten seiner Großeltern trennen kann.

Mögliche Strategien gibt er dafür trotzdem weiter – aber eben auch zu, dass etwa das Abfotografieren und Digitalisieren dieser Gegenstände für ihn persönlich nicht funktioniert. Und dass das auch vollkommen in Ordnung ist.

Minimalismus ist nicht perfekt

Die wichtigste Botschaft, die Gillen mit seiner „Minimalismus-Formel“ vermittelt, ist die, dass Minimalismus immer individuell und niemals perfekt ist.

Du solltest dich also nicht von Menschen abschrecken lassen, die extrem minimalistisch leben und aus deiner Perspektive eingeschränkt leben. Das ist eine Form von Minimalismus, die aber nicht für dich funktionieren muss. So legt es Gillen auch nicht darauf an, dir seine Art von einer minimalistischen Lebensweise aufzuzwängen.

Stattdessen zeigt er dir, wie du deine eigenen Gewohnheiten ändern und dein Leben aufräumen kannst. Er drückt dir im übertragenen Sinne die Werkzeuge in die Hand, die du dafür brauchst. Was du dann mit ihnen anstellst, bleibt ganz dir überlassen.

Werkzeugkoffer und Loslegen-Missionen

Du lernst beim Lesen der „Minimalismus-Formel“ viel darüber, wie du in den Minimalismus einsteigen kannst. Das Handbuch ist sehr praxisnah geschrieben, und deshalb stellt Gillen dir im Anhang auch noch einen sogenannten Werkzeugkoffer und 30 Loslegen-Missonen vor, die du jederzeit aufschlagen und verwenden kannst.

Der Werkzeugkoffer fasst alle vorgestellten Strategien noch einmal in drei bis vier Sätzen zusammen. Du findest dort auch weiterführende Links auf Gillens Website, auf der du mehr zur jeweiligen Methode nachlesen kannst.

Und die Loslegen-Missionen kannst du dir als Schritt-für-Schritt-Lektionen vorstellen, mit deren Hilfe du jederzeit anfangen kannst, dein Leben zu verändern – auch, wenn du „Die Minimalismus-Formel“ noch nicht fertig gelesen hast.

Jedes Buch und E-Book pflanzt einen Baum

Da Gillen Minimalismus auch unweigerlich mit Nachhaltigkeit und Umweltschutz verbindet, pflanzt der Autor für jedes verkaufte Buch und E-Book in Zusammenarbeit mit der grünen Suchmaschine Ecosia auch einen Baum.

Über den aktuellen Stand der Aktion will Gillen dich regelmäßig auf seinen Social-Media-Kanälen und mit seinem Baumzähler halten.

Die Minimalismus-Formel“ findest du ab sofort als Taschenbuch bei Amazon und als E-Book überall, wo es E-Books gibt (Amazon, iBooks, Google Play StoreThalia, Weltbild, usw.).


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Über den Autor

Vivien Stellmach

Vivien Stellmach ist seit Mai 2019 Redakteurin bei BASIC thinking. Nebenbei schreibt sie als freie Autorin über alternative Musik für das VISIONS Magazin. Sie liebt Fußball, steht seit ihrem siebten Lebensjahr selbst auf dem Rasen und hält zum SV Werder Bremen.

6 Kommentare

  • Unabhängig von der Qualität des Buches: Eine Rezension zu einem Buch eines Unternehmensangehörigen zu veröffentlichen, ist journalistisch zweifelhaft. Dass es noch nicht mal einen Hinweis auf die Geschäftsführerschaft des Autors gibt, ist vollkommen inakzeptabel. Wie wäre es mit einer transparenten Korrektur?!?

    • Da hast du absolut Recht, wir hatten vorausgesetzt, dass BASIC-thinking-Leser den Namen zuordnen können. Die Annahme war wohl falsch. Wir haben seine Position bei BASIC thinking im Text ergänzt. Die Rezension ist dennoch komplett unabhängig entstanden.

    • Sorry auch von mir. War keine Absicht, dass das so wirkt. Dass eine Redakteurin von uns unabhängig eine Rezension verfasst, finde ich allerdings in Ordnung. Nur, wie du richtig sagst, René, es hätte ein Hinweis auf meine Position reingemusst.

  • „Er erklärt beispielsweise das sogenannte Vier-Stapel-System, bei dem du alles aussortierst, was du nicht mehr haben möchtest und auf vier Stapel verteilst: Verkaufen, Verschenken, Spenden und Wegwerfen.“

    Also mal ehrlich: Was ist daran neu? Das stand bereits in „Simplify your life“.

    • Hallo NBG,

      es ist wichtig, zu versuchen, nicht von sich selbst auf andere zu schließen. Ich persönlich kannte dieses System noch nicht und bin deshalb auch schon gespannt auf die Lektüre, wenn mein Exemplar ankommt.

      Liebe Grüße
      Christian

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