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Apache war gestern – heute setzt nginx den Standard

Timme Hosting

Kürzere Ladezeiten, besseres Google-Ranking, mehr Leads: Mit nginx können Webseiten schneller und performanter ausgespielt werden. Und das hat für viele Unternehmen auch mit einem eigenem Online-Shop erhebliche Vorteile. Falko Timme von Timme Hosting erklärt uns die Hintergründe.

Das Programm nginx wird wie das englische Wort Engine X ausgesprochen und ist ein Webserver wie Apache 2. Seit 2004 gibt es nginx und ist mittlerweile mehr als eine Apache-Alternative.

Falko Timme, Gründer und Geschäftsführer von Timme Hosting, hat von Anfang an auf den schnellen Webserver nginx gesetzt. Durch diese Spezialisierung ist das Unternehmen sehr erfahren und kennt sich damit bestens aus.

BASIC thinking: Lieber Falko, viele Unternehmen sind nicht zufrieden mit der Leistung ihres Servers. Welche Symptome gibt es dafür überwiegend?

Falko Timme: Es ist wichtig die Ressourcen auf dem Server optimal einzusetzen, damit der Server so performant wie möglich ist. Wir kümmern uns als Hoster darum, alle Komponenten aufeinander abzustimmen.

Verschiedene Shop- oder CMS-Systeme haben zum Beispiel eigene Anforderungen an den Server. Das berücksichtigen wir bei der Einrichtung eines Hosting- Paketes. Insgesamt hat die Software, die auf dem Server eingesetzt wird, Einfluss auf die Leistung.

Für Timme Hosting habe ich mich ja von Anfang an auf den Webserver nginx spezialisiert. Dieser benötigt auf der einen Seite weniger Arbeitsspeicher und hat daher einen geringeren Ressourcen-Verbrauch. Auf der anderen Seite kann nginx mehr Anfragen verarbeiten.

Dann spielt die Last, die der Server zu verarbeiten hat, eine große Rolle. Ist der Server für die Anforderungen überhaupt ausgelegt? Welche Anforderungen hat der Kunde an den Server? Das heißt, dass gleich zu Beginn geklärt werden muss, wie viele Besucher im Shop auf der Website erwartet werden und wie viele Produkte im Shop oder Inhalte auf einer Website angezeigt werden sollen.

Nur so kann man das passende Server-Produkt mit genügend Leistung empfehlen. Sonst hält der Server zum Beispiel bei Lastspitzen nicht stand.

Cloud-Hosting federt Besucherandrang ab

Was meinst du mit Lastspitzen?

Diese entstehen, wenn die Besucherzahlen im Shop oder auf Website wesentlich höher sind als „normal“. Das kann zum Beispiel beim Black Friday, während eines Fernsehauftritts oder durch eine Marketingaktion der Fall sein.

Wenn der normale Traffic täglich bei 10.000 liegt und die Besucherzahlen plötzlich auf 20 bis 30.000 Besucher ansteigen, entstehen Lastspitzen.

Wenn der Server nur für 10.000 Besucher ausgerichtet ist und keinen Spielraum bietet, dann wird er die Anfragen der 20.000 Besucher nicht verarbeiten können. Die Ladezeit verlangsamt sich und im schlimmsten Fall ist die Webseite gar nicht mehr erreichbar.

Das heißt, dass man als Betreiber einer Website entweder mehr Ressourcen einplant, um auch diese Lastspitzen aufzufangen oder man entscheidet sich für Cloud-Hosting. Hier lassen sich die Ressourcen je nach Bedarf rauf oder runter skalieren und ganz individuell anpassen.

Je nach Ausgangslage kann es auch eine Lösung sein, die Bilder in eine Object-Storage-Lösung auszulagern. Damit werden Ressourcen vom Server freigegeben, die dann wiederum für Traffic-Spitzen zur Verfügung stehen. Damit haben wir bei unseren Kunden gute Erfahrungen gemacht und konnten auch die Ladezeit deutlich verbessern.

Was bedeutet Time to first byte und Gesamtladezeit?

Wir alle rufen tagtäglich Webseiten über den Browser auf. Was vom Aufrufen der Webseite bis zum Anzeigen einer Webseite passiert, bekommen wir im Idealfall gar nicht mit. Während dieser Zeit laufen im Hintergrund verschiedene Prozesse.

Zuerst wird eine Verbindung zum Server aufgebaut. Dieser Zeitraum, der zwischen dem Aufrufen einer Webseite und dem Empfangen der ersten Daten vom Webserver liegt, nennt man Time to first Byte. Danach werden dann die ersten Inhalte der Webseite geladen wie das CSS, Bilder und so weiter – bis die vollständige Seite im Browser angezeigt wird. Alle Prozesse zusammen ergeben die Gesamtladezeit.

Die Time to first Byte ist für uns als Hosting-Anbieter natürlich besonders interessant, denn diese können wir durch die Konfiguration des Servers beeinflussen. Auf die Inhalte der Webseite haben wir keinen Einfluss mehr. Diese werden von den Kunden selbst oder durch die Mitarbeiter einer Agentur optimiert.

Google und SEO: Die Bedeutung der Ladezeit einer Website

Oft haben wir vernommen, dass die Ladezeit auch ein Ranking-Faktor bei Google ist. Welcher Zusammenhang besteht in deinen Augen zwischen der Ladezeit einer Website und der Google-Performance?

Wenn Besucher einer Webseite lange warten müssen, bis die Seite lädt, dann springen sie schnell zum nächsten Shop oder Blog. Wir kennen das selber, wenn wir im Internet surfen und der Aufbau der Webseite dauert – wenn auch nur gefühlt – sehr lange, dann ist die Toleranzgrenze sehr niedrig.

Eine kurze Ladezeit sorgt also auf der Webseite für eine bessere Usability, geringerer Absprungraten und das kann bei einem Shop für mehr Umsatz sorgen. Wir erleben es immer wieder, dass Kunden nach einem Umzug auf unsere Server, eine Umsatzsteigerung feststellen. Das freut uns natürlich besonders!

Außerdem ist es kein Geheimnis mehr, dass die Ladezeit für die Bewertung einer Webseite bei Google eine Rolle spielt. Das hat indirekt auch was mit der Kundenzufriedenheit zu tun.

Google möchte Suchenden schließlich das bestmögliche Ergebnis zu einem Thema liefern. Beim besten Ergebnis spielt auch die Usability eine Rolle. Ist die Ladezeit sehr kurz, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Nutzer ein erfreuliches Surferlebnis hat. Das wirkt sich positiv auf die Bewertung der Seite und somit auch auf das Ranking aus.

Die Zukunft gehört komplexen Systemen

Wo liegt für dich als Experte die Zukunft des Hostings?

In dem Bereich Container und Container-basierter Dienste und Anwendungen tut sich derzeit sehr viel. Dieser Trend wird sich auch in den nächsten Jahren fortsetzen. Container machen eine Strukturierung komplexer Softwaresysteme, wie sie im Bereich Hosting zu finden sind, möglich. Es werden klare Grenzen zwischen der Server Software und der Kunden-Software geschaffen. Im Gegenzug wird das Zusammenspiel dann durch klar definierte Schnittstellen vereinfacht.

Daneben spielen Skalierbarkeit sowie Dienste und Anwendungen für die Cloud auch in den kommenden Jahren eine wichtige Rolle. Hier sind die Möglichkeiten noch bei Weitem nicht ausgeschöpft und werden bisher nur von wenigen und hoch spezialisierten Anwendungen genutzt.

Vielen Dank für das Gespräch, Falko!


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