Studie: Darum hat Deutschland die besten Bahnhöfe in Europa

Marinela Potor
Deutsche Bahnhöfe sind besser als ihr Ruf. (Foto: Deutsche Bahn AG / Volker Emersleben)

Deutsche Bahnhöfe sind top. Das besagt zumindest eine aktuelle europaweite Studie. Gleich fünf deutsche Bahnhöfe landen unter den Top Ten. 

Sauberkeit, Barrierefreiheit, Aufzüge, Zugang zum ÖPNV und Ridesharing-Diensten und das Angebot an Geschäften und Restaurants – das sind einige der Kriterien, die sich die Verbraucherorganisation Consumer Choice Center (CCC) in Bahnhöfen angeschaut hat.

So ist ein Ranking der besten Bahnhöfe in Europa entstanden. Vielleicht überraschend: Die deutschen Bahnstationen schneiden dabei besonders gut ab.

Smarter als dein Feed

Lass dich mit unserem Tech-Briefing UPDATE bei KI und den Tech-News von morgen nicht abhängen – kostenlos täglich in der Inbox von über 13.000 Lesern.

Mehrere PDFs Mockup

Gratis zur Anmeldung:
Zugriff auf alle PDF-Guides

Mit deiner Anmeldung akzeptierst du unsere Datenschutzerklärung.

50 Bahnstationen in Europa bewertet

Für das Ranking hat sich CCC die 50 größten europäischen Bahnhöfe herausgepickt und dann nach insgesamt 13 Kriterien bewertet. Kleinere Bahnhöfe sind also schon mal gar nicht im Ranking vertreten. Innerhalb der bewerteten Kategorien wurden Punkte vergeben.

Ein Fahrstuhl im Bahnhof ergibt 10 Punkte, elf internationale Ziele ergeben neun Punkte und so weiter. Die maximale Punktzahl ist 139. Daraus ergeben sich die Top Ten Bahnhöfe in Europa.

CCC, Bahnhöfe Europa, Zug, Deutsche Bahn
Gleich 5 deutsche Bahnhöfe landen in den Top Ten. (Foto: Screenshot / CCC)

Für viele vielleicht überraschend: Unter den besten zehn sind gleich fünf aus Deutschland, allen voran der Hauptbahnhof Leipzig. Doch auch der Münchner Hauptbahnhof landet unter den ersten fünf.

Was macht deutsche Bahnhöfe so gut?

Die erstplatzierten deutschen Bahnhöfe erhalten allesamt gute Noten für ihre Barrierefreiheit, Sauberkeit und die Anzahl der internationalen Ziele. Die einzige Ausnahme ist Leipzig mit nur einem internationalen Reiseziel. Mit ein paar mehr internationalen Strecken hätte Leipzig es sonst sogar auf Platz eins geschafft.

Ebenfalls positiv ist die geringe Anzahl der Streiktage an deutschen Bahnhöfen, vor allem im Vergleich zur Situation in Italien und Frankreich.

Ausbaufähig sind nach dem CCC-Scoring aber die Anzahl der Geschäfte vor allem in Frankfurt und München, was aber wohl am aktuellen Umbau des Bahnhofs liegt.

Doch längst nicht alle deutschen Bahnstationen haben so gute Noten.

Dortmund dreckigster Bahnhof Europas

Der Nürnberger Bahnhof (Platz 17) ist nur teilweise barrierefrei und hat viel zu wenige Geschäfte. In der Kategorie erhielt der Bahnhof null Punkte, genauso wie beim Ridesharing-Angebot.

Der dreckigste Bahnhof in Europa ist wiederum offenbar der Dortmunder Hauptbahnhof. In der CCC-Bewertung lag die Sauberkeit lediglich bei 40 Prozent. Das ist das niedrigste Ergebnis unter allen 50 Bahnhöfen. So landet Dortmund im Ranking auch lediglich auf Platz 45 – und ist damit das Schlusslicht unter den deutschen Bahnhöfen.

Allerdings muss man auch hier sagen, dass sich der Bahnhof aktuell im Umbau befindet. Dieser sollte eigentlich 2019 fertig werden. Das Bauvorhaben verzögert sich aber. Angeblich soll er nun 2022 fertig werden.

Viele – wenn natürlich nicht alle – deutschen Bahnhöfe sind nach diesem Ranking offenbar besser als ihr Ruf. So lässt es sich die Deutsche Bahn natürlich nicht nehmen, auf die eigenen Investitionen und Anstrengungen in diesem Bereich hinzuweisen.

„In den nächsten fünf Jahren investieren wir auch mit den Programmen des Bundes die Rekordsumme von 7,5 Milliarden Euro in unsere Bahnhöfe, um ein noch besserer Gastgeber für unsere Reisenden in großen und kleinen Bahnhöfen zu sein“, sagte Ronald Pofalla, DB-Infrastrukturvorstand in einem Presse-Statement.

Die DB hat nach eigenen Angaben 2019 rund 650 Bahnhöfe modernisiert.

Unser Zins-Tipp

Eröffne jetzt dein kostenloses Myntro Festgeld und erhalte 3,43 Prozent Zinsen auf dein Geld – und das garantiert für 12 Monate!


Jetzt Zinsen sichern

Anzeige

Zum Weiterlesen

Google lässt dich jetzt selbst bestimmen, welche Quellen du in der Suche häufiger siehst. Mit zwei schnellen Klicks kannst du BASIC thinking kostenlos als bevorzugte Quelle hinzufügen und damit unabhängigen Tech-Journalismus unterstützen. Vielen Dank!

STELLENANZEIGEN
Video Content Creator Social Ads
Instaffo GmbH in Dresden
Mitarbeiter im Marketing mit Schwerpunkt Soci...
Instaffo GmbH in Düsseldorf
Video Content Creator (m/w/d) – Health ...
Instaffo GmbH in Darmstadt
Hardware-Tester/Validator for lab automation ...
ZEISS in Dresden
Praktikant*in Corporate Social Media (Pflicht...
Mercedes-Benz AG in Stuttgart
Pflichtpraktikum im Bereich Marketing & K...
Mercedes-Benz AG in Stuttgart
Referent für Kommunikation, PR & Social M...
Brost-Stiftung in Essen
Marketing & Social Media Manager (m/w/d)
Rasch-Metalle GmbH & Co. KG in Bielefeld
THEMEN:
Teile diesen Artikel
Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitäts- und Technologietrends aus der ganzen Welt.