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Trade Republic vs. Smartbroker: Kampf der Billig-Broker

Trade Republic vs. Smartbroker
Bild: Pixabay.com / sergeitokmakov
geschrieben von Christina Widner

Wer in den Aktienmarkt investieren möchte, benötigt im ersten Schritt ein Wertpapierdepot. Die meisten Anleger entscheiden sich für ein Depot bei einem Online-Broker. Wir lassen die beiden günstigen Online-Broker Trade Republic und Smartbroker in vier Runden gegeneinander antreten.

Früher war es für die meisten Menschen noch selbstverständlich, das Aktiendepot bei der Hausbank zu eröffnen. Nachteil war dabei, dass die Ordergebühren sehr hoch waren – meist zwischen 10 und 20 Euro pro Kauf.

Anders kann das bei Online-Brokern aussehen: Du verzichtest hier auf die Vor-Ort-Filialen, kannst dir dadurch aber auch die hohen Ordergebühren sparen. Wir vergleichen die beiden günstigen Online-Broker Trade Republic und Smartbroker, um am Ende zu klären, für wen die „Billig-Broker“ am besten geeignet sind.

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Runde 1: App vs. Brower: So funktionieren die Online-Broker

Trade Republic kann ausschließlich über die App genutzt werden. Das bedeutet, dass du in der App deine Aktien kaufst, verkaufst und alle anderen Funktionen nutzt. Smartbroker läuft nur über eine Browser-Version und bietet den Anlegen zur Zeit noch keine App an.

Beides hat Vor- und Nachteile und letztlich entscheiden die persönlichen Vorlieben darüber, welcher Anbieter besser geeignet ist.

Unentschieden. 1:1.

Runde 2: Das sind die Gebühren

Bei Trade Republic sowie bei Smartbroker fallen für dich keine Kontoführungsgebühren an. Bei den Ordergebühren musst du bei Trade Republic nicht viel beachten. Für jede Order zahlst du pauschal nur einen Euro. Ansonsten fallen für dich keine Kosten an.

Bei Smartbroker gibt es da schon etwas mehr zu beachten: Für eine Order an deutschen Handelsplätzen zahlst du vier Euro an Gebühren. Aber: Wenn du Aktien, Fonds, ETFs oder Anleihen ab einem Ordervolumen von 500 Euro kaufst, zahlst du je nach Börsenplatz auch gar nichts oder – wie bei Trade Republic – nur einen Euro.

Der Handel an ausländischen Börsen kostet dich bei Smartbroker neun Euro für die Basisprovision. Bei Trade Republic kannst du gar nicht erst an ausländischen Börsen handeln, deswegen geht der Punkt trotz der Gebühren an Smartbroker.

Zusätzlich musst du bei Smartbroker ab einer Cashquote von 15 Prozent Negativzinsen von 0,5 Prozent auf deine Einlagen zahlen.  Das ist ein klarer Minuspunkt im Vergleich zu Trade Republic.

Punkt für Trade Republic: 2:1.

Runde 3: Bei diesen Handelsplätzen können Aktien gekauft werden

Wir haben es eben schon kurz angeschnitten. Auch hier ist Trade Republic schnell fertig. Denn der Broker bietet dir lediglich an, bei Lang & Schwarz zu handeln. Trotzdem hast du bei Trade Republic die Auswahl zwischen 7.800 verschiedenen Aktien und über 500 ETFs.

Smartbroker bietet dir hingeben an, an allen deutschen Handelsplätzen deine Aktien und ETFs zu kaufen. Zudem können auch internationale Aktien an der Heimatbörse gehandelt werden. Die Auswahl an Aktien und ETFs ist bei Smartbroker aufgrund der großen Anzahl an Handelsplätzen sehr hoch und vielfältig.

Punkt für Smartbroker. 2:2.

Runde 4: Können Sparpläne eingerichtet werden?

Bei beiden Brokern können Sparpläne eingerichtet werden. Im Detail unterscheiden sie sich aber deutlich. Bei Trade Republic können Sparpläne nur auf 300 verschiedene ETFs von Blackrocks iShares eingerichtet werden. Dafür ist das ab einer monatlichen Sparquote von 25 Euro aber komplett kostenlos.

Bei Smartbroker können Sparpläne auf Fonds, ETFs, ETCs und Aktien eingerichtet werden. Hier gibt es noch Unterschiede in der Sparquote und den Gebühren: Fonds können ab einer Sparquote von 25 Euro eingerichtet werden und sind kostenfrei.

ETFs und ETCs können auch ab einer Sparquote von 25 Euro eingerichtet werden, die Gebühren liegen aber bei 0,20 Prozent pro Ausführung. Aktien-Sparpläne können ab 125 Euro Sparquote und ebenfalls für eine Gebühr von 0,20 Prozent eingerichtet werden.

Die Gebühren sind bei Smartbroker zwar höher, dafür aber auch die Auswahl.

Punkt für Smartbroker. 2:3.

Fazit: Es kommt, wie immer, darauf an

Wenn du gerade mit dem Aktienhandel gestartet bist und keine exotischen Aktien oder ETFs kaufen möchtest, ist Trade Republic der passende Broker für dich. Du kannst mit sehr geringen Ordergebühren bequem über die App mit deinen Wunsch-Aktien handeln.

Smartbroker hingegen bietet dir eine größere Auswahl an unterschiedlichen Aktien an. Wer allerdings nicht langfristig in Aktien investieren möchte, sondern regelmäßig kauft und verkauft, könnte mit dem Negativzinsen Probleme bekommen.

Unser Punktestand von 2:3 für Smartbroker ist sehr knapp. Im Zweifel: Beide Depots eröffnen, selbst eine Meinung bilden und entweder beide nutzen oder irgendwann eines der beiden wieder schließen.

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