Flixbus München, Doppeldecker Bus, Fernbus

Fernbusse fahren wieder: Blablabus mit limitierten Sitzen, Flixbus ohne Abstand im Bus

Marinela Potor
Fernbusse sind wieder unterwegs - mit neuen Coronamaßnahmen. (Foto: Flixbus)

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Erste Fernbusse sind nach den Corona-Beschränkungen wieder auf den Straßen unterwegs, allerdings mit neuen Sicherheitssegeln. Wir zeigen dir, welche Schutzmaßnahmen ab sofort gelten. 

Die Ausgehbeschränkungen sind gelockert, die meisten Bundesländer öffnen ihre Tourismus-Einrichtungen für die Pfingsttage und auch viele EU-Grenzen sind schon oder werden in den nächsten Wochen wieder passierbar. Somit sind auch Transportunternehmen wieder zurück, die eine Weile ihren Betrieb eingestellt haben – wie etwa Fernbusse.

Sowohl Flixbus als auch Blablabus fahren ab sofort wieder. Allerdings gelten nun wegen Corona viele neue Schutzmaßnahmen.

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Flixbus: Diese neuen Regeln gelten

Flixbus ist wieder unterwegs, allerdings mit einem kleineren Streckennetz. Derzeit sind folgende Strecken im Programm:

  • Berlin – Hamburg – Kiel
  • Berlin – München
  • Frankfurt – Nürnberg – München
  • Duisburg – Düsseldorf – Köln – Stuttgart – München​
  • Berlin – Chemnitz
  • Frankfurt – Köln – Düsseldorf – Essen
  • Berlin – Halle
  • Berlin – Dresden
  • München – Freiburg
  • Berlin – Leipzig
  • Berlin – Erfurt
  • Köln Flughafen – Dortmund – Bremen – Hamburg​
  • Berlin – Nürnberg – Stuttgart – Tübingen – Reutlingen​

Es sollen aber nach und nach mehr Strecken dazukommen.

Die wichtigsten Änderungen betreffen aber natürlich die Hygiene- und Schutzmaßnahmen, um die Covid-19-Ansteckungsgefahr zu verringern.

Flixbus verspricht dazu, seine Fernbusse nach jeder Fahrt zu desinfizieren. Ein- und Ausstieg sind nur hinten möglich, um so auch die Fahrer zu schützen. Zudem ist die komplette vordere Sitzbank gesperrt, umso zu garantieren, dass die Fahrgäste den Mindestabstand zum Fahrer einhalten.

Beim Ein- und Aussteigen musst du den Sicherheitsabstand einhalten. Fahrgäste müssen außerdem während der gesamten Fahrt sowie beim Ein- und Aussteigen einen eigenen Mund- und Nasenschutz tragen.


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Der Check-in erfolgt kontaktlos und digital.

An Bord werden außerdem keine Snacks mehr verkauft und die Toiletten bleiben zu. Flixbus setzt ebenfalls auf eine gute und kontinuierliche Belüftung.

Allerdings: IM Bus selbst wird es keinen von Flixbus regulierten Mindestabstand geben. Das heißt, es werden keine Sitzplätze gesperrt. Das sei für das Unternehmen nicht wirtschaftlich, sagte Geschäftsführer André Schwämmlein dem MDR.

Rechtlich gesehen muss Flixbus das aber auch nicht tun. Denn die Abstandsregeln in Transportmitteln sind eine Empfehlung, aber keine Vorschrift.

So will Blablabus wieder Fahrt aufnehmen

Auch der neue Fernbus von Blablacar, Blablabus, will wieder starten, allerdings erst zum 24. Juni. Tickets soll es dann ab dem 12. Juni auf der Website von Blablacar oder per App* geben.

Dann soll es auch hier mit Inlandsfahrten losgehen, die dann schrittweise aufgestockt werden. Das Angebot werde, je Nachfrage und Sicherheitslage flexibel angepasst werden, sagt Blablabus.

Eins steht aber schon fest: Anfangs soll, anders als bei Flixbus, nur jeder zweite Sitzplatz zum Verkauf angeboten werden, um den Sicherheitsabstand einhalten zu können.

Darüber hinaus möchte Blablabus die Busse täglich desinfizieren und mit Desinfektionsmittel ausstatten. Auch hier müssen Fahrgäste während der gesamten Zeit einen Mund- und Nasenschutz tragen.

Blablacar will übrigens auch die Regeln bei den Mitfahrgelegenheiten anpassen.

Ab sofort kann man bei der Fahrtenbuchung die Option „Nur 1 auf der Rückbank“ wählen, um so den Sicherheitsabstand auch im Auto zu ermöglichen. Eine Maskenpflicht gibt es nicht, wohl aber die Empfehlung eine zu tragen. Aber natürlich können sich Fahrer und Mitfahrer dazu entsprechend direkt absprechen.

Fragezeichen bei Pinkbus

Seit 2019 gibt es mit Pinkbus eigentlich auch einen weiteren Fernbus-Anbieter in Deutschland. Laut Website möchte das Unternehmen Reisegästen „sobald die Krise überstanden ist“ eine Flatrate-Karte für einen Monat anbieten.

Damit könntest du dann in deinem Wahlmonat alle Strecken nach Belieben und so oft du willst abfahren, und das für 29,90 Euro.

Nur: Pinkbus sagt nicht, wann die Krise überstanden sein wird.

Auf der Seite kann man zwar schon wieder Fahrten buchen. Doch auf wiederholte Nachfrage von Mobility Mag, ob das Unternehmen tatsächlich wieder regelmäßig fahre und falls ja, mit welchem Streckennetz und mit welchen Schutzmaßnahmen, schweigt Pinkbus sich bislang aus.

Update zum 16. Juni 2020: Pinkbus startet mit strikten Hygiene- und Abstandsregeln

Mittlerweile hat auch Pinkbus ein neues Hygiene- und Sicherheitskonzept zum Neustart vorgelegt.

So ist für Pinkbus klar: Einen voll ausgelasteten Bus wie bei Flixbus wird es nicht geben. Das hält das Unternehmen für „verantwortungslos“. Stattdessen soll es die Möglichkeit geben, eine Sitzbank für sich alleine oder für sich und seinen Reisepartner zu reservieren.

Zu den weiteren Sicherheitsmaßnahmen gehören:

  • Busreinigung durch einen Ozongenerator
  • kontaktloses Einchecken
  • Abschirmung der Fahrer
  • Anwendung von Desinfektionsmitteln durch den Fahrer

Eine erste Demonstration der Sicherheitsmaßnahmen soll am 17. Juni erfolgen, die offizielle Stellungnahme zum neuen Sicherheitskonzept von Pinkbus folgt dann am 23. Juni.

Update zum 9. Juli 2020: Pinkbus nur mit 50 Prozent Auslastung, Start am 23. Juli

Pinkbus hat weitere Details zum Neustart bekannt gegeben. Demnach sollen die Busse zum Start am 23. Juli nur zu 50 Prozent ausgelastet sein, sodass immer ein freier Nebenplatz garantiert ist.

Der Einstieg fordert mit Abstandslinien und nach dem Einsteigen und Einchecken müssen Fahrgäste ihre Hände desinfizieren. Eine Gesichtsmaske ist nicht nur beim Ein- und Aussteigen, sondern auch während der gesamten Fahrt Pflicht.

Darüber hinaus werden die Fahrer vor dem Einstieg mit einem Infrarot-Fieberthermometer kontaktlos die Temperatur der Fahrgäste messen. Wer Fieber hat, darf nicht mitfahren. Immerhin: Diese Passagiere bekommen ihr Ticket erstattet und zusätzlich einen Reisegutschein im gleichen Wert des Fahrpreises.

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Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitäts- und Technologietrends aus der ganzen Welt.