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Projektmarkt in der Coronakrise: Tiefer Einbruch, aber Talsohle durchschritten

IT-Branche Solcom Projektmarkt
Foto: Pixabay.com / kreatiker
geschrieben von SOLCOM GmbH

Der IT-Projektmarkt war von den Auswirkungen der Coronakrise stark betroffen, zeigt jedoch bereits wieder einen Aufwärtstrend. Auch weitere Entwicklungen geben Hoffnung. 

Nach einem guten Jahresstart in den ersten Monaten hat die Coronakrise den Projektmarkt und Freiberufler mit voller Wucht getroffen. So ist der Projektmarktindex, der im Rahmen des SOLCOM Projektmarktbarometer erhoben wird, auf einen Tiefstwert von 82,94 Punkten gefallen. Das ist mit Abstand der niedrigste Wert seit Erhebung.

Der Rückgang lässt sich vor allem an den zwei Werten festmachen: Die Anzahl der ausgeschriebenen Projekte und die Anzahl der Bewerbungen seitens Freiberufler auf einzelne Projekte. So hat sich die wirtschaftliche Unsicherheit bei vielen Unternehmen unmittelbar auf das Budget für neue Projekte ausgewirkt. Die Zahl neuer Ausschreibungen lag weit unter den üblichen Werten der vergangenen Jahre. 

Das Angebot ist auf dem gesamten Markt zurückgegangen ist, zeigen auch die Bewerbungen auf Projekte. 

Diese sind zu Beginn des zweiten Quartals sprunghaft angestiegen. Durchschnittlich gingen fast doppelt so viele Bewerbungen von Freiberuflern auf ein Projekt ein als im Vorquartal.

Das Positive dabei: Diese Entwicklungen hatten wiederum zur Folge, dass sich die jeweiligen Projekte schneller besetzen ließen, was wiederum den Unternehmen zugute kam. 

Hohe Verdienstausfälle

Freiberufler waren von diesen Entwicklungen entsprechend stark betroffen. Das veranschaulicht die SOLCOM Marktstudie „Auswirkungen der Coronakrise auf Projektmarkt und Freiberufler“, an der sich 1.264 Freiberufler beteiligt hatten.  

Zwei Drittel der Umfrageteilnehmer gaben hier an, mit hohen Verdienstausfällen zu kämpfen, ein Viertel beklagte dabei sogar ein Minus von mehr als 80 Prozent. Andererseits war glücklicherweise auch ein Drittel gar nicht betroffen.

Beim Blick in die Zukunft ergaben sich ähnliche Ergebnisse: Zwei Drittel der befragten Freiberufler erwarteten zum Zeitpunkt der Umfrage im April 2020 langfristig negative Auswirkungen auf die eigene wirtschaftliche Situation. 

Für den Projektmarkt waren die Aussichten ebenfalls eher pessimistisch. So sahen zusammengenommen 63,3 Prozent der Teilnehmer einen Rückgang, ein Drittel sogar einen deutlichen. Jedoch gingen auch drei von Zehn der Befragten davon aus, dass der Projektmarkt sogar von den Entwicklungen der letzten Monate profitiert.

Denn die Coronakrise hat die Schwachstellen der Digitalisierung in Deutschland deutlich vor Augen geführt. Daher erwarten drei Viertel aller Umfrageteilnehmer, dass die digitale Transformation einen deutlichen Schub erhalten wird, was wiederum die Nachfrage nach Experten erhöht. 

Positive Aussichten

Trotz des harten Einbruchs im zweiten Quartal hat sich mittlerweile die Situation wieder etwas entschärft. Denn die negative Stimmung bei den Umfragen war den drastischen Rückgängen im April gegenüber den Vormonaten geschuldet. Doch zu diesem Zeitpunkt war die Talsohle bereits erreicht und schon im Mai und Juni war wieder ein klarer Aufwärtstrend zu verzeichnen.

Vor allem gegen Ende des zweiten Quartals ging die Anzahl der Projektausschreibungen und damit das Angebot wieder nach oben – ein gutes Zeichen für den Markt und die Protagonisten. 

Die negativen Auswirkungen der Coronakrise werden die Branche allerdings noch eine Zeit lang beschäftigen. Um diese abzufedern, haben Freiberufler nun klare Forderungen an die Politik. So erwarten sie laut SOLCOM Marktstudie endlich klare rechtliche Regelungen für ihren Projekteinsatz und eine Entbürokratisierung ihrer Tätigkeit.

Fazit

Ähnlich wie in der Gesamtwirtschaft ist auch der jahrelang gewachsene Projektmarkt im Zuge der Coronakrise deutlich eingebrochen und ein Großteil der Freiberufler musste teilweise hohe finanzielle Einbußen hinnehmen. Doch der Verlauf im Mai und Juni gibt Hoffnung, dass sich der Bereich schneller erholen wird als zunächst befürchtet.

Denn der Modernisierungsdruck in den Unternehmen hat sich noch einmal deutlich erhöht. Entsprechend wird auch die Nachfrage nach freiberuflicher IT- und Engineeringexpertise wieder steigen. 

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Über den Autor: Oliver Koch ist Geschäftsführer der SOLCOM GmbH, eine der besten Adressen wenn es um die Besetzung von IT- und Engineering-Projekten mit freiberuflichen Spezialisten geht. Als Pionier dieses Modells ist das Unternehmen darauf spezialisiert, hochqualifizierte Experten bei namhaften Kunden in allen Branchen und Technologien einzusetzen. Aus dieser Erfahrung heraus schreibt Oliver Koch über den Projektmarkt und die Trends bei IT und- Engineering-Projekten.


Über den Autor

SOLCOM GmbH

Als Projektdienstleister ist SOLCOM darauf spezialisiert, hochqualifizierte Freiberufler in allen Branchen und Technologien einzusetzen. Für die SOLCOM GmbH schreiben Oliver Koch, Christian Loch-Großmann und Thomas Müller.

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