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Diese KI erkennt Corona-Infizierte am Husten – zu 98,5 Prozent

Christian Erxleben
Anhand des Geräusches beim Husten erkennt eine neue KI, ob du mit dem Coronavirus infiziert bist. (Foto: Unsplash.com / Annie Spratt)

Trockener Husten gehört zu den häufigsten Symptomen einer Infektion mit dem Coronavirus. An dieser Stelle setzen Forscher des MIT mit ihrer Künstlichen Intelligenz an. Sie erkennt am Geräusch des Hustens, ob ein Patient Corona hat oder nicht – zu 98,5 Prozent.

Auch wenn es sich bislang „nur“ um einen „Lockdown Light“ handelt, sollte auch den letzten Kritikern klar sein: Das Coronavirus ist zurück – und es stellt eine Gefahr für unser Gesundheitssystem und unsere gesamte Gesellschaft dar.

Deshalb ist es einerseits wichtig, dass wir wieder mehr Rücksicht aufeinander nehmen, Abstand halten und Zuhause bleiben. Das gilt insbesondere, wenn wir Symptome einer Corona-Infektion aufweisen.

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Trockener Husten: Häufiges Corona-Symptom und Indikator für Corona-Infektion

Zu den häufigsten Symptomen einer Infektion mit dem Coronavirus zählt neben Fieber und Müdigkeit auch ein trockener Husten. Selbstverständlich ist keines dieser Symptome ein sicheres Indiz. Trotzdem solltest du dich an dein Gesundheitsamt oder einen Arzt wenden und einen Test durchführen lassen.

Doch auch das Geräusch des Hustens scheint schon Anhaltspunkte zu einer Corona-Infektion geben können. Zu dieser Erkenntnis sind die Forscher Juan Brian Subirana, Jordi Laguarta und Ferran Hueto gekommen. Sie arbeiten alle am Auto-ID-Labor des Massachusetts Institute of Technology – kurz MIT.

In ihrem Experiment haben die drei Forscher eine Künstliche Intelligenz (KI) mit Husten-Geräuschen trainiert, die über ein Smartphone-Mikrofon aufgenommen worden sind. Die Daten stammen dabei von Patienten mit und ohne Coronavirus und Patienten mit und ohne Symptome.

Nur anhand des Geräusches des Hustens ist die KI in der Lage eine Infektion mit dem Coronavirus nachzuweisen – mit einer Sicherheit von 98,5 Prozent.

Revolutioniert die MIT-KI den Alltag mit dem Coronavirus?

Im nächsten Schritt wollen die MIT-Forscher die Technologie in eine App implementieren, sodass sie im Alltag zum Einsatz kommen kann.

Restaurant-Besitzer, Kino-Betreiber oder auch Schulen und Universitäten könnten ihre Gäste beim Betreten des Gebäudes dann kurz um eine Audio-Aufnahme ihres Hustens bitten, diesen schnell mittels KI analysieren und so das Risiko innerhalb kürzester Zeit einschätzen.

Ebenso denkbar wäre es, eine entsprechende Schnittstelle oder Anwendung in die Corona-Warn-App zu implementieren. Die Nutzer könnten dann täglich einmal ins Mikrofon ihres Smartphones husten und die Anwendung könnte Aufschluss darüber geben, ob ein Test ratsam ist oder ob keine Gefahr besteht.

Durch eine derart unkomplizierte Analyse-Methodik ist es denkbar, das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben aufrecht zu erhalten und trotzdem das gesundheitliche Risiko einer Infektion zu minimieren. Bis es einen Impfstoff gibt könnte der Husten also womöglich ein zentrales Indiz werden.

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Christian Erxleben arbeitet als freier Redakteur für BASIC thinking. Von Ende 2017 bis Ende 2021 war er Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig.