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Diese Signal-Einstellungen sorgen für eine noch bessere Privatsphäre

geschrieben von Felix Baumann

In den letzten Wochen hat ein regelrechter Wandel in der Messenger-Welt stattgefunden. Viele Nutzer:innen haben beschlossen, WhatsApp den Rücken zu kehren und auf alternative Dienste zurückzugreifen. Einer hiervon ist Signal, der bereits seit Jahren von Edward Snowden beworben wird und aufgrund des großen Andrangs in der letzten Woche bei der Registrierung in die Knie gezwungen wurde. Aber gibt es Möglichkeiten, dass eure Signal-Kommunikation noch sicherer ist? Ja, die gibt es!

Grundsätzlich könnt ihr sämtliche genannten Optionen in den Einstellungen verändert. Diese findet ihr, wenn ihr unter iOS auf euren Namen klickt, bei Android gelangt ihr über das Dreipunktmenü in den entsprechenden Bereich. Unter „Datenschutz“ lassen sich folgende Einstellungen empfehlen:

  • Bildschirmsperre: Hier wird die Signal-App nach Verlassen oder Inaktivität gesperrt, sodass erst nach dem Entsperren per PIN, FaceID oder Fingerabdruck wieder auf Nachrichten zugegriffen werden kann. Gelangen Dritte an euer entsperrtes Gerät, so gibt Signal keinerlei Informationen preis.
  • Bildschirmschutz: Diese Option hat auf iOS und Android etwas unterschiedliche Wirkungen. Während bei iOS-Geräten der Inhalt der App im App-Switcher verborgen bleibt, kann unter Android kein Screenshot innerhalb der App angefertigt werden. Sollten Dritte beispielsweise per Schadsoftware auf euer Gerät gelangen, kann so die Kommunikation geschützt werden.
  • Registrierungssperre: Mit der Registrierungssperre könnt ihr verhindern, dass sich andere Nutzer mit eurer Telefonnummer bei Signal anmelden und somit Zugriff auf eure Kommunikation erhalten. Registriert ihr ein weiteres Gerät (beispielsweise ein Tablet), so ist die Eingabe der PIN notwendig.
  • Inkognito-Tastatur: Diese Option gibt es aktuell nur unter Android und verhindert, dass Informationen über eure Eingaben unter Umständen analysiert werden.
  • Anrufe immer indirekt: Hier werden ausgehende Anrufe über den Signal-Server geleitet, um eure IP-Adresse zu schützen. Auf der Gegenseite ist nur die IP des Servers sichtbar, eure IP-Daten bleiben geschützt.

Wie ihr seht, könnt ihr mit einigen kleinen Anpassungen eure Privatsphäre unter Signal noch einmal schützen. Zwar geht so manche Option auf die Kosten eures Komforts, wem aber die Vertraulichkeit seiner Kommunikation am Herzen liegt, der sollte darauf durchaus verzichten können.

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Über den Autor

Felix Baumann

Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei Basic Thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in Basic Thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.