Darum sollten wir die Sahara nicht komplett mit Solarpaneelen bebauen

Felix Baumann

Um den voranschreitenden Klimawandel nachhaltig zu stoppen, müssen wir in Zukunft immer mehr auf nachhaltige Energieträger setzen. Wenn es um den Ausbau der Solarenergie geht, haben viele sicher schon einmal an das folgende Szenario gedacht: Wir bebauen die Wüsten dieser Welt mit Solarpaneelen und nutzen den Strom dann für ganze Kontinente. So einfach ist es aber dann doch nicht.

Zwar könnten wir den vierfachen Energiebedarf der Welt decken, wenn wir die Sahara mit riesigen Solarfarmen ausstatten, die Folgen auf das Klima währen aber auf andere Art und Weise katastrophal. Denn nur 15 Prozent der von der Sonne absorbierten Energie wird in Elektrizität umgewandelt, der Rest wird als Hitze an die Umgebung abgegeben.

Solaranlagen geben große Menge an Hitze ab.

Bauen wir also Solarfarmen, die Tausende von Quadratkilometern mit Paneelen bedecken, wird eine Menge zusätzliche Hitze generiert. Diese steigt in die Atmosphäre auf und verändert das Klima: sowohl lokal als auch international. Wird 20 Prozent der Sahara-Fläche mit Solaranlagen überbaut, so wird eine endlose Schleife getriggert. Denn durch den Temperaturunterschied zwischen Land und den Ozeanen sinkt der Luftdruck und die Luftfeuchtigkeit nimmt zu.

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In der Folge gibt es mehr Monsunregen, zusätzliche Pflanzen entstehen, die wiederum große Flächen der Sahara bedecken würden. Da Pflanzen mehr Hitze absorbieren als Sand, verdunstet in der Folge mehr Feuchtigkeit. Der Kreislauf ist geschlossen und die Sahara keine Wüste mehr.

Die globale Temperatur nimmt auch mit Solaranlagen zu.

Aber auch für uns hat das Folgen. Bebauen wir 20 Prozent der Sahara-Fläche steigt die lokale Temperatur um 1,5 Grad Celsius, bei 50 Prozent sogar um 2,5 Grad Celsius. Da die Erde ein großer Organismus ist, würden globale Temperaturen um 0,15 Grad Celsius (20 Prozent) beziehungsweise 0,39 Grad Celsius (50 Prozent) steigen. Somit hätten wir zwar ausreichend grüne Energie, die Erderwärmung wäre aber noch lange nicht gestoppt.

Eigene Meinung:

Es ist immer spannend, wenn Forscher:innen Gedankenexperimente untersuchen und in nachvollziehbare Fakten umwandeln. Auch dieses Beispiel zeigt uns die Komplexität unserer Ökosysteme und das der Flügelschlag eines Schmetterlings in China einen Hurrikan in den Vereinigten Staaten auslösen könnte. Zeit also sich auf die Suche nach alternativen Ideen zu machen.

Via The Next Web

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Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.