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Deep Nostalgia: Diese KI haucht historischen Standbildern neues Leben ein

Christian Erxleben
Deep Nostalgia erweckt historische Bilder zum Leben. (Foto: Screenshot / Website)

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Wäre es nicht schön, wenn du deinen Uropa und deine Uroma auf ihrem Hochzeitbild lächeln sehen könntest? Das israelische Unternehmen My Heritage macht das nun mit der Künstlichen Intelligenz „Deep Nostalgia“ möglich. So funktioniert die Technologie.

My Heritage: Ahnenforschung trifft Technologie

Ahnenforschung ist ein äußerst interessantes Thema. Doch das Erstellen und Rückverfolgen von Stammbäumen und Fotoalben ist kompliziert. An dieser Stelle setzt My Heritage an.

Das israelische Unternehmen bietet beispielsweise DNA-Tests an, um (neue) Verwandte auf der ganzen Welt zu entdecken. Doch seit kurzer Zeit begeistert das Unternehmen durch eine technische Neuerung. Sie hört auf den Namen „Deep Nostalgia“.

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Was ist Deep Nostalgia?

Vereinfacht ausgedrückt ist Deep Nostalgia eine Künstliche Intelligenz (KI), die auf der Basis von Deep Learning historische Standbilder im wahrsten Sinne des Wortes zum Leben erweckt.

Das heißt: Die dahinterstehende Technologie verwandelt alte (Stand-)Bilder in Bewegtbildaufnahmen. Das hat zur Folge, dass sich plötzlich die Augen und Gesichtsmuskeln der Fotografierten bewegen. Aus einem mürrischen Blick wird ein Lächeln. Das klappt sogar bei Franz Kafka.

Wie werden aus Standbildern kleine Videos?

Die Basis von Deep Nostalgia bilden mehrere Treiber, die Entwickler bei My Heritage entwickelt haben. Diese Videos folgen einer festen Abfolge von Bewegungen und Gesten. Die Künstliche Intelligenz entscheidet beim Upload, welcher Treiber am besten passt und wählt ihn aus.

Da die KI in manchen Fällen Zähne oder Ohren simulieren oder teilweise ergänzen muss, wirken die Videos an manchen Stellen konstruiert. Doch die Entwickler sagen von sich aus, dass sie keinen Anspruch auf eine Rekonstruktion der lebendigen Person erstellen wollen.

Das Endergebnis ist jedoch nicht authentisch, sondern eher eine technologische Simulation, wie sich die Person auf Ihrem Foto bewegt und ausgesehen hätte, wenn sie auf Video aufgenommen worden wäre. […] Wenn die Person auf Ihrem Foto einen Hut oder ein anderes Accessoire trägt, funktioniert die simulierte Bewegung manchmal gut und andere Male nicht.

Um einem etwaigen Missbrauch in Form von Deep-Fake-Videos vorzubeugen, haben sich die Macher der Technologie bewusst dazu entschieden, auf Sprache und Geräusche zu verzichten.

Was passiert mit meinen Fotos bei Deep Nostalgia?

An dieser Stelle gibt My Heritage Entwarnung. Um den Dienst zu nutzen, ist eine kostenlose Anmeldung notwendig. Alle Fotos, die ohne Anmeldung hochgeladen worden sind, werden laut dem Unternehmen automatisch gelöscht.

Wer dann seine Bilder animieren möchte, muss sich ebenfalls keine Sorgen machen. So sagt My Heritage, dass die „Animation und Verbesserung auf den Servern von My Heritage erfolgt und weder Fotos noch Videos an Dritte weitergegeben werden.“

Die einzige offene Frage bleibt: Wo stehen die Server?

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Christian Erxleben arbeitet als freier Redakteur für BASIC thinking. Von Ende 2017 bis Ende 2021 war er Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig.